
Stadtentwicklung in Göppingen: AOK verlagert Kundenzentrum in die Innenstadt

Gute Laune beim Spatenstich in der Schützenstraße 17: (von links) Architekt Peter Dauner, AOK-Geschäftsführerin Heike Kallfass, Geschäftsführerin Linda Wurster von der gleichnamigen Baufirma, OB Alex Maier und Wohnbau-Geschäftsführer Thomas Felgenhauer.
Giacinto Carlucci- AOK Neckar-Fils zieht mit Kundenzentrum und Gesundheitszentrum in die Göppinger Innenstadt.
- Neubau Schützenstraße 17: vier Geschosse – unten AOK, oben acht Wohnungen.
- Kundencenter im Erdgeschoss mit barrierefreiem Zugang, Bushaltestelle wird integriert.
- Eislinger Kundencenter wechselt nach Göppingen, rund 26 Mitarbeitende arbeiten künftig dort.
- Wohnbau, Stadt und AOK betonen Stadtaufwertung durch Mischnutzung und moderne Angebote.
Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.
Die Dimensionen des Bauvorhabens der kommunalen Wohnbau Göppingen in der City sind beachtlich: gut 1100 Quadratmeter Gewerbefläche und acht neue Wohnungen, mehr als elf Millionen Euro Investitionssumme. Mit dem Spatenstich am Neubau in der Schützenstraße am Mittwoch lüftete die Wohnbau jetzt auch das Geheimnis, wer die gewerblichen Flächen in dem viergeschossigen Neubau beziehen wird. Es ist die AOK Neckar-Fils, die ihr Kundenzentrum vom Hauptstandort an der Rosenstraße in der Göppinger Nordstadt ebenso in die Innenstadt verlagern wird wie das Kundenzentrum in Eislingen.
Mit dem Umzug des Kundencenters vom großen AOK-Haus in der Rosenstraße wechseln rund 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an den neuen Standort in der Schützenstraße. „Das AOK-Haus in der Rosenstraße bleibt weiterhin Arbeitsort für die Mitarbeitenden aus dem Backoffice“, stellt die AOK auf Nachfrage klar, sagt aber auch: „Eine Entscheidung über die zukunftsorientierte Nutzung der Immobilie, die sich im Eigentum der AOK Baden-Württemberg befindet, fällt zu gegebener Zeit im Rahmen weiterer strategischer und kundenorientierter Überlegungen.“
Auch das Kundencenter Eislingen wird perspektivisch mit der Inbetriebnahme des neuen Gebäudes an den Standort Göppingen verlagert. „Die Entscheidung dafür hat der Bezirksrat der AOK Neckar-Fils als gewähltes Selbstverwaltungsgremium vor zwei Jahren einstimmig getroffen“, teilt eine Sprecherin mit. Sechs weitere Mitarbeiter wechseln von Eislingen nach Göppingen.
Zwei Geschosse für die AOK
An der Stelle in der Schützenstraße, wo jetzt gebaut wird, klaffte über Jahre eine Baulücke im Stadtbild. Wohnbau, Stadtverwaltung und AOK sehen im Schließen dieser Lücke eine deutliche Aufwertung für die Schützenstraße und die angrenzende Poststraße. „Der Neubau schafft an einem prominenten Innenstadt-Standort eine neue räumliche Qualität, setzt einen hochwertigen baulichen Akzent und trägt zu einem attraktiven Stadtbild bei“, heißt es in einer gemeinsamen Presseerklärung. An der Adresse Schützenstraße 17 wird die AOK die zwei unteren Geschosse belegen. Dort entstehen „zeitgemäße Arbeitsplätze“ und räumlich gebündelte gesundheitsbezogene Angebote. Im Erdgeschoss ist das Kundencenter vorgesehen, wo Mitglieder persönlich beraten werden -- mit barrierefreien Zugängen und in zentraler Lage. Die Bushaltestelle Schützenstraße wird direkt in das Gebäude integriert.

Mit dem Baubeginn in der Schützenstraße 17 am Mittwoch nimmt ein wichtiges Stadtentwicklungsprojekt Gestalt an. In einer großen Baulücke errichtet die Wohnbau Göppingen einen viergeschossigen Neubau. Das Gebäude vereint ein AOK-Kundencenter mit einem Gesundheitszentrum sowie moderne Arbeitsplätze und acht Wohnungen unter einem Dach.
Wohnbau GöppingenIm ersten Obergeschoss ist ein Gesundheitszentrum vorgesehen. Laut der Mitteilung sollen dort neben Beratungsbüros auch Flächen für Bewegung, Entspannung und Ernährung zur Verfügung stehen. Flexible Raumstrukturen ermöglichen gesundheitsbezogene Kursformate.
„Investition in die Zukunft“
„Mit dem neuen Standort schaffen wir in Göppingen moderne Rahmenbedingungen für eine zeitgemäße und persönliche Beratung unserer Versicherten“, sagt Heike Kallfass, Geschäftsführerin der AOK Neckar-Fils. „Dabei bleiben wir dem Standort und den Menschen in der Region eng verbunden.“ Dadurch, dass das Gesundheitszentrum integriert wird, werde das AOK-Angebot um einen wichtigen Baustein ergänzt: Gesundheitsförderung und Prävention. „Der Neubau ist damit eine Investition in die Zukunft – für unsere Versicherten ebenso wie für unsere Mitarbeitenden.“
In den oberen beiden Geschossen entstehen acht Wohnungen mit 640 Quadratmetern Gesamtwohnfläche. Diese Mischnutzung soll dazu beitragen, dass das Gebäude nicht nur tagsüber genutzt wird, sondern das Umfeld zu unterschiedlichen Tageszeiten belebt ist. In der Mitteilung zum Baustart ist von einem „konkreten Mehrwert“ die Rede, den der Neubau für Versicherte, Beschäftigte, Bewohner und Besucher der Innenstadt schaffe.
Anspruchsvolle Planung
Der Entwurf haben Wohnbau und AOK zusammen mit dem Göppinger Architekturbüro Dauner/Rommel/Schalk auf die Bedingungen des Standorts und die künftigen Nutzungen abgestimmt. Auch Empfehlungen des Gestaltungsbeirats seien eingeflossen. Teil der Planung sind zwei unterschiedliche Fluchtwege, Fahrradabstellplätze sowie eine Tiefgarage mit Platz für 18 Autos.
Wohnbau-Geschäftsführer Thomas Felgenhauer erklärt: „Die Entwicklung dieses Grundstücks war wegen der innerstädtischen Lage, des Brandschutzes und der veränderten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen anspruchsvoll.“ Gemeinsam mit der AOK und der Stadt sei es aber gelungen, „ein tragfähiges Konzept zu entwickeln, das städtebauliche Qualität, verlässliche Partnerschaft und wirtschaftliche Umsetzbarkeit verbindet“. Felgenhauer spricht von einem „deutlichen Impuls für den Standort“. Eine frühere Planung sei wegen geringer Flächeneffizienz und gestiegener Kosten nicht weiterverfolgt worden.
Lob vom Oberbürgermeister
Alex Maier sagt: „Mit diesem Vorhaben schließen wir nicht nur eine Lücke im Stadtbild. Wir schaffen mitten in Göppingen einen Ort, an dem Gesundheit, Service, moderne Arbeit und Wohnen sinnvoll zusammenkommen. Das ist ein starkes Signal für eine lebendige und zukunftsfähige Innenstadt.“
