Rotes Kreuz im Kreis Göppingen
: Neue Notarztwache im Rekordtempo gebaut

An der Öde in Göppingen ist ein zusätzlicher Notarzt-Standort eingeweiht worden. Wie  die Menschen  im unteren Filstal und im Göppinger Westen davon profitieren.
Von
red
Göppingen
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Die neue Notarztwache an der Christophsbadallee im Gebiet Öde. Sie wurde am Donnerstag,  17. September 2026 eingeweiht.

Die neue Notarztwache an der Christophsbad-Allee im Gebiet Öde. Sie wurde am Donnerstag eingeweiht.

DRK
  • Neue Notarztwache an der Christophsbad-Allee in Göppingen wurde am Donnerstag eingeweiht.
  • Standort zwischen Klinikum Christophsbad und Schulzentrum Öde – schneller für westliches Stadtgebiet.
  • Bau in Rekordzeit und im Finanzplan; Investition rund 1,4 Mio. Euro, erste Fördermittel fließen.
  • Wache täglich 8 bis 20 Uhr mit Notarzt und Notfallsanitäterinnen und -sanitätern besetzt.
  • Tag der offenen Tür: Samstag, 19. September, 11 bis 14 Uhr, mit Infos, Bewirtung und Angeboten für Kinder.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Gerade einmal ein Jahr ist vergangen, seit der Kreisverband Göppingen des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) zum Spatenstich an der neuen Notarztwache im Göppinger Westen eingeladen hatte. Jetzt wurde sie mit vielen Gästen eingeweiht. Nicht nur die Sonne strahlte am Donnerstagnachmittag, als Peter Hofelich, der Präsident des DRK-Kreisverbands, die Vertreter von Verwaltungen, politischen Gremien und nicht zuletzt aus den Reihen der Mitarbeiter des DRK-Kreisverbands zu der Feierstunde willkommen hieß. Zwischen dem Göppinger Klinikum Christophsbad und dem Schulzentrum Öde gelegen, werde eine neue Notarztwache dazu beitragen, dass die Notfallversorgung gerade im Göppinger Westen und in den Städten im unteren Filstal noch schneller erfolgen könne. Diese Hoffnung vertritt der DRK-Kreisverband in einer Pressemitteilung.

Interimswache war schon da

Ein Gutachten zum Rettungsdienst im Landkreis hatte vor vier Jahren ergeben, dass im Westen Göppingens ein Notarzteinsatzfahrzeug stationiert werden sollte. So könnten die Menschen im westlichen Stadt- und Kreisgebiet in Notfällen schneller versorgt werden. „In der Christophsbad-Allee wurde gemeinsam mit dem Klinikum Christophsbad ein idealer Standort gefunden.“ Dort war bereits im Dezember 2023 eine Interimswache eingerichtet worden. Nun wurde daraus ein reguläres Gebäude.

„Wir sind, gemeinsam mit den Planern und Bauunternehmen, stolz darauf, dass das Bauwerk in Rekordzeit realisiert werden konnte. Nicht nur der Zeitplan, sondern auch der Finanzplan hatte eingehalten werden können.“ Rund 1,4 Millionen Euro hatte der Kreisverband investiert – und war ein Risiko eingegangen, als er mit dem Bau begann, obwohl das Land noch keine Förderzusage gemacht hatte. Dank des Sondervermögens des Bundes habe das Projekt dann doch kurzfristig berücksichtigt werden können. „Erste Fördermittel sind ausbezahlt,“ heißt es in der Mitteilung.

Die neue Wache – sie ist täglich von 8 bis 20 Uhr mit einem Notarzt und Notfallsanitäterinnen und -sanitätern besetzt – bietet nun auf knapp 250 Quadratmetern ausreichend Raum und „attraktive Arbeitsplätze für unsere Mitarbeitenden“, betonte Hofelich.

Dies ist ein großer Tag der Freude für den gesamten Landkreis.
Peter Hofelich
Präsident des DRK-Kreisverbands Göppingen

Ronny Biehle, Geschäftsführer der AOK Neckar-Fils, verwies auf die zahlreichen Herausforderungen im Gesundheitswesen. Er betonte das gute Miteinander im Bereichsausschuss für das Rettungswesen, wo die Entscheidung für den Bau der zusätzlichen Notarztrettungswache gefallen war.

Klaus Pavel, in seiner Funktion als stellvertretender Vorsitzender des DRK-Landesverbands Baden-Württemberg, ging auf die veränderte Kliniklandschaft ein. Und er zeigte sich überzeugt: „Die Entfernungen werden noch größer werden.“ Auch die Ärztedichte werde nachlassen. Darauf gelte es  zu reagieren. Der DRK-Kreisverband Göppingen sei einer der ersten Kreisverbände im Land gewesen, der „über die künftigen Strukturen des Rettungsdienstes nachgedacht“ habe. Denn: „Es ist klug, in das Gesundheitswesen zu investieren.“

Fünf Minuten schneller als vom Eichert

„Dieser Tag markiert einen bedeutenden Meilenstein. Wir als Verpächter sind stolz darauf, dazu einen Beitrag leisten zu können“, betonte Oliver Stockinger vom Klinikum Christophsbad. Er bezeichnete den Standort mit seiner unmittelbaren Nähe zur B10 als ideal. Er sei ausgesucht worden unter den Aspekten der strategischen Weitsicht, verbunden mit maximaler Funktionalität.

Weit über 6000 Mal im Jahr werden Notärzte im Landkreis zu Einsätzen gerufen, teilt das DRK mit. „Von hier aus sind sie fünf Minuten schneller im unteren Filstal als vom Eichert aus“, betonte Dr. Ingo Hüttner, Geschäftsführer des Alb-Fils-Klinikums. Die Rettungswache trage zur „soliden Versorgung im Landkreis“ bei.

Die Menschen können sich umschauen und informieren

Tag der offenen Tür  An diesem Samstag, 19. September, ist die interessierte Bevölkerung zu einem Tag der offenen Tür eingeladen. Von 11 bis 14 Uhr erläutern Fachleute vor Ort die Strukturen der Notarztwache sowie die des Rettungsdienstes im Landkreis. Es gibt eine Bewirtung und Angebote für junge Besucher.

Renate Liebrich vom gleichnamigen Architekturbüro betonte die ökologischen Aspekte, die berücksichtigt worden seien. Zu ihnen gehöre eine Fotovoltaik-Anlage mit angeschlossener Wärmepumpe ebenso wie ein begrüntes Dach. Die funktionalen Innenräume seien nicht nur praktisch, sie strahlten auch eine wohltuende Atmosphäre aus, sagte Liebrich laut der Mitteilung. Sie überreichte Hannah Roder, der Leiterin der DRK‑Rettungswache Göppingen, symbolisch den Schlüssel – der heutzutage  allerdings ein überdimensionaler Transponder ist!

Die  nächsten Projekte des DRK

Zukunft Peter Hofelich verwies auf die weiteren Vorhaben des DRK-Kreisverbands.

Die Container der Interimswache werden von der Öde nach Schnittlingen gebracht, wo sie weiterhin vom DRK für eine neue Interimswache genutzt werden.

In Bartenbach ist das Ende der vorläufigen Containerlösung in Sicht. Noch in diesem Jahr werde mit dem Bau einer neuen Rettungswache begonnen.