SOS-Kinderdorf in Schorndorf: „Könnte mir vorstellen, bei SOS-Kinderdorf zu arbeiten“

Celine Bernhardt ist heute selbst Erzieherin. Sie kann sich vorstellen, auch einmal für das SOS-Kinderdorf zu arbeiten.
SOS-Kinderdorf/privat- Celine Bernhardt, einst Bewohnerin im SOS-Kinderdorf Schorndorf, ist heute Erzieherin.
- Sie erwägt, später dort zu arbeiten, um ihre Erfahrungen einzubringen.
- SOS-Kinderdörfer bieten Kindern in Not Schutz, Geborgenheit und Unterstützung.
- In Deutschland helfen 5310 Mitarbeitende in 38 Einrichtungen über 134.000 Menschen.
- Der Verein unterstützt auch international Projekte in 108 Ländern.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Wenn Kinder Probleme mit ihren Eltern haben, die Eltern krank sind oder die Situation daheim sonst irgendwie nicht mehr zumutbar ist, sind sie da: Die SOS-Kinderdörfer in ganz Deutschland springen ein, wenn Kinder und Jugendliche ein Zuhause weg von Zuhause brauchen. Dort erhalten sie Unterstützung, Schutz und vor allem Geborgenheit.
Celine Bernhardt war einmal eines dieser Kinder. „Da ich als Kind sehr viel mit meiner Mutter gestritten habe und sie gesundheitlich stark angeschlagen war, war es notwendig und sinnvoll, von zu Hause auszuziehen. So bin ich im Jahr 2009 im Alter von 12 Jahren in das SOS-Kinderdorf Württemberg nach Oberberken gekommen“, erzählt sie in einer Mitteilung des SOS-Kinderdorfs.
„Ich habe mich dort sehr wohlgefühlt“
Im Kinderdorf hatte Celine Bernhardt eine gute Zeit: „Im Kinderdorf kam ich zu vielen gleichaltrigen Kindern, wir waren untereinander schnell befreundet, mit manchen enger, mit anderen weniger eng, bis auf normale Streitereien kamen wir sehr gut miteinander aus.“ Im Kinderdorf herrschte kein strenger Ton, ganz im Gegenteil, wie Celine Bernhardt berichtet. „Wir hatten sehr viele Freiheiten im Kinderdorf: Jeder hatte sein Zimmer, das die Erzieherinnen und Erzieher in der Regel auch nicht betreten haben; jeder durfte seine Freunde treffen oder in die Stadt gehen. Wir mussten lediglich Bescheid sagen, was wir machen.“ Regeln gab es natürlich trotzdem. So mussten die Kinder jeden Abend pünktlich zum Essen zu Hause sein, morgens zuverlässig in die Schule, dann Hausaufgaben erledigen. „Den Umständen entsprechend war es eine schöne Zeit“, sagt Celine Bernhardt heute.
Zuneigung und liebevoller Umgang waren im Kinderdorf allgegenwärtig, betont sie in der Mitteilung des SOS-Kinderdorfs. „Ich habe mich dort sehr wohlgefühlt, und bin sehr früh selbstständig geworden. Das war unseren Erzieherinnen und Erziehern ein großes Anliegen. Sie haben alles dafür getan, uns auf das Leben nach SOS-Kinderdorf vorzubereiten.“ Mit 17 Jahren zog sie aus dem Kinderdorf aus, absolvierte ein Freiwilliges Soziales Jahr und anschließend eine Ausbildung zur Kinderpflegerin.
Die eigenen Erfahrungen einbringen
Heute ist sie verheiratet und hat zwei Kinder. Doch die Verbindung zum SOS-Kinderdorf ist geblieben. „Da ich mit meiner Familie in Schorndorf wohne, ist das Kinderdorf in meiner Nähe. Meiner Mutter geht es heute wieder gut und wir haben regelmäßig Kontakt. Auch bin ich öfters zu Besuch in der Einrichtung, ganz wichtig ist mir dies am Muttertag. Es ist immer schön, meine alten Erzieherinnen und Erzieher wiederzusehen, zwei sind noch in dem Haus, in dem ich gewohnt habe.“ Und damit nicht genug, denn: „Sobald meine Kinder älter sind, könnte ich es mir gut vorstellen, bei SOS-Kinderdorf zu arbeiten. Die Anliegen der Kinder und Jugendlichen würde ich auf jeden Fall gut verstehen.“
Kindern und Jugendlichen in schwierigen Lagen helfen
SOS-Kinderdorf bietet Kindern in Not ein Zuhause und hilft dabei, die soziale Situation benachteiligter junger Menschen und Familien zu verbessern. In SOS-Kinderdörfern wachsen Kinder, deren leibliche Eltern sich aus verschiedenen Gründen nicht um sie kümmern können, in einem familiären Umfeld auf. Sie erhalten Schutz und Geborgenheit und damit das Rüstzeug für ein gelingendes Leben. Der SOS-Kinderdorfverein begleitet Mütter, Väter oder Familien und ihre Kinder von Anfang an in Mütter- und Familienzentren. Er bietet Frühförderung in seinen Kinder- und Begegnungseinrichtungen.
Jugendlichen steht er zur Seite mit offenen Angeboten, bietet ihnen aber auch ein Zuhause in Jugendwohngemeinschaften sowie Perspektiven in berufsbildenden Einrichtungen. Ebenso gehören zum SOS-Kinderdorf e.V. die Dorfgemeinschaften für Menschen mit geistigen und seelischen Beeinträchtigungen. In Deutschland helfen in 38 Einrichtungen insgesamt rund 5310 Mitarbeitende. Der Verein erreicht und unterstützt mit seinen über 805 Angeboten rund 134.000 Menschen in erschwerten Lebenslagen in Deutschland. Darüber hinaus finanziert der deutsche SOS-Kinderdorfverein Programme in 17 Fokusländern und ist in 108 Ländern mit Patenschaften aktiv.
Mehr Informationen unter www.sos-kinderdorf.de
