Tierschutz im Kreis Göppingen: Veterinäramt und Polizei nehmen uneinsichtigem Tierhalter sieben Rinder weg

Wegen unhaltbarer Zustände haben Behörden einem Tierhalter seine Rinder weggenommen (Symbolbild).
Lino Mirgeler/dpaDas Veterinäramt als Tierschutzbehörde und die Polizei haben am Montagvormittag einem Tierhalter im Landkreis sieben „erheblich vernachlässigte Rinder“ weggenommen, wie die Behörden in einer Pressemitteilung berichten.
Versorgung war mangelhaft
Ein Rinderhalter aus dem Landkreis Göppingen hat demnach seine Tiere auf fremden Flächen gehalten. Auf diesen Weideflächen habe sich kein ausreichender Witterungsschutz für die Tiere befunden. „Ebenso war die Versorgung mit Futter und Wasser mangelhaft. Zäune waren teils beschädigt beziehungsweise unterbrochen oder es fehlte die Stromversorgung für den Elektrozaun“, schreiben die Ermittler weiter.
Immer wieder ausgebrochen
Die Tiere seien oft ausgebrochen und hätten sich dabei auch auf anliegenden öffentlichen Straßen bewegt. Und: „Der Tierhalter war nicht zur Behebung der Problematiken bereit.“
Jetzt droht ein Strafverfahren
Neben dem Entzug der Rinder durch das Landratsamt mit Unterstützung von Kräften des Polizeipräsidiums Ulm ist zudem eine Untersagung der Rinderhaltung in Bearbeitung. Der Besitzer hat zudem mit einem Strafverfahren wegen der tierschutzrechtlichen Verstöße zu rechnen.