Schule in Göppingen: Staatssekretär Dr. Andre Baumann zu Besuch an der LeNa

Staatssekretär Dr. Andre Baumann (2. von links) und OB Alex Maier haben sich die LeNa genauer angeschaut. Leiterinnen Daniela Kiesel (links) und Melanie Neth erklären das Konzept.
Tilman Ehrcke- Staatssekretär Dr. Andre Baumann besuchte am 3.12.2025 die Lebendige Naturschule (LeNa) in Göppingen.
- Fokus des Besuchs: nachhaltige Bioökonomie und das pädagogische Konzept der jungen Schule.
- LeNa kombiniert Montessori-Pädagogik, Naturraumpädagogik und Themen wie Nachhaltigkeit und Demokratie.
- Projekte wie Bienenhaltung, Naturtage und Lehrküche fördern nachhaltiges Handeln der 20 Grundschulkinder.
- Geplant: Erweiterung um eine Sekundarstufe und intensivere Kooperation mit der Universität Hohenheim.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Dr. Andre Baumann, Staatssekretär des Umweltministeriums, hat am vergangenen Mittwoch, 3.12.2025, die Freie Lebendige Naturschule (LeNa) besucht, um sich vor Ort über das besondere pädagogische Konzept sowie die praxisnahe Umsetzung der Nachhaltigen Bioökonomie in der Grundschule zu informieren. Begleitet wurde er vom Göppinger Oberbürgermeister Alex Maier, der sich ebenfalls ein Bild von der Entwicklung der jungen Schule machte.
Nach einem Jahr in einer Interimslösung konnte die LeNa laut Mitteilung der Schule im aktuellen Schuljahr ihr neues Gebäude mit großem Garten beziehen – ein Standort, der sowohl durch seine gute Erreichbarkeit als auch durch die unmittelbare Nähe zu Parks und Wald überzeugt. Die Gründerinnen, Daniela Kiesel und Melanie Neth, führten durch die Räume und zeigten, wie Lernen in einer vorbereiteten Umgebung, ganzheitliche Naturerfahrungen, Partizipation und ein wertschätzendes Lernklima zusammenwirken.
Praxisnahes Curriculum
Aktuell besuchen 20 Kinder der Jahrgangsstufen 1–3 die LeNa. Die pädagogischen Schwerpunkte liegen auf Montessori-Pädagogik, Naturraumpädagogik und einem ganzheitlichen Konzept, das Friedensbildung, Achtsamkeit, Demokratiebildung, Ethik und Nachhaltigkeit verbindet. Als Pilotschule für Nachhaltige Bioökonomie arbeitet die LeNa eng mit der Universität Hohenheim zusammen und entwickelt ein praxisnahes Curriculum, das künftig Lehrkräften den Zugang zu diesem zukunftsweisenden Thema erleichtern soll.
Während des Rundgangs erhielten die Gäste vielfältige Einblicke: Von Bienen- und Pilzprojekten der Kinder über selbst hergestellte Schopftintling-Tinte bis hin zu Naturtagen im Lernwald und dem lebenspraktischen Arbeiten in der Kinderküche. Deutlich wurde, wie konsequent die Schule biologische Ressourcen erfahrbar macht, natürliche Kreisläufe sichtbar werden lässt und damit Wertschätzung für Natur und Umwelt fördert. Auch der nachhaltige Ausbau des Schulgebäudes – etwa durch Lehmputz, Upcycling und Schreinermöbel aus Stiftungsmitteln – fand laut Mitteilung große Aufmerksamkeit.
Expansion ist geplant
Staatssekretär Dr. Andre Baumann betonte die Bedeutung des Ansatzes: „Die LeNa zeigt eindrucksvoll, wie Bildung und gelebte Nachhaltigkeit Hand in Hand gehen. Hier wird Bioökonomie nicht nur erklärt, sondern im Alltag erfahrbar gemacht – das ist wichtig, denn wer als Kind von der Natur als Meisterin der Nachhaltigkeit lernt, kann auch als Erwachsener die Prinzipien der Bioökonomie anwenden und weitergeben.“
Der Oberbürgermeister würdigte das Engagement der Schulgemeinschaft: „In dieser Schule spürt man, mit wie viel Herzblut, Kreativität und Gemeinschaftsgeist gearbeitet wird. Die LeNa bereichert unsere Stadt und setzt wichtige Impulse für zukunftsorientiertes Lernen.“
Auch die Gründerinnen zogen ein positives Fazit des Besuchs: „Es freut uns sehr, dass unser Konzept auf so großes Interesse stößt. Unser Ziel ist es, Kindern einen Ort zu bieten, an dem sie individuell lernen, Natur erleben und verantwortungsbewusst handeln können – wir danken allen, die diesen Weg mit uns gehen“, werden sie in der Mitteilung zitiert. Die LeNa plant in den kommenden Jahren den Aufbau einer Sekundarstufe und möchte ihre Kooperation mit der Universität Hohenheim weiter vertiefen, um langfristig ein umfassendes Bildungsangebot im Bereich Nachhaltige Bioökonomie zu gestalten.
