Prozessauftakt am Landgericht Ulm: Sie wollte einen Jugendlichen anzünden – und soll nun in eine psychiatrische Klinik kommen

Am Landgericht Ulm beginnt am 14. April der Prozess gegen eine 29-Jährige, die in Göppingen versucht haben soll, im Streit einen Jugendlichen anzuzünden.
Stefan Puchner/dpa- Prozess am Landgericht Ulm beginnt am Dienstag, 14. April, um 8.30 Uhr.
- Angeklagte soll 2025 in Göppingen versucht haben, einen 16-Jährigen anzuzünden.
- Auslöser war laut Zeugen ein Streit um Zigaretten – der Jugendliche wich aus.
- Staatsanwaltschaft sieht mögliche Schuldunfähigkeit und beantragt Klinikunterbringung.
- Weitere Verhandlungstermine sind am Freitag, 17. April, sowie am Dienstag, 28. April.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Es muss ein Schockmoment für den Jugendlichen gewesen sein, als Anfang Juli 2025 eine 29-jährige Frau ihn mit Benzin übergoss und versuchte, ihn mit einem Feuerzeug anzuzünden. Der Jugendliche hatte dies durch geschicktes Ausweichen verhindern können. Bei der anschließenden Festnahme soll die Beschuldigte Widerstand geleistet haben.
All dies kommt nun vor Gericht: Am Dienstag, 14. April, beginnt um 8.30 Uhr unter dem Vorsitz des Vorsitzenden Richters, Wolfgang Tresenreiter, der Prozess am Ulmer Landgericht gegen die 29-Jährige.
Die Staatsanwaltschaft geht laut Pressemitteilung davon aus, dass die Beschuldigte zum Tatzeitpunkt unter einer psychischen Erkrankung gelitten und im Zustand nicht ausschließbarer Schuldunfähigkeit gehandelt habe. Sie habe in diesem Zustand die Tatbestände des versuchten Mordes und des Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte in zwei tateinheitlichen Fällen verwirklicht. Die Staatsanwaltschaft geht darüber hinaus davon aus, dass von der Beschuldigten aufgrund ihrer Erkrankung weitere erhebliche rechtswidrige Taten zu erwarten seien, weshalb sie für die Allgemeinheit gefährlich und in einem psychiatrischen Krankenhaus unterzubringen sei.
Streit wegen Zigaretten eskaliert
Was war passiert? In der Nacht auf den 1. Juli hatte sich eine Gruppe Personen beim Brunnen im Schlosswäldle versammelt, darunter auch das 16-jährige Opfer. Laut Zeugen holte die 29-jährige Angeklagte eine Flasche aus ihrem Rucksack, leerte Flüssigkeit auf den Boden und zündete diese an. Als der Jugendliche der Frau keine Zigarette geben wollte, eskalierte die Situation: Die Frau bespritzte den Jugendlichen mit der Flüssigkeit, bei der es sich offenbar um Benzin handelte, und versuchte, ihn anzuzünden.
Weitere Verhandlungstermine sind für Freitag, 17. April, und Dienstag, 28. April, vorgesehen.
