Stuttgart 21 verspätet sich weiter: Fürs Filstal und Remstal kommt Stuttgart 21 nicht vor dem Jahr 2032

Bahnchefin Evelyn Palla hat die erneute Verschiebung der Eröffnung von Stuttgart 21 bestätigt.
Marijan Murat/dpa- Stuttgart 21 wird laut Bahnchefin Evelyn Palla erst 2031 fertig – jedoch nur teilweise.
- Fern- und großer Teil des Regionalverkehrs sollen dann im Durchgangsbahnhof halten.
- Züge von und nach Bad Cannstatt bleiben bis Jahresmitte 2032 am Kopfbahnhof.
- Filstal und Remstal wären betroffen, da ihre Regionalzüge über Cannstatt fahren.
- Die Kosten steigen auf 14,5 Milliarden Euro, der Revisionsbericht bleibt unter Verschluss.
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Was längst durchgesickert war, ist jetzt auch ganz offiziell: Auf einer Pressekonferenz am Flughafen Stuttgart hat Bahnchefin Evelyn Palla bestätigt, dass Stuttgart 21 erst im Jahr 2031 fertig wird – aber nur teilweise. Der neue Tiefbahnhof soll dann noch nicht vollständig in Betrieb gehen, laut Pallas halten dann der Fernverkehr und große Teile des Regionalverkehrs im Durchgangsbahnhof. Lediglich Züge aus und in Richtung Bad Cannstatt könnten erst ab 2032 in den Durchgangsbahnhof einfahren, für diese werde bis Jahresmitte 2032 der alte Kopfbahnhof weiterbetrieben.
Cannstatt bleibt vorläufig abgehängt
Das würde bedeuten: Auch der Regionalverkehr aus und nach Göppingen und dem Filstal sowie dem Remstal wäre davon betroffen, weil diese Züge alle über Cannstatt fahren. Damit bleiben die unzuverlässigen Verbindungen mit vielen Verspätungen und Zugausfällen wohl noch länger bestehen. Konkret äußerte sich Palla dazu aber nicht, auch die ebenfalls anwesende Verkehrsministerin Nicole Razavi (CDU) aus Salach nicht.
Die Kosten für das Projekt steigen erneut, jetzt sollen statt geplanter 11,5 Milliarden 14,5 Milliarden Euro zu Buche schlagen. Der Revisionsbericht, der die Mängel und Pannen des Projekts aufzeigt, bleibt jedoch unter Verschluss. Palla machte klar, dass er der Öffentlichkeit nicht zugänglich gemacht wird. Auch Razavi erklärte, den Bericht nicht zu kennen.
