Tödliche Messerattacke in Göppingen: 24-Jähriger wegen Mordes angeklagt

Eine Wohnunterkunft in der Göppinger Metzgerstraße wurde in der Nacht vom 1. auf den 2. September 2023 Schauplatz eines schrecklichen Verbrechens.
StaufenpressEs war eine schreckliche Bluttat vergangenes Jahr in Göppingen: Der junge Mann soll eine 57-Jährige brutal mit einem Messer getötet haben. Dem 24-Jährigen wird zur Last gelegt, er habe sich am späten Abend des 1. September gewaltsam Zutritt zum Zimmer einer Göppinger Obdachlosenunterkunft verschafft und dort sein Opfer überrascht haben. In der Folge – so die Anklage – soll er wiederholt auf die arg- und wehrlose Frau eingestochen haben. Die 57-Jährige starb an Ort und Stelle aufgrund des hohen Blutverlustes durch die zahlreichen Stich- und Schnittverletzungen am gesamten Körper.
Heimtückischer Mord
Die Staatsanwaltschaft wertet dieses Verhalten in rechtlicher Hinsicht als heimtückischen Mord. Der Angeschuldigte machte bislang von seinem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch und schweigt. Er befindet sich seit seiner Festnahme wenige Tage nach der Tat in Untersuchungshaft. Der Polizei war es gelungen, den Mann mit marokkanischer Staatsangehörigkeit am Sonntag nach der Tat in seiner Wohnung in Donzdorf festzunehmen.
Psychiatrisches Gutachten
Aus welchen Motiven heraus er gehandelt hat, blieb bislang unklar. Die Anklagebehörde ließ ihn zur Frage seiner Schuldfähigkeit zur Tatzeit psychiatrisch begutachten. Der Sachverständige konnte nach seiner vorläufigen Einschätzung weder Anhaltspunkte für eine eingeschränkte noch für eine ausgeschlossene Schuldfähigkeit feststellen.
Im Falle einer Verurteilung droht dem Mann eine lebenslange Freiheitsstrafe.
Die 57-Jährige war Mutter von drei erwachsene Kindern. Die zwei jungen Frauen und ein Mann lebten zum Tatzeitpunkt zusammen mit ihrem Vater, von dem sich das Opfer getrennt hatte, in einem Mehrfamilienhaus in einem Göppinger Stadtbezirk.
