Uganda-Hilfe in Göppingen: Kindern eine Zukunft schenken: Engagement für eine bessere Welt

Ein 30-köpfiges Team stellte den emotionalen, geselligen Uganda-Abend in Rechberghausen auf die Beine – zusammen mit vielen Unterstützern. Koordinator Fabio Vercelli (vorne links) und der Vereinsvorsitzende Christian Gaus (vorne rechts) führten durch das Programm.
Privat- Spendengala in Rechberghausen: rund 320 Gäste unterstützen Schulprojekt in Uganda.
- St. Monica Junior School in Kasanje: Bau startete 2019, 2024 fertiggestellt, etwa 400 Kinder.
- Über 40.000 Euro Erlös an dem Abend, 2025 kamen 85.000 Euro Spenden zusammen.
- Nahezu alle Spenden fließen ins Projekt – nur 1000 Euro Verwaltung, Rest für Schule und Gesundheit.
- Neues Wasserprojekt: 16 Schulen erhalten Regenrinnen, Filter und Zisternen für etwa 7000 Schüler.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
„Kinderaugen zum Strahlen bringen“ – so lautete das Motto des Informations- und Begegnungsabends, zu dem das Göppinger Team der Uganda-Hilfe Unterland am Freitagabend rund 320 Gäste in Rechberghausen begrüßen konnte. Und es wurde tatsächlich viel gestrahlt im Haug-Erkinger-Saal angesichts der großen Unterstützung und des starken Engagements, mit denen der Verein das Schulprojekt St. Monica Junior School in Kasanje in Zentral-Uganda vorantreibt. Zum sechsten Mal fand die gesellige, emotionale, musikalische und kulinarische Spendengala mit viel lokaler Prominenz statt, die jedes Jahr zahlreiche Unterstützer findet. Der Abend machte einmal mehr deutlich, dass die Kinder, Eltern und Lehrer in Kasanje nicht vergessen werden.
Rund 400 Kinder drücken in Kasanje die Schulbank
Im Jahr 2019 begann der Bau der Schule für mittlerweile rund 400 Kinder, die 2024 fertiggestellt wurde. Ein Jahr später wurde eine separate Schulküche in Angriff genommen und ganz aktuell fiel der Startschuss für einen Sportcampus. „Die Kinder in Uganda haben es unglaublich schwer. Es mangelt an so Vielem, was für uns alltäglich ist. Sauberes Wasser, Elektrizität, Gesundheitsversorgung, Bildung und nicht zuletzt auch die Möglichkeit für Sport – es gab und gibt viel zu tun. Ich freue mich, dass es unserem Team gelungen ist, dank der großzügigen Hilfe vieler Unterstützer und Spender mittlerweile zumindest ein bisschen Dolce Vita für die Kinder nach Uganda zu bringen“, berichtete Fabio Vercelli, Vorstandsmitglied der Uganda-Hilfe Unterland.
Mit einer Powerpoint-Präsentation und eindrücklichen Bildern lieferte er einen Streifzug durch die vergangenen Jahre, zeigte den Baufortschritt der Schule und gab Einblicke in die letzten beiden Reisen des Teams in dieses kleine, sehr arme Land am Äquator. Im Februar hatte sich wieder eine Delegation des Uganda-Teams auf eigene Kosten aufgemacht nach Afrika, hat geholfen, wo es nötig war, intensiv Zeit mit den Kindern verbracht, neue Pläne geschmiedet und nicht zuletzt den vielen Unterstützern belegt, dass ihre Spenden ankommen und gut investiertes Geld sind.
Um den zahlreichen Gästen einen unterhaltsamen und zugleich informativen Abend zu bereiten, wurde ein buntes Programm auf die Beine gestellt: Die Präsentationen und Videos holten Uganda für einige Minuten direkt in den Schurwald, der Unterstufen-Chor des Göppinger Werner-Heisenberg-Gymnasiums unter der Leitung von Johanna Nägele sowie die Live-Band „Mimmo & Friends“ sorgten für Stimmung und musikalische Unterhaltung. Das leibliche Wohl garantierte ein Team des Alb-Fils-Klinikums, eine große Tombola sowie eine spontane Bilder-Auktion spülten Geld in die Kasse.

Der Unterstufen-Chor des Göppinger Werner-Heisenberg-Gymnasiums sorgte für Gänsehaut-Momente, die Texte der Lieder stimmten die Besucherinnen und Besucher nachdenklich.
Privat„Alleine mit unseren rund 30 Helfern im Uganda-Team hätten wir solch einen Abend niemals gestemmt bekommen. Ich möchte mich deshalb ganz herzlich für die überwältigende Großzügigkeit bei all denen bedanken, die uns Preise, Speisen, Getränke und die Location kostenfrei zur Verfügung gestellt haben. Auch die Band hat auf ihre Gage verzichtet, so dass sämtliche Erlöse den Kindern in Uganda unmittelbar zu Gute kommen“, erklärt Christian Gaus, Vorsitzender der Uganda-Hilfe Unterland.
Dass nahezu 100 Prozent der Spenden in Afrika ankommen, ist dem Verein seit jeher ein Herzensanliegen. Entsprechend transparent sind die Helfer, was ihre Finanzen betrifft: So gelang es im Jahr 2025, Spenden in Höhe von 85.000 Euro zu mobilisieren, von denen lediglich 1000 Euro für Verwaltungskosten genutzt wurden. Der Rest fließt in den Erhalt und den Bau von Gebäuden, die Gehälter der Lehrer, die Unterstützung der nahegelegenen Krankenstation und Vieles mehr.

Die Spender haben ein Herz für Uganda: Christian Gaus und Fabio Vercelli freuten sich an dem Abend über 41.500 Euro.
PrivatDie Arbeit im kleinen Dorf Kasanje geht nicht aus. „Bei unserer jüngsten Reise haben wir gesehen, dass sauberes Wasser eine zunehmende Herausforderung in der Region ist“, berichtete Fabio Vercelli. „Wir haben deshalb nun mit Unterstützung des Rotary-Clubs begonnen, ein großes Projekt zu starten, bei dem wir 16 Schulen vor Ort mit Regenrinnen, Filtersystemen und Zisternen ausstatten werden, um knapp 7000 Schüler mit Trinkwasser zu versorgen.“ Der Rotary Club Göppingen hatte 2024 dieses sogenannte Global Grant angestoßen. Global Grants fördern umfangreiche internationale Projekte. Ein Kraftakt, den die Göppinger Rotarier in ihrer fast 75-jährigen Geschichte noch nicht oft gestemmt haben. Unterstützt werden sie dabei vom Rotary-Club Göppingen-Stauferland und vielen anderen nationalen und internationalen Rotary-Clubs.
„Chance auf eine bessere Zukunft“
Eine Botschaft der Kinder aus Uganda hatte schließlich Dr. Don Denis Mpanga im Gepäck, Pfarrer der italienischen Gemeinde San Francesco in Göppingen und Initiator des Projekts in seinem Heimatland Uganda: „Durch das Projekt erhalten die Kinder eine Chance auf eine bessere Zukunft.“
Bevor „Mimmo & Friends“ noch für reichlich Dolce Vita auf der Tanzfläche im Schurwald sorgten, zog Fabio Vercelli eine erste Bilanz des Abends, die für tosenden Applaus sorgte: Durch Eintrittskarten, Spenden, eine Bilder-Auktion und den Verkauf der Tombola-Lose konnten mehr als 40.000 Euro für die St. Monica Junior School in Kasanje erlöst werden.
Etwa 150 Kinder leben auf dem Schulcampus
In der St. Monica Junior School in Kasanje, gut zwei Autostunden von der Hauptstadt Kampala entfernt, lernen derzeit knapp 400 Jungen und Mädchen lesen, schreiben und rechnen. Etwa 150 Kinder leben auf dem Campus, weil sie Waisen sind oder die Eltern zu weit weg wohnen. Eine Kita mit drei Vorschulklassen ist hier entstanden, Hauptprojekt ist die St. Monica Junior School, die 2012 eingeweiht wurde. Mit dem Bau des zweiten Schulgebäudes wurde 2019 begonnen, die oberste Etage wurde zu Schlafsälen für die Internatskinder ausgebaut. In diesem Jahr wurde die neue Küche eingeweiht.
