Trockenheit im Kreis Göppingen
: Die Wasserstände in Flüssen und Bächen der Region sinken

Die Pegel von Fils, Lauter und Krumm gehen nach unten. Das Göppinger Umweltamt  warnt vor einer sich entwickelnden Niedrigwasserlage und baut auf die  Mithilfe der Bevölkerung.
Von
swp
Kreis Göppingen
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Wie auf diesem Archivbild aus Geislingen hat die Fils auch jetzt wieder extremes Niedrigwasser.

Fils mit extremem Niedrigwasser beim TVA-Platz Geislingen

Wie auf diesem Archivbild aus Geislingen hat die Fils auch jetzt wieder Niedrigwasser.

Markus Sontheimer
  • Trockenheit im Kreis Göppingen: Pegel von Fils, Lauter und Krumm sinken weiter.
  • Umweltamt warnt am Donnerstag, 28. Mai, vor sich entwickelnder Niedrigwasserlage.
  • Lokale Gewitter oder kurze Regengüsse stabilisieren die Pegel kaum.
  • Wasserentnahme aus Bächen verschärft Lage – Fische und andere Wasserbewohner sind gefährdet.
  • Landratsamt bittet: Kein Wasser aus oberirdischen Gewässern entnehmen; Pumpen meist erlaubnispflichtig.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Die Gewässer im Landkreis führen immer weniger Wasser, da die Niederschläge vor allem in den vergangenen zwei Monaten zu gering waren. Vor diesem Hintergrund warnt das Göppinger Umweltamt  vor einer sich entwickelnden Niedrigwasserlage. „Wenn die derzeit vorherrschende trockene Wetterlage anhält und keine nennenswerten Niederschläge fallen, werden die Pegelstände an den Gewässern weiter absinken oder fallen sogar ganz trocken“, heißt es in einer Pressemitteilung des Landratsamts vom Donnerstag, 28. Mai. Und: „Lokale Gewitterereignisse oder kurze Regengüsse helfen kaum, den Wasserstand zu stabilisieren.“ Nicht nur Flüsse und Bäche würden unter der Trockenheit der letzten Wochen leiden,  auch Hausgärten oder landwirtschaftliche Flächen seien betroffen, berichtet das Umweltamt.

Besonders Fische und andere Wasserbewohner sind gefährdet

Die Entnahme von Wasser aus Bächen und Flüssen, etwa zur Bewässerung dieser Flächen, könne die schon jetzt angespannte Situation weiter verschärfen, warnt die Behörde. „Das Zusammentreffen von niedrigen Wasserständen, erhöhten Wassertemperaturen und steigenden Schadstoffkonzentrationen beeinträchtigt die gesamte Gewässerökologie – besonders Fische und andere Wasserbewohner sind gefährdet“, heißt es in der Mitteilung weiter.

Das Landratsamt Göppingen appelliert an das Verantwortungsbewusstsein der Kreisbewohner: „Bitte entnehmen Sie in Zeiten der Niedrigwasserführung kein Wasser aus einem oberirdischen Gewässer!“

Im Übrigen weist das Umweltamt darauf hin, dass das Wasser aus Fließgewässern  bei normalen Wasserständen mit Eimern oder Gießkannen, erlaubnisfrei entnommen werden darf. Dies gelte jedoch nur, solange genügend Restwasser im Gewässer verbleibe. „Die Verwendung von Pumpen ist hingegen in der Regel erlaubnispflichtig.“ Wer die gesetzliche Regelung ignoriert, begeht eine Ordnungswidrigkeit und muss mit einem Bußgeld rechnen.

Momentan sei es zwar noch nicht notwendig,  die Wasserentnahme aus den Gewässern zu untersagen, schreibt das Landratsamt, „aber wenn die Wasserstände in den Gewässern noch weiter sinken, wird die Einschränkung der Wasserentnahme im Rahmen des Gemeingebrauchs aber nicht ausgeschlossen“.

Fachliche Anlaufstelle für Niedrigwasser

Weitere Informationen bezüglich Niedrigwasser und Wassermangel im Land bietet das Niedrigwasser-Informationszentrum Baden-Württemberg (NIZ).
Unter www.niz.baden-wuerttemberg.de werden Informationen zu Niedrigwasser und Wassermangel landesweit bereitgestellt. Als fachliche Anlaufstelle informiert das NIZ bei niedrigen Pegelständen in Grund- und Oberflächengewässern und gibt Auskunft zu vergangenen, aktuellen und prognostizierten Wassermengen und zur Wasserqualität im Land.