Unwetterhilfen im Kreis Göppingen
: Nach der Flut: Millionen für den Landkreis und Ebersbach

Zusätzliche Landeshilfen fließen in den Landkreis Göppingen und in den Rems-Murr-Kreis. Direkte Zuweisungen bekommen Ebersbach, für Schorndorf und Rudersberg.
Von
Dirk Hülser
Kreis Göppingen
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HB10, Strassen und Haeuser unter Wasser. Wassermassen fliesen durch die Stadt. Haeuser ueberflutet. Feuerwehr evakuiert. Hochwasser Kreis Göppingen

Ebersbach war vor drei Monaten besonders stark vom Hochwasser betroffen.

SDMG

Schwere Unwetter haben vom 30. Mai bis 3. Juni im Stuttgarter Regierungsbezirk und auch im Kreis Göppingen enorme Schäden verursacht. Nach einer aktuellen Prognose haben diese Hochwasser- und Starkregenereignisse zu Schäden in Höhe von knapp 439 Millionen Euro geführt, teilt das Regierungspräsidium Stuttgart (RP) mit. Am stärksten betroffen ist der Rems-Murr-Kreis mit Schäden von rund 332 Millionen Euro. Stark betroffen ist auch der Landkreis Göppingen mit Schäden von mehr als 82 Millionen Euro.

Ebersbach profitiert direkt

Das Land unterstützt die betroffenen Kommunen, um die Folgen der Unwetterereignisse bewältigen zu können, unter anderem mit 29 sogenannten Fachförderprogrammen zur Verfügung. Außerdem hat das Land kurzfristig zusätzliche Landeshilfen nach schweren Naturereignissen und Unglücksfällen gemeinsam mit den kommunalen Spitzenverbänden in Höhe von 25 Millionen Euro aktiviert, berichtet das RP in einer Pressemitteilung. Demnach steht das Geld hauptsächlich für die besonders betroffenen Hauptschadensorte zur Verfügung. Dabei werden anhand der entstandenen Schäden rund 19 Millionen Euro auf den Stuttgarter Regierungsbezirk entfallen. Diese werden – basierend auf den Schäden in den betroffenen Landkreisen – zwischen dem am stärksten betroffenen Rems-Murr-Kreis mit 13,5 Millionen Euro und dem Landkreis Göppingen mit 4,5 Millionen Euro aufgeteilt. Eine Million ist für die Unterstützung in anderen, weniger stark betroffenen Landkreisen im Stuttgarter Regierungsbezirk vorgesehen.

Direkt profitieren werden Betroffene in Ebersbach und seinen Teilorten:  Laut RP ist hier eine direkte Zuweisung in Höhe von 500.000 Euro vorgesehen. Je drei Millionen Euro Liquiditätshilfe bekommen Schorndorf und Rudersberg. Die weitere Verteilung innerhalb der Kreise, die anhand der Schäden erfolgt, obliegt den jeweiligen Landratsämtern. Regierungspräsidentin Susanne Bay wird mit diesen Worten zitiert: „Das Geld fließt – das ist eine gute Nachricht für die betroffenen Landkreise und Kommunen.“

Viele Schäden im privaten Bereich

Insgesamt sind im Stuttgarter Regierungsbezirk unter anderem betroffen die Straßeninfrastruktur (Kreis- und Gemeindestraßen) mit Schäden in Höhe von knapp 34 Millionen Euro, Schäden im Bereich Gewässer in Höhe von etwa 35 Millionen Euro, Schäden in der Land- und Forstwirtschaft in Höhe von rund 16 Millionen Euro, Schäden im gewerblichen Bereich in Höhe von rund 126 Millionen Euro sowie Schäden im privaten Bereich mit rund 125 Millionen Euro. Hinzukommen Schäden an Landesstraßen.