Streik im Kreis Göppingen
: Busfahrer legen an zwei Tagen die Arbeit nieder

Verdi ruft auch in dieser Woche wieder zum Arbeitskampf auf. Drei Unternehmen im Landkreis sind betroffen.
Von
SWP
Kreis Göppingen
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Göppingen ZOB Streik ÖPNV Busfahrer Verdi

Seit Wochen streiken die Busfahrerinnen und Busfahrer im Landkreis immer wieder, das Bild zeigt eine Streikversammlung Mitte Januar am ZOB in Göppingen.

Giacinto Carlucci
  • Busfahrer streiken im Kreis Göppingen am Dienstag und Mittwoch, 3 Unternehmen betroffen.
  • Verdi ruft wegen stockender Verhandlungen zum Warnstreik auf; 9000 Beschäftigte betroffen.
  • Kundgebungen in Tübingen und Schwarzwald geplant.
  • Verdi fordert 9% mehr Lohn, WBO bot 7,5% über 36 Monate an.
  • Nächste Verhandlungsrunde am 13. Februar.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

„Um den Stillstand in den Verhandlungen für die rund 9000 Beschäftigten im privaten Omnibusgewerbe in Baden-Württemberg zu beenden, ruft Verdi unmittelbar vor der vierten Verhandlungsrunde zu weiteren Warnstreiks auf“, teilt die Dienstleistungsgewerkschaft mit. Am Montag streiken Betriebe in Heilbronn, Neckarsulm, Esslingen und erneut Schwäbisch Hall, bevor am Dienstag und Mittwoch in weit über 30 Betrieben zumeist zweitägig die Arbeit niedergelegt wird – auch im Kreis Göppingen. Hier seien an beiden Tagen die Beschäftigten folgender Unternehmen aufgerufen, die Arbeit niederzulegen: Omnibusverkehr Göppingen OVG, Hildenbrand GmbH, Frank & Stöckle. Das dürfte wieder für erhebliche Einschränkungen im Busverkehr an beiden Tagen sorgen.

Kundgebungen in Tübingen und im Schwarzwald

Am Dienstag werden Streikende aus vielen Betrieben nach Tübingen zu einer gemeinsamen Streikkundgebung mit Beschäftigten im öffentlichen Dienst kommen und anschließend nach Hechingen zu einer Kundgebung vor einem Betrieb fahren. Am Mittwoch versammeln sich Streikende aus mehreren Betrieben bei zwei Unternehmen im Schwarzwald.

Der Verband Baden-Württembergischer Omnibusunternehmen e.V. (WBO) hatte nach Angaben von Verdi zwar in der dritten Runde am 31. Januar ein konkretes Angebot vorgelegt, „doch dieses bleibt weit hinter den Erwartungen der Fahrerinnen und Fahrer zurück“, schreibt die Gewerkschaft und ergänzt: „Vorgeschlagen wurden als Inflationsausgleich lediglich dreimal 2,5 Prozent mehr Lohn über einen Zeitraum von 36 Monaten. Auch für die betriebliche Altersvorsorge liegt nun ein Angebot auf dem Tisch, das jedoch nur schrittweise über drei Jahre eine bescheidene Verbesserung von drei Prozent vorsieht.“

Die vierte Verhandlungsrunde findet am Donnerstag, 13. Februar, statt. Verdi fordert für die rund 9000 Beschäftigten im privaten Omnibusgewerbe unter anderem neun Prozent mehr Entgelt sowie 100 Euro mehr im Monat für die Auszubildenden bei einer Laufzeit von zwölf Monaten.