Schüsse in Göppingen: Bluttat in der Bar: Polizei sucht nach diesem Mann

Ein Fahndungsfoto der Polizei: Die Ermittler suchen nach diesem Mann, der sich zur Tatzeit in der Nähe der Bar aufgehalten haben soll.
Polizei- Polizei sucht nach einem Mann im Zusammenhang mit tödlichen Schüssen in Göppingen.
- Ein 29-Jähriger wurde in einer Bar erschossen, zwei weitere Gäste schwer verletzt.
- Fahndungsfotos eines Verdächtigen veröffentlicht; 18-24 Jahre, schwarze Kleidung, 1,75m groß.
- Zeugen werden gebeten, Hinweise zu geben; Polizei sieht keine Gefahr für die Öffentlichkeit.
- Verbindung zu kriminellen Gruppen aus Stuttgart wird geprüft.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Am Abend des 2. Oktober betrat ein Unbekannter kurz vor 22 Uhr die Shorty‘s Bar in der Göppinger Gartenstraße und eröffnete sofort das Feuer: Der Schütze soll – einer Hinrichtung gleich – einem 29-Jährigen gezielt in den Kopf geschossen haben. Der Mann wurde bei dem Anschlag getötet, zwei weitere Gäste kamen schwerverletzt in die Klinik und wurden operiert. Zur Aufklärung der Tat wurde die Sonderkommission „Kurz“ eingerichtet.

Großeinsatz nach der Bluttat: In der Shorty's Bar wurde am 2. Oktober ein 29-Jähriger erschossen.
Marius Bulling/dpaDie Ermittlungen laufen seither auf Hochtouren. Neben umfangreichen Spurensicherungen am und im Umfeld des Tatorts wurden auch zahlreiche Zeugen befragt, heißt es in einer gemeinsamen Pressemitteilung von Staatsanwaltschaft Ulm und Polizei. Zudem hätten Spezialisten die möglichen Abläufe des Anschlags rekonstruiert. Die Kriminalpolizei Ulm gehe den Erkenntnissen weiterhin nach, um die Bluttat aufzuklären.
Im Rahmen der intensiven Ermittlungen habe die Polizei auch Videoaufnahmen im Tatortbereich gesichtet. Hierbei konnten Bilder eines Mannes gesichert werden, der bislang nicht identifiziert werden konnte. Dieser hielt sich im Tatzeitraum in Tatortnähe auf. „Es ist nicht auszuschließen, dass der Mann mit der Tat in Verbindung gebracht werden oder in sonstiger Weise etwas zur Tataufklärung beitragen kann“, heißt es in der Mitteilung. Das Amtsgericht Ulm habe die Veröffentlichung der Lichtbilder mit Beschluss vom 6. November genehmigt.
Der etwa 18 bis 24 Jahre alte Mann trug zum Aufnahmezeitpunkt der Bilder offenbar schwarze oder dunkle Kleidung. Hinweis der Ermittler: Bei den Fahndungsbildern handelt es sich um Originalaufnahmen zur Nachtzeit. Die dargestellte Farbe der Bekleidung kann deshalb abweichen. Der Mann ist etwa 1,75 Meter groß und hat eine schlanke Statur. Er hat dunkles, etwa schulterlanges Haar, welches gebunden werden kann.
Kripo bittet um Zeugenhinweise
Die Kriminalpolizei Ulm bittet nun Zeugen, die den Mann kennen oder etwas zu seinem Aufenthaltsort sagen können, sich über das eingerichtete Hinweistelefon unter Telefon (0731) 188-4999 zu melden. Nach Einschätzung der Polizei liegen derzeit weiterhin keine Hinweise auf eine Gefahr für die Bevölkerung durch den flüchtigen Täter vor. Auch ein Zusammenhang mit Konflikten von kriminellen Gruppen im Großraum Stuttgart in der Vergangenheit wird im Rahmen der Ermittlungen weiterhin geprüft.
Die Polizei sucht auch weiterhin Zeugen, die über die Angaben zu den veröffentlichten Lichtbildern hinaus Hinweise zum Täter oder zum Tatablauf machen können. Diese werden gebeten, sich über das Hinweistelefon oder unter Telefon (0731) 188-0 zu melden.
Das ist bisher zu der Bluttat bekannt
Der unbekannte Täter soll am Abend des 2. Oktober die Shorty‘s Bar in der Göppinger Gartenstraße betreten und sofort das Feuer eröffnet haben. Er erschoss einen 29-Jährigen und verletzte zwei weitere Gäste schwer. Der Täter soll mit einer Maschinenpistole bewaffnet gewesen sein. Er flüchtete in Richtung Bahnhof und wurde bis jetzt nicht gefasst. Gesucht wird ein Mann, der etwa 18 bis 24 Jahre und 1,70 bis 1,80 Meter groß und schlank sein soll. Auch die Tatwaffe ist bisher nicht auffindbar, eine akribische Suche von Polizeitauchern in der Fils blieb erfolglos. Viel mehr geben Polizei und Staatsanwaltschaft nicht preis und berufen sich auf ermittlungstaktische Gründe, Täterwissen soll nicht öffentlich werden. Dazu zählen die Zahl und Art der Verletzungen, genauso wie die Frage, wie viele Schüsse der Todesschütze abfeuerte. Auch die Nationalität der drei Opfer wurde bislang nicht offiziell bestätigt, es soll sich aber um Angehörige einer syrischen Familie handeln.

