Tarifkonflikt im Kreis Göppingen
: Kitas, Verwaltungen und Nahverkehr erneut von Streik betroffen

Kurz vor der nächsten Verhandlungsrunde ruft die Gewerkschaft Verdi im Kreis Göppingen zum nächsten Streik am 11. und 12. März auf. Verdi fordert ein Plus von acht Prozent. Von dem Warnstreik betroffen sind auch Kitas und Teile des Nahverkehrs.
Von
Birgit Rexer
Kreis Göppingen
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Uhingen am Uditorium Warnstreik öffentlicher Dienst Verdi

Bereits Ende Januar hatte die Gewerkschaft zu Warnstreiks öffentlicher Dienst aufgerufen. Verdi fordert für die Beschäftigten acht Prozent mehr Entgelt.

Staufenpress
  • Verdi ruft im Kreis Göppingen zu Streiks am 11. und 12. März auf.
  • Streiks betreffen Kitas, Verwaltungen und Nahverkehr.
  • Verdi fordert 8% mehr Lohn und 3 zusätzliche freie Tage.
  • Am 10. März Warnstreik am Flughafen Stuttgart.
  • Nächste Verhandlungsrunde vom 14. bis 16. März.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Unmittelbar vor der dritten und vorerst letzten Verhandlungsrunde in der Tarifrunde im öffentlichen Dienst des Bundes und der Kommunen, erhöhe Verdi Baden-Württemberg in der kommenden Woche den Druck, schreibt die Gewerkschaft in einer Mitteilung.

Im Landkreis Göppingen wird am Dienstag (11.03.2025) und Mittwoch (12.03.2025) gestreikt.  „Der Aufruf zu dem Doppelstreiktag ging an alles im öffentlichen Dienst“, erklärt Benjamin Stein von der Gewerkschaft Verdi. „Wer genau teilnimmt, wissen wir noch nicht“, fügt der Gewerkschaftsvertreter hinzu. Der Aufruf ging aber an alle Bereiche des öffentlichen Dienstes von Stadtverwaltungen und Landratsämtern über Kitas, Kliniken, Sparkassen, Schwimmbäder, Bauhöfen, Jobcenter und Arbeitsagenturen, bis hin zu Stadtwerken und auch Teilen des öffentlichen Nahverkehrs.

Bereits am Freitag (07.03.2025) wurden bundesweite Warnstreiks am Montag (10.03.2025) an den Flughäfen angekündigt, im Land ist der Flughafen Stuttgart betroffen.

Streik am Montag am Flughafen Stuttgart

Am Dienstag (11.03.2025) findet um 11 Uhr eine Kundgebung der Gewerkschaft auf dem Esslinger Rathausplatz statt. Mit einer deutlichen Ausweitung der Arbeitsniederlegungen im ganzen Land wolle die Gewerkschaft die Blockade der Arbeitgeber bei allen Forderungen auflösen. „Bisher sind Bund und Kommunen Angebote in allen Punkten, vom Gehalt über zusätzliche freie Tage bis zu mehr Zeitsouveränität schuldig geblieben“, betont Verdi.

Die Gewerkschaft fordert in der Tarifrunde 2025 für die mehr als 2,5 Millionen Beschäftigten im öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen ein Plus von acht Prozent, mindestens aber 350 Euro mehr monatlich für Entgelterhöhungen und höhere Zuschläge für besonders belastende Tätigkeiten. Die Ausbildungsvergütungen und Praktikantenentgelte sollen um 200 Euro monatlich angehoben werden. Außerdem fordert Verdi drei zusätzliche freie Tage. Die dritte Verhandlungsrunde ist vom 14. bis 16. März angesetzt.

Bereits im Januar und Februar dieses Jahres gab es im Landkreis Warnstreiks im öffentlichen Dienst.