Spendenaktion für Göppinger
: Oktay Bozkurt kämpft gegen aggressive Form von Knochenkrebs

Im Dezember 2023 bekommt Oktay Bozkurt die Diagnose Krebs. Seitdem kämpft der heute 24-jährige Faurndauer gegen die tückische Krankheit. An diesem Donnerstag (23.07.2026) steht die nächste OP in der Uniklinik Ulm an.
Von
Susann Schönfelder
Göppingen
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24-Jähriger Oktay Bozkurt aus Göppingen kämpft seit 2023 gegen Osteosarkom mit Lungenmetastasen: Tante sammelt für ergänzende Behandlungen

Der 24-jährige Oktay Bozkurt aus Göppingen kämpft seit 2023 gegen ein Osteosarkom mit Lungenmetastasen. Trotz vieler Rückschläge gibt er die Hoffnung nicht auf, der Daumen zeigt zumindest meistens nach oben.

GoFundMe
  • Göppingens Oktay Bozkurt, 24, kämpft seit 2023 gegen ein Osteosarkom mit Lungenmetastasen.
  • Ärzte stufen die Krankheit als unheilbar ein – es geht um gewonnene Lebenszeit.
  • Am Donnerstag (23.07.2026) steht in der Uniklinik Ulm eine große OP mit geöffnetem Brustkorb an.
  • Geplant ist die Entfernung von Metastasen in Lunge und Zwerchfell, danach folgt eine Bestrahlung.
  • GoFundMe-Spendenaktion läuft: Ziel 50.000 Euro, bis Mittwochvormittag waren rund 45.000 Euro da.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Vor wenigen Wochen bekam Oktay Bozkurt die niederschmetternde Nachricht: Die behandelnden Ärzte sagten ihm, dass seine Krankheit unheilbar sei. „Es geht darum, Lebenszeit zu gewinnen und ihm noch zwei bis drei Jahre zu schenken“, sagt Pamela Menzel. Die Göppingerin hat auf der Plattform „GoFundMe“ für ihren schwerkranken Neffen eine Spendenaktion gestartet. Rund 45.000 Euro sind bisher auf dem Konto eingegangen. „Das ging relativ schnell. Dass so viel zusammenkommt, hätten wir nicht gedacht. Damit können wir was anfangen“, meint die Tante des Patienten.

Zunächst stand eine Amputation im Raum

Seit knapp drei Jahren kämpft der  24-jährige Faurndauer gegen eine der aggressivsten Formen von Knochenkrebs – ein Osteosarkom. Im Dezember 2023 hatte er die Diagnose bekommen, „seitdem ist er dauerhaft in Behandlung“, erzählt seine Tante. Der Tumor saß im linken Knie. Zahlreiche  Chemotherapien und eine große Operation folgten. „Es war zunächst sogar eine Amputation im Gespräch“, berichtet Pamela Menzel. Dies konnte jedoch verhindert werden, Oktay Bozkurt hat bis heute beide Beine – dank künstlicher Knochen und Gelenke. Doch 2025 der nächste Schock: Die Ärzte stellten Metastasen in der Lunge fest. Wieder ein Eingriff.

In diesem Jahr setzte sich das Martyrium fort. „Die Metastasen kommen immer wieder und werden immer größer“, erzählt die Tante. Trotz Chemo mit heftigen Nebenwirkungen, die Chemotherapie in Tablettenform half nicht. Durch die Metastasen habe sich viel Flüssigkeit in der Lunge gesammelt, was zu starken Atembeschwerden und großen Schmerzen führte. Oktay Bozkurt musste deshalb mehrfach ins Krankenhaus: „Es wurden eineinhalb Liter Wasser aus der Lunge geholt.“ Fieber kam hinzu, eine Lungenentzündung. Dem jungen Mann wurde daher dauerhaft ein Schlauch gelegt, um das Wasser zu entziehen.

Nächste Operation, danach Bestrahlung

Die letzte Untersuchung im Juni 2026 brachte nun erneut niederschmetternde Nachrichten: weitere Metastasen und ein Fortschreiten der Erkrankung. Oktay Bozkurt steht wieder eine schwere Operation bevor: Am Donnerstag (23.07.2026) wird er an der Uniklinik Ulm operiert. „Eine ganz große OP, der Brustkorb wird komplett geöffnet“, berichtet seine Tante. Die Metastasen in der Lunge und am Zwerchfell sollen entfernt werden, auch an der Schilddrüse hat sich der Krebs bereits breit gemacht. Anschließend steht eine Bestrahlung an.

Auch wenn die Ärzte eine Heilung ausschließen, möchte der Patient die Hoffnung nicht aufgeben. Diese Nachricht im Juni habe Oktay ziemlich aus der Bahn geworfen, erzählt seine Tante: „Er hat nichts mehr gemacht, war nur noch in seinem Zimmer und hat geschlafen.“ Die erfolgreiche Spendenaktion habe ihm jedoch wieder Mut gemacht, zudem hätten viele Freunde und Bekannte geklingelt. Das soll für ergänzende und alternative Behandlungsmöglichkeiten verwendet werden, die mit hohen Kosten verbunden seien und von der Krankenkasse nicht übernommen werden, sagt Pamela Menzel. Außerdem brauchte Oktay Bozkurt ein neues Bett, das andere war zu tief. „Er kann nur noch mit dem linken Lungenflügel atmen“, erklärt seine Tante. Körperlich sei er nicht fit, ständige Chemotherapien machten eine Reha unmöglich. Das Gute jedoch: „Er kann aber am Alltag teilhaben.“ Psychisch fällt der 24-Jährige verständlicherweise immer wieder mal in ein Loch. Wegen seiner schweren Erkrankung kann er schon lange nicht arbeiten, die Lehre musste er abbrechen. „Ihm steht nur ein sehr geringes Einkommen zur Verfügung“, verdeutlicht die Göppingerin die finanzielle Not, die zu den Sorgen hinzukommt.

Freunde und Familie stehen ihm bei

Pamela Menzel macht kein Hehl daraus, dass die Situation sehr belastend für die ganze Familie ist: „Man lebt irgendwie. Es kämpfen alle und geben die Hoffnung nicht auf. Freunde und Familie stehen ihm bei, er hat ein gutes Netzwerk“, findet die Tante Trost in dieser schwierigen Lage.„ Aber wenn man hautnah mitkriegt, welche schlimmen Schmerzen er hat und wie er leidet, ist das wirklich schwer.“

Die Spendenkampagne läuft noch

Aktion Wer Oktay Bozkurt unterstützen möchte, kann über die Plattform von „GoFundMe“ spenden: https://www.gofundme.com/f/oktay-kampft-gegen-den-krebs-er-will-leben. Den Aufruf hat seine Tante ins Leben gerufen. Das Spendenziel sind 50.000 Euro, bis Mittwochvormittag (22.07.2026, 11.30 Uhr) waren gut 45.000 Euro zusammengekommen.

Erkrankung Das Osteosarkom ist laut Wikipedia der häufigste primäre bösartige Knochentumor,  im Volksmund häufig als „Knochenkrebs“ bezeichnet. Das Osteosarkom zeichnet sich durch aggressives Wachstum mit Zerstörung des umliegenden Knochens und gegebenenfalls Gelenks aus. Es metastasiert frühzeitig über die Blutbahn in die Lunge. Zum Zeitpunkt der Diagnosestellung haben bereits 20 Prozent der Patienten Metastasen und geschätzt etwa weitere 60 Prozent nicht sichtbare Mikrometastasen.