Rätselhafte Schilder in Göppingen
: Deutschlands kuriosestes Schild – Bußgeld für offene Schnürsenkel?

Schuhe binden! Sofort! Dazu fordert ein Schild am Göppinger Rosenplatz auf. Und es ist nicht das einzige gelbe Schild, das jetzt in der Stadt aufgetaucht ist.
Von
Dirk Hülser
Göppingen
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Schild am Rosenplatz: Schuhe binden! Sofort!

Schild am Göppinger Rosenplatz: Schuhe binden! Sofort!

Dirk Hülser
  • Kunstwerk „21 Signs for a City“ in Göppingen mit 21 kuriosen Schildern.
  • Schild fordert Passanten auf, ihre Schuhe zu binden.
  • Kunsthalle Göppingen erklärt, Schilder sind Teil einer Ausstellung.
  • Künstler John Wood und Paul Harrison zeigen Werke seit 25 Jahren.
  • Ausstellungseröffnung am 1. Juni um 18 Uhr.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Was hat das zu bedeuten? Ein Schild am Göppinger Rosenplatz fordert Passanten mit offenen Schnürsenkeln dazu auf, an Ort und Stelle die Schuhe zu binden. Handelt es sich um eine neue Verordnung zum Schutz der Fußgänger? Droht jetzt ein Bußgeld bei offenen Schnürsenkeln? Ein krasser Fall von Bürokratie und Überregulierung? Oder ist das Schild ein Überbleibsel aus der Maiennacht, also ein Scherz?

„21 Signs for a City“

Eine Nachfrage bei der Stadt Göppingen sorgt für Klarheit: Es handelt sich um ein Kunstwerk im öffentlichen Raum der britischen Künstler John Wood und Paul Harrison. Insgesamt finden sich 21 kuriose Schilder in der Stadt: „Die Installation ‚21 Signs for a City‘ führt die Ausstellung John Wood und Paul Harrison in der Kunsthalle Göppingen in den öffentlichen Raum weiter“, berichtet die Kunsthalle. Die neue Ausstellung lege den Schwerpunkt auf die filmischen Arbeiten des Künstlerduos und zeige eine Auswahl an Werken aus den vergangenen 25 Jahren. Die Eröffnung findet am 1. Juni um 18 Uhr statt.

Die öffentlichen Skulpturen ‚21 Signs for a City‘ wirken auf den ersten Blick wie alltägliche Verkehrsschilder, die den Weg weisen oder Informationen vermitteln. „Sie zeigen nirgendwo hin, weisen und verlangen nichts von ihren Betrachtern“, erläutert die Kunsthalle in einer Mitteilung. Als Schilder verweisen sie auf sich selbst, sagen Dinge, die allgemein bekannt sind und fordern nur dazu auf, ein wenig über Worte wie „Today“ oder über die dargestellten Bilder zu sinnieren.

Neue und humorvolle Zusammenhänge

In der Innenstadt fügen sich die Schilder in die Umgebung ein und bringen neue und humorvolle Zusammenhänge zu Tage. Sie gehen spielerisch mit der Organisation unseres Alltags um, der stets von Hinweistexten reguliert und gesteuert wird, und ermöglichen einen Zustand des Nichtstuns und Nichtmüssens angesichts einer Vielzahl von Schildern und Fassadenschriften im urbanen Alltag.

Die Künstler

Die britischen Künstler John Wood (*1969) und Paul Harrison (*1966) arbeiten seit 1993 zusammen. In ihren Werken – filmische Arbeiten, Zeichnungen, Objekte und Skulpturen – setzen sie sich mit menschlichen Verhaltensweisen, mit Kommunikation und mit Regelwerken unseres Alltags auseinander.

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