Giftige Flüssigkeit in Reichenbach/Fils
: Ermittlungen nach Quecksilber-Fund in Umzugswagen

Ein Quecksilber-Fund bei einem Umzug löste einen Rettungseinsatz aus. Woher die gefährliche Flüssigkeit stammt, ist unklar – die Polizei ermittelt zu den Hintergründen.
Von
Christine Figl
Reichenbach/Fils
Gefahrguteinsatz in Reichenbach an der Fils

Ein Gefahrguteinsatz lief am Montag in Reichenbach/Fils.

Enrique Kaczor/dpa
  • Quecksilberfund in Umzugswagen löste in Reichenbach/Fils einen Gefahrguteinsatz aus.
  • Acht Personen atmeten Dämpfe ein – sie kamen vorsorglich ins Krankenhaus.
  • Mehrere Wohneinheiten wurden evakuiert, die Bewohner kehrten später zurück.
  • Die Herkunft der giftigen Flüssigkeit ist unklar, die Polizei ermittelt.
  • Quecksilber ist hochgiftig – Symptome reichen von Atembeschwerden bis Lungenödem.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Nach dem Fund von Quecksilber in einem Umzugswagen im Landkreis Esslingen ermittelt nun die Polizei. Es solle geklärt werden, woher die giftige Flüssigkeit stamme, sagte ein Polizeisprecher. Der Fund hatte am Montag (20. Juli 2026) einen größeren Rettungseinsatz mitsamt Evakuierung in Reichenbach an der Fils ausgelöst. Das meldeten die Nachrichtenagentur dpa sowie weitere Mediendienste.

Das Quecksilber sei bei einem Umzug einer Familie in einem Mietfahrzeug gefunden worden – auf einer Fläche von etwa zwei mal zwei Zentimetern. Acht Menschen seien mit der Flüssigkeit in Kontakt gekommen und hätten die Dämpfe eingeatmet, sagte der Leiter des Rettungsdienstes, Steffen Schütze.

Woher die Flüssigkeit stammte, blieb zunächst unklar. Der Familie seien keine Umzugsgegenstände bekannt, in denen sich das Quecksilber befunden haben könnte, erklärte der Einsatzleiter der Feuerwehr. Jetzt ermittelt die Polizei zu den Hintergründen.

Reichenbach Fils: Unbekannte Fluessigkeit tritt aus Transporter aus – Feuerwehr und Gefahrgutzug im Grosseinsatz: Am Montagabend gegen 19.30 Uhr wurden die Feuerwehr Reichenbach sowie der Gefahrgutzug aus Esslingen zu einem Einsatz in die Bergstrasse 7 in Reichenbach an der Fils alarmiert.<br />
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Nach ersten Informationen war aus einem Transporter eine bislang unbekannte Fluessigkeit ausgetreten. Die Einsatzkraefte rueckten mit Spezialausruestung an, um die Substanz zu untersuchen und festzustellen, um welchen Stoff es sich handelt. Feuerwehrleute arbeiteten dabei in speziellen Chemikalienschutzanzuegen am Fahrzeug.<br />
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Der Bereich um die Einsatzstelle wurde weitraeumig abgesperrt. Nach ersten Informationen soll es mehrere Verletzte gegeben haben. Wie viele Personen betroffen sind und wie schwer ihre Verletzungen sind, ist derzeit jedoch noch unklar.<br />
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Auch die Ursache des Fluessigkeitsaustritts sowie die genaue Art der Substanz sind bislang nicht bekannt. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Weitere Informationen lagen zunaechst nicht vor.

Nach ersten Informationen war aus einem Transporter eine bislang unbekannte Flüssigkeit ausgetreten.

SDMG / Woelfl

Die Betroffenen seien vorsorglich zur weiteren Untersuchung in ein Krankenhaus gebracht worden, vermeldet die dpa weiter. Verletzt wurde von ihnen niemand, so die Polizei. Als weitere Vorsichtsmaßnahme wurden mehrere Wohneinheiten evakuiert. Die Bewohner konnten aber laut einem Sprecher dann wieder in ihre Häuser zurückkehren.

Quecksilber kann zu schweren Gesundheitsschäden führen

Quecksilber ist hochgiftig und kann bei einer Belastung über längere Zeit zu schweren Gesundheitsschäden führen, schreibt die dpa. Laut Schütze beginnen die Symptome bei Atemwegsbeschwerden und können bis zu einem Lungenödem führen. Dabei lagert sich Wasser in der Lunge ab. Um sich selbst zu schützen, trugen Feuerwehrleute teilweise Schutzanzüge.

In der Vergangenheit wurde das Schwermetall zum Beispiel in Batterien, Thermometern oder Leuchtstoffröhren verwendet. Besonders gefährlich ist das Einatmen der unsichtbaren Dämpfe.