Verkehr in BW: ADAC warnt: „Eines der schlimmsten Stauwochenenden“ – Starke Auslastung bei der Bahn

Der ADAC warnt zu Ferienbeginn in Baden-Württemberg und Bayern vor einem der "schlimmsten Stauwochenenden der Saison".
Staufenpress, Pixabay, Matthias BalkEndlich heißt es auch für die Kinder des Südens: Sommerferien! Baden-Württemberg ist am Donnerstag, 27. Juli, in die Ferien gestartet. Am Freitag (28. Juli) ist der letzte Unterrichtstag in Bayern, das als allerletztes Bundesland in die langen Ferien startet. Und das führt zu vollen Autobahnen in ganz Deutschland.
Zweite Reisewelle und Reiserückkehrer: Autobahnen werden voll
Deshalb warnt der ADAC am letzten Juli-Wochenende vor einem der „schlimmsten Stauwochenenden der Saison“. Denn aus Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland sowie dem Norden der Niederlande drohe eine zweite Reisewelle. Dort haben kürzlich die Ferien begonnen. Und dann befinden sich viele Menschen aus Nordrhein-Westfalen und Teilen Skandinaviens auf der Heimreise, denn dort beginnt wiederum bald wieder die Schule (in NRW am Montag, 7. August). Bereits vor dem Wochenende ist mit einem starken Reise- und Ausflugsverkehr auf den Fernstraßen des Südwestens zu rechnen.
Etwas Erleichterung verspricht laut ADAC das zusätzliche Lkw-Ferienfahrverbot, das seit Samstag (1. Juli) bis Ende August immer samstags von 7 bis 20 Uhr gilt. Lkws mit einem zulässigen Gesamtgewicht von über 7,5 Tonnen, die gewerbliche Güter transportieren, sowie LKW mit Anhänger dürfen in diesem Zeitraum nicht auf den Autobahnen fahren.
Die am stärksten belasteten Stau-Strecken
Auf diesen Routen in Bayern und Baden-Württemberg ist in beiden Richtungen mit deutlich mehr Verkehr zu rechnen:
A3 Frankfurt – Nürnberg – Passau
A5 Hattenbacher Dreieck – Karlsruhe – Basel
A6 Mannheim – Heilbronn – Nürnberg
A7 Hamburg – Hannover und Würzburg – Ulm – Füssen/Reute
A8 Karlsruhe – Stuttgart – München – Salzburg
A9 Halle/Leipzig – Nürnberg – München
A81 Stuttgart – Singen
A93 Inntaldreieck – Kufstein
A95/B2 München – Garmisch-Partenkirchen
A99 Umfahrung München
Warnung vom ADAC: Wann es die meisten Staus gibt
Der ADAC erwartet Stau-Spitzenzeiten auf den Autobahnen am Freitagnachmittag, Samstagvormittag und Sonntagnachmittag. Wer flexibel ist, sollte über ruhigere Alternativrouten oder auf einen anderen Reisetag ausweichen. Besser fürs Reisen geeignet sind die Tage von Dienstag bis Donnerstag.
Baustellen: Auf diesen Strecken stockt der Verkehr
Auch über die Urlaubs- und Reisezeiten hinaus droht an einigen Stellen im Südwesten Staugefahr. Denn Baustellen behindern dort den Verkehr.:
- Unter anderem auf der A8 zwischen München und Stuttgart in beiden Richtungen, zwischen Anschlussstelle Aichelberg und Anschlussstelle Kirchheim (Teck)-Ost.
- Ebenso auf der A8 zwischen Stuttgart und Karlsruhe in beiden Richtungen zwischen Pforzheim-Süd und Pforzheim-Nord.
- Auf der B10 zwischen Eislingen-Ost und Süßen ist wegen Bauarbeiten ebenfalls mit erheblichen Verkehrsbehinderungen zu rechnen. Somit ist auch die beliebte Ausweichstrecke zwischen Ulm und Stuttgart beeinträchtigt.
Hohe Auslastung: Deutsche Bahn empfiehlt Sitzplatzreservierung
Wer das Auto lieber stehen lässt, umgeht zwar den Stau, sollte jedoch trotzdem gut vorplanen – denn auch bei der Bahn wird mit einer deutich höheren Auslastung gerechnet, insbesondere bei Verbindungen zum Bodensee, in den Schwarzwald und zu weiteren beliebte Touristenzielen. „In der Regel ist insbesondere das Wochenende zum Ferienstart besonders reisestark“, teilte ein Sprecher der Deutschen Bahn (DB) gegenüber der Deutschen Presseagentur mit. Generell sei die Auslastung an den Wochenenden höher.
Reisende sollten sich vorab online über ihre Verbindung informieren. In der App oder auf der Webseite der Bahn sehe man auch, wie stark einzelne Züge nachgefragt seien. Zudem empfahl die Bahn eine Sitzplatzreservierung.
Meiste Flüge ab Stuttgart am Freitag erwartet
Am Stuttgarter Flughafen rechnet man mit dem verkehrsreichsten Tag am Freitag, 28.07.. „Wir erwarten einen stabilen Betrieb“, sagte der Sprecher der Geschäftsführung, Ulrich Heppe, mit Blick auf die Sommerferien. Zu Spitzenzeiten, früh am Morgen oder am späten Nachmittag, werde es eng am Terminal. Es sei wichtig, dass Passagiere ein bisschen Geduld mitbringen und gut vorbereitet sind, sagte Heppe. Reisende sollten zwischen zwei und drei Stunden vor Abflug am Flughafen sein.


