Weil die Trockenheit weiter anhält, darf auch weiterhin kein Wasser aus Oberflächengewässern im Landkreis entnommen werden. Das Landratsamt hat die entsprechende Allgemeinverfügung erneuert, „um das Ökosystem Oberflächengewässer zu schützen“, wie das Umweltschutzamt mitteilt.
In der Verfügung heißt es: „Der Gebrauch der oberirdischen Gewässer zum Baden, Schöpfen mit Handgefäßen, Tränken, Schwemmen sowie die Entnahme von Wasser in geringen Mengen für die Landwirtschaft, die Forstwirtschaft und den Gartenbau (sogenannter Gemeingebrauch) wird weiterhin untersagt.“ Ursprünglich war die Allgemeinverfügung vom 21. Juli befristet bis zum 31. August. „Die Erneuerung der Allgemeinverfügung wird nun notwendig, weil die Niedrigwassersituation im Kreis Göppingen weiter anhält. Eine nachhaltige Entspannung der Nie­drig­wasserlage ist nicht in Sicht“, schreibt die Behörde. Zwar seien für den heutigen Mittwoch Niederschläge vorausgesagt. „Diese können jedoch das diesjährige Niederschlagsdefizit über die Sommermonate nicht ausgleichen. Hierfür wären länger andauernde und flächenhaft ergiebigere Niederschläge erforderlich“, meint das Umweltschutzamt. Die weiteren Vorhersagen ließen auch mittelfristig keine ergiebigen Niederschläge erwarten, „sodass mit einer grundlegenden Änderung der derzeitigen Abflusssituation im Filseinzugsgebiet nicht zu rechnen ist“.
Vielmehr sei nach derzeitigem Stand davon auszugehen, dass sich die Wasserstände in den Oberflächengewässern voraussichtlich nicht vor Ende September stabilisiert haben werden. „Durch die geringe Wasserführung drohen weiterhin nicht nur dem Fischbestand, sondern insbesondere auch sämtlichen im Gewässer lebenden wassergebundenen Tieren und Pflanzen gravierende Schäden. Deshalb ist es zum Schutz des Ökosystems Oberflächengewässer weiterhin erforderlich, den Gemeingebrauch an oberirdischen Gewässern einzuschränken.“