Andritz, der Mutterkonzern des Göppinger Pressenbauers Schuler, hat 2022 bei Auftragseingang, Umsatz und operativem Ergebnis die besten Werte seiner Unternehmensgeschichte erzielt. In das neue Geschäftsjahr ist der österreichische Technologiekonzern mit einem Rekord-Auftragsbestand von rund zehn Milliarden Euro gestartet. Das gute Polster bilde zusammen mit einem straffen Kosten- und Projektmanagement sowie der erfolgreichen Trendwende im Geschäftsbereich Metals mit der Schuler-Gruppe auch für 2023 die Grundlage für weiteres Wachstum und Rentabilitätssteigerungen, teilt der Konzern mit.
Die Aktionärinnen und Aktionäre sollen – die Zustimmung der Hauptversammlung vorausgesetzt – mit einer deutlichen Dividendenerhöhung auf 2,10 Euro je Aktie an der hervorragenden Geschäftsentwicklung teilhaben. Im vergangenen Jahr waren es 1,65 Euro gewesen.

Auftragseingang erreicht mit 9,3 Milliarden Euro Rekordwert

Der Auftragseingang erreichte mit 9,3 Milliarden Euro einen Rekordwert und lag damit deutlich über dem Vorjahr, nämlich mit einem Plus von 17,6 Prozent. Alle vier Geschäftsbereiche hätten zu dieser Steigerung beigetragen. Der Umsatz entwickelte sich 2022 ebenfalls erfreulich und erreichte laut Andritz mit 7,5 Milliarden Euro einen neuen Höchststand. Das operative Ergebnis knackte mit 648 Millionen Euro ebenso alle Rekorde.
Vorstandsvorsitzender Dr. Joachim Schönbeck blickt auch positiv in die Zukunft: „Andritz beweist eine sehr robuste Wachstumskraft und gute Ergebnisqualität. Dabei schätzen wir unser Wachstumspotenzial über 2023 hinaus zuversichtlich ein, weil wir in allen Geschäftsbereichen innovative Technologien und Lösungen bereithalten, die unseren Kunden dabei helfen, die Dekarbonisierung, Kreislaufwirtschaft und umweltgerechte Energieerzeugung voranzutreiben.“

„Beitrag zur Elektromobilität in Europa“

Die Andritz-Tochter Schuler werde zusammen mit der 2022 übernommenen Sovema Group Produktionsanlagen für die geplanten Gigafabriken zur Fertigung von Lithium-Ionen-Batteriezellen auf den Markt bringen. „Damit können die Unternehmen einen wesentlichen Beitrag zum Erfolg der Elektromobilität in Europa leisten“, ist der Konzern überzeugt. Andritz ist ein internationaler Technologiekonzern und liefert Anlagen, Systeme, Ausrüstungen und Serviceleistungen für unterschiedliche Industrien. Die Österreicher hatten Schuler 2020 komplett übernommen.