Stadt Uhingen schlägt Alarm: Asiatische Tigermücke: Neuer Verdachtsfall im Kreis

Vorsicht Krankheitsüberträger: Die Asiatische Tigermücke.
dpaNachdem im vergangenen Jahr die erste Asiatische Tigermücke im Landkreis Göppingen im Uhinger Stadtteil Holzhausen festgestellt wurde, gibt es nun erneut einen Verdachtsfall in Holzhausen. Das geht aus einer Mitteilung der Stadt Uhingen hervor. Das Gesundheitsamt im Göppinger Landratsamt und die Stadt warnen vor den Insekten, da sie Wirte von mehr als 20 Viren sein können, beispielsweise dem gefährlichen Zika-, Dengue-Virus oder dem West-Nil-Fieber.
Erkrankungsrisiko steigt mit den Temperaturen
Das Risiko, an dieser oder ähnlichen Krankheiten zu erkranken, steigt von Jahr zu Jahr. Auslöser sind die immer wärmer werdenden Temperaturen und eben die Asiatische Tigermücke (Aedes albopictus). Um die Verbreitung der tagaktiven und stark an den Menschen angepassten Mücke zu unterbinden, ist es sehr wichtig, dass jegliche Brutmöglichkeiten im Garten, auf Terrassen und Balkonen beseitigt werden.
Zu den bevorzugten Brutstätten der Asiatischen Tigermücke gehören alle Arten von kleinen und stehenden Wasseransammlungen im Garten. Diese entstehen in Blumentopf-Untersetzern, Gießkannen, Eimern, Planschbecken oder verstopften Dachrinnen. Da die Eier Trockenheit und auch kalte Winter überstehen können, sollten die Behälter nach dem Auskippen des Wassers gründlich gereinigt werden. Um erneute Wasseransammlungen zu verhindern, empfiehlt es sich, alle Behältnisse umgedreht oder wenn möglich unter einem Dach zu lagern. „Das ist keine Panikmache, sondern ein Hinweis, der ernst genommen werden sollte“, macht Markus Malcher, Hauptamtsleiter der Stadt Uhingen, deutlich. Schließlich steige nun einmal das Gesundheitsrisiko allein durch den Umstand an, dass es erneut einen Verdachtsfall gibt.
Stadt Uhingen bittet Bevölkerung um Hilfe
Damit sich das Insekt, das aufgrund der weißen Streifen beziehungsweise Punkte auffällig ist, nicht hier ausbreitet, bitten Uhinger Stadtverwaltung und das Gesundheitsamt um Mithilfe. Wer so eine auffällig gemusterte Stechmücke, die nie größer als ein 1-Cent-Stück ist und weiß gestreifte Hinterbeine hat, sieht, sollte sie fotografieren und die Fotos oder auch die Exemplare an das Gesundheitsamt schicken.
Wurde eine Population der Tigermücke festgestellt, bekämpft der Verein Kommunale Aktionsgemeinschaft zur Bekämpfung der Schnakenplage (KABS) diese mit einem biologischem Wirkstoff, wobei das Einverständnis der Grundstückseigentümer notwendig ist.
Foto Wenn Sie eine Asiatische Tigermücke bei sich vermuten: Senden Sie Fotos per E-Mail an gesundheitsamt@lkgp.de. Wer Fotos schickt, den bittet das Gesundheitsamt darum, die erlegte Mücke zum Größenvergleich auf kariertes Papier oder neben eine 1-Cent-Münze zu legen.