Tanken im Kreis Göppingen: Erste Tankstelle hebt den Preis für Diesel auf mehr als drei Euro

Kein KI-generiertes Bild, dieses Foto ist echt – aufgenommen um kurz nach 12 Uhr am Mittwoch, 16. September 2026, an der Agip/Eni-Tankstelle an der A8 in Gruibingen.
Tilman Ehrcke- An A8-Raststätte in Gruibingen verlangte erstmals über 3 Euro je Liter Diesel.
- Um 12 Uhr zeigte die Agip/Eni-Station 3,029 Euro für Diesel – Super kostete 2,859.
- Abseits der Autobahn war Diesel deutlich günstiger: in Heiningen 44 Cent, in Göppingen 45 Cent weniger.
- Bundesweit stieg E10 im Tagesdurchschnitt auf 2,273 Euro, Diesel auf 2,404 Euro.
- ADAC: Ölpreis und Euro-Dollar-Kurs erklären das Niveau nur teilweise – neuer Diesel-Höchststand möglich.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Es hatte sich seit dem Wochenende bereits angedeutet: Erstmals hat eine Tankstelle im Kreis Göppingen die Grenze von drei Euro für einen Liter Diesel durchbrochen. Um 12 Uhr sprang am Mittwoch die Preisanzeige an der Agip/Eni-Tankstelle der Raststätte Gruibingen-Süd an der A8 auf 3,029 Euro. Super kostete zu diesem Zeitpunkt 2,859.
Teuer tanken an der Autobahn
Allerdings ist auch bekannt, dass an Autobahn-Raststätten die Preise generell teils exorbitant teurer sind als abseits der Fernstraßen. So kostete am Mittwoch zur selben Zeit ein Liter Diesel in Heiningen 44 Cent weniger, an der günstigsten Tankstelle in Göppingen 45 Cent weniger.
Übers Wochenende war auch der Preis für Superbenzin der Sorte E10 auf ein neues Rekordhoch gestiegen. Im bundesweiten Tagesdurchschnitt des Sonntags kostete ein Liter 2,273 Euro, wie der ADAC mitteilte. Das waren 1,7 Cent mehr als am Freitag. Diesel legte sogar um 3,5 Cent zu. Ein Liter kostete am Sonntag im Tagesschnitt 2,404 Euro und war damit nur noch 4,3 Cent von seinem Rekord aus dem April entfernt. In Göppingen lag der günstigste Preis für E10 am Mittwochmittag nach 12 Uhr bei 2,379 Euro.
Nach Ansicht des ADAC rechtfertigen der neuerliche Anstieg des Ölpreises sowie der Euro-Dollar-Wechselkurs das aktuelle Preisniveau an den Zapfsäulen jedoch nur teilweise. Unter anderem argumentiert der Verkehrsclub damit, dass der Ölpreis auch nach dem aktuellen Anstieg noch unter früheren Spitzenwerten liegt, E10 aber dennoch so teuer wie nie zuvor ist.
Ende April habe Rohöl der für Europa wichtigen Sorte Brent in etwa so viel gekostet wie jetzt. „Super E10 lag damals jedoch nur bei etwa 2,10 Euro je Liter. Für Verbraucherinnen und Verbraucher ist diese Entwicklung nur schwer nachvollziehbar“, sagte eine Sprecherin.
Neuer Höchststand nicht ausgeschlossen
Der ADAC sieht jedoch „keine Anhaltspunkte dafür, dass Diesel im Tagesdurchschnitt die Marke von drei Euro je Liter erreichen wird. Dafür müsste es auf den internationalen Ölmärkten zu einer nochmals deutlich stärkeren Preissteigerung kommen.“ Ein neuer Höchststand bei Diesel sei aber nicht ausgeschlossen, wenn sich die geopolitische Lage weiter verschärfe. (mit dpa)

