Unfall bei Wäschenbeuren
: Mann von Sekundenschlaf übermannt – Ramadan-Fasten als Ursache?

Ein Unfall ereignet sich am Montag (23. Februar 2026) bei Wäschenbeuren. Der Mann gibt an, eingeschlafen zu sein – und nennt als Grund das strenge Fasten.
Von
SWP
Wäschenbeuren
Jetzt in der App anhören
Symbolbild - Polizei sichert Unfallstelle: ARCHIV - 12.06.2017, Bayern, Günzburg: Auf einem Polizeifahrzeug warnt eine Leuchtschrift vor einer Unfallstelle. (zu dpa: «Vier Tonnen Zementstaub blockieren Zapfsäule in Oberfranken») Foto: Stefan Puchner/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Bei einem Unfall bei Wäschenbeuren sind zwei Fahrzeuge zusammengestoßen (Symbolbild).

Stefan Puchner/dpa
  • Bei Wäschenbeuren stießen am Montag zwei Autos seitlich zusammen, niemand verletzt.
  • Ein 61-Jähriger gab an, wegen Ramadan-Fasten kurz eingeschlafen zu sein.
  • Unfallzeit: gegen 15.20 Uhr; Strecke: Wäschenbeuren Richtung Birenbach.
  • Sachschaden etwa 3000 Euro; beide Fahrer blieben unverletzt.
  • Gegen den mutmaßlichen Verursacher wird wegen gefährlichen Eingriffs ermittelt.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Wie die Polizei mitteilt, fuhr gegen 15.20 Uhr am Montag der 61-jährige Mann mit seinem Ford Transit von Wäschenbeuren in Richtung Birenbach. Seinen eigenen Angaben zufolge übermannte ihn aufgrund des Ramadan, des muslimischen Fastenmonats, der aktuell stattfindet, ein Sekundenschlaf und er geriet auf die Gegenfahrbahn. ​

Zeitgleich kam ihm ein 61-jähriger Mazda-Fahrer entgegen. Dieser reagierte noch rechtzeitig und konnte Schlimmeres verhindern. Die Autos stießen lediglich seitlich zusammen. Verletzt wurde bei dem Zusammenstoß niemand, der Sachschaden wird auf etwa 3000 Euro geschätzt. Beide Autofahrer wurden nicht verletzt. ​

Gegen den Unfallverursacher wird nun wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr ermittelt.

Was ist der Fastenmonat Ramadan?

Der Ramadan (arabisch „heißer Monat“) ist der muslimische Fastenmonat und der neunte Monat des islamischen Mondkalenders. In diesem Monat, der in diesem Jahr zufälligerweise mit der christlichen Fastenzeit zusammenfällt, gedenken Muslime der Offenbarung des Korans und verzichten von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang auf Essen, Trinken, Rauchen und Geschlechtsverkehr. Beim Fastenbrechen am Abend, dem sogenannten „Iftar“, kommt oft die ganze Familie zusammen. Viele Muslime lesen während des Ramadan intensiv den Koran und setzen sich mit ihrem Glauben auseinander.

Fasten ist für Muslime verpflichtend. Ausgenommen von der Pflicht sind Kinder, Kranke, Alte, Reisende, menstruierende Frauen, Frauen im Wochenbett, stillende Frauen und Schwangere. Kinder können mitfasten, müssen es aber nicht.