SEK-Einsatz im Kreis Göppingen: Der erste Todesfall im Land in Folge eines Taser-Einsatzes

Ein Polizeibeamter demonstriert ein Distanz-Elektroimpulsgerät (DEIG oder auch Taser) im Trainingsmodus ohne scharfe Munition.
Rolf Vennenbernd/dpa- 71-Jähriger stirbt nach Taser-Einsatz durch SEK in Schlierbach – erster Fall dieser Art in Baden-Württemberg.
- Einsatz erfolgte am 5. Mai 2023 – Mann bedrohte Ehefrau mit Messer und verbarrikadierte sich.
- Staatsanwaltschaft Ulm prüft Rechtmäßigkeit des Einsatzes und mögliches Fehlverhalten der Beamten.
- Polizei Göppingen: Keine weiteren Todesfälle durch Taser in Baden-Württemberg bekannt.
- Taser-Einsatz in Baden-Württemberg bisher nur beim SEK des Göppinger Präsidiums zugelassen.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Nachdem bereits im Mai ein 71-Jähriger aus Schlierbach wenige Tage nach dem Einsatz eines Tasers in der Klinik gestorben war, ermittelt die Staatsanwaltschaft Ulm in einem Vorermittlungsverfahren, ob der Taser-Einsatz rechtmäßig war und ob den Beamten ein strafrechtlich relevantes Verhalten zur Last gelegt werden muss. Unklar war bislang, ob es weitere Fälle dieser Art im Land gab.
Keine weiteren Todesfälle bekannt
Lediglich beim SEK im Göppinger Präsidium Einsatz sind die Elektroimpulswaffen in Baden-Württemberg bislang im Einsatz. Dessen Pressesprecher hat nun auf Anfrage mitgeteilt: „Uns sind keine weiteren Todesfälle, für die die Anwendung des Tasers möglicherweise ursächlich war, bekannt.“
Am 5. Mai dieses Jahres wurde eine 57-jährige Frau in Schlierbach durch ihren 71-jährigen Ehemann in der gemeinsamen Wohnung an der Hölzerstraße mit einem Messer bedroht. Laut des damaligen Polizeiberichts habe sich der Mann „mutmaßlich in einem psychischen Ausnahmezustand“ befunden. Die Frau konnte flüchten, in der Folge verbarrikadierte sich der Mann in der Wohnung und wurde von Spezialkräften nach Einsatz des Tasers überwältigt.

