Rettungseinsätze im Kreis Göppingen
: Zwei neue Notarztstandorte verbessern die Versorgung im Notfall

Die Versetzung der Notärzte in Geislingen ins DRK-Zentrum und der Bau der DRK-Notarztwache „Öde“ in Göppingen tragen zur besseren Versorgung der Menschen im Kreis Göppingen im Notfall bei.
Von
SWP
Kreis Göppingen
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Notarztstandort in Geislingen

Ein neuer Standort der Notärzte ist seit dem Vorjahr die DRK-Rettungswache in Geislingen. Mit der Notarztwache an der Öde in Göppingen gibt es einen zweiten neuen Standort im Kreis, der die Versorgung bei einem Notfall verbessert.

DRK-Kreisverband
  • Zwei neue Notarztstandorte im Kreis Göppingen verbessern die Notfallversorgung.
  • Standortwechsel der Notärzte nach Geislingen und Bau der Notarztwache "Öde" in Göppingen.
  • Neue Hilfsfrist von 12 Minuten, alte Frist von 15 Minuten wird vorerst beibehalten.
  • DRK-Kreisverband erwartet weitere Zuschüsse, bis zu 90% der Baukosten.
  • Zahl der Notarzteinsätze und Krankentransporte leicht rückläufig.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

„Die notärztliche Versorgung der Menschen des Landkreises in Notfällen konnte im vergangenen Jahr deutlich verbessert werden – und zwar von Geislingen bis Ebersbach“, betont Alexander Sparhuber, Geschäftsführer des DRK-Kreisverbandes Göppingen. Insbesondere im unteren Filstal und im westlichen Bereich von Göppingen seien die Notärzte seit dem Bau der Interims-Notarztwache „Göppingen-Öde“ in unmittelbarer Nachbarschaft zum Berufsschulzentrum und zum Klinikum Christophsbad deutlich schneller an ihrem Einsatzort. „Wir werden noch in diesem Jahr mit dem Bau der dauerhaften Notarztwache beginnen“, informiert der Geschäftsführer kurz vor dem europäischen Tag des Notrufes am 11. Februar.

Beim Bau der Notarztwache „Göppingen-Öde gehen wir in Vorleistung“, betont der DRK-Kreisgeschäftsführer. „Denn leider wurde unser Förderantrag im vergangenen Jahr nicht berücksichtigt.“ Was sicherlich auch daran liege, dass die Landesregierung regelmäßig nicht genügend Fördermittel bereitstelle. „Es gibt aus den Vorjahren einen Förderstau für den Bau von dringend notwendigen Notarzt- und Rettungswachen von rund 60 Millionen Euro“, weiß Alexander Sparhuber. Er zeigt sich überzeugt, dass der DRK-Kreisverband zwar Zuschüsse in Höhe von bis zu 90 Prozent vom Land Baden-Württemberg erhalten wird. „Die Frage ist, wann. Bis dahin müssen wir zwischenfinanzieren.“ Er geht von 1,4 Millionen Euro Baukosten aus.

DRK hofft auf Zuschüsse für die Notarztwache

Eine zweite wichtige Neuerung, die den Menschen insbesondere im östlichen Landkreisgebiet zugutekommt, war der Umzug der Notärzte vom Geislinger Gesundheitszentrum Helfenstein in die DRK-Rettungswache. „Das verkürzt die Ausrückzeit deutlich“, erklärt Andreas Bachmann, der Leiter des Rettungsdienstes des DRK-Kreisverbandes Göppingen. „Auch hier konnte also die Versorgung der Menschen in Notfällen mit notärztlicher Beteiligung erheblich verbessert werden“, bekräftigen Alexander Sparhuber und Andreas Bachmann.

Zudem wurde im vergangenen Jahr die Verkürzung der bisherigen 15-minütigen Hilfsfrist durch die Änderung des Landesrettungsdienstgesetzes beschlossen. Die Hilfsfrist ist die Zeit, die es von der Alarmierung bis zum Eintreffen der Notärzte beziehungsweise der Rettungskräfte am Notfallort dauert. Weil das Land die Vorgaben zur Ermittlung der neuen Hilfsfrist aber noch nicht ausformuliert hat, „wird aktuell noch die alte 15-minütige Hilfsfrist erfasst“, erklärt Andreas Bachmann. Er unterstreicht: „Wir sind in 96,67 Prozent aller Alarmierungen innerhalb dieser Frist am Einsatzort. Das ist weiterhin Spitzenwert im Land.“ Die Umsetzung der zwölfminütigen Hilfsfrist werde organisatorische Maßnahmen und weitere Rettungsmittel erfordern. Erste Schritte seien mit den beiden neuen Standorten Maßnahmen im vergangenen Jahr bereits umgesetzt worden, schreibt der DRK-Kreisverband.

Der DRK-Rettungsdienst im Landkreis Göppingen

Dem Rettungsdienst des DRK-Kreisverbandes gehören 158 Mitarbeitende an. Aktuell werden 20 Notfallsanitäterinnen und -sanitäter ausgebildet.

Andreas Bachmann, der Leiter des DRK-Rettungsdienstes, verzeichnet einen leichten Rückgang der Einsatzzahlen im vergangenen Jahr. So waren die Rotkreuzler 13.225 (2023: 13.323) Mal von den Kollegen der integrierten Leitstelle alarmiert worden. Der Leiter des DRK-Rettungsdienstes erklärt dies mit der sogenannten Vorabdelegation. Die erlaubt den Notfallsanitätern deutlich mehr Indikationen als in früheren Jahren. Die Notärzte rückten 7145 Mal aus (2023: 7747). Auch die Zahl der Krankentransporte sank von 15.119 auf 14.692 im Jahr 2024.