Online-Betrug in Göppingen: Betrüger erbeutet Daten und Geld

Auf einen Online-Betrüger ist ein Göppinger Senior hereingefallen (Symbolbild).
Monika Skolimowska/dpa- Ein 88-Jähriger aus Göppingen wurde von einem falschen Softwaremitarbeiter betrogen.
- Der Betrüger erlangte Zugriff auf den PC und persönliche Kontodaten des Seniors.
- Innerhalb einer Stunde erfolgten mehrere Abbuchungen von den Konten des Opfers.
- Die Polizei warnt vor Weitergabe privater Daten und Fernzugriff durch Unbekannte.
- Opfer sollten Rechner vom Netz trennen, Passwörter ändern und Anzeige erstatten.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Auf den falschen Mitarbeiter eines Softwareunternehmens fiel ein 88-Jähriger am Dienstag in Göppingen herein.
Am frühen Abend surfte der Mann im Internet. Es kam zu unerwarteten Störungen auf seinem Computer, woraufhin sich ein Fenster öffnete und er aufgefordert wurde, eine Telefonnummer des Störungsdienstes anzurufen. Der Senior rief die Nummer an. Am anderen Ende der Leitung meldete sich der vermeintliche Mitarbeiter eines Softwareunternehmens. Der Mann schenkte dem Unbekannten Glauben und ermöglichte dem vermeintlichen Softwaremitarbeiter einen Fernzugriff auf den PC.
Betrüger nimmt Abbuchungen vor
Der Senior gab eine Vielzahl persönlicher Daten zu verschiedenen Konten preis. In der weiteren Folge kam es innerhalb einer Stunde zu mehreren Abbuchungen von den Konten. Erst als die Frau des Seniors nach Hause kam und Wind von der Sache bekam, zog sie den Stecker am Router. Ob der Unbekannte gar Schadsoftware auf dem PC des 88-Jährigen installierte, muss die Polizei Göppingen noch ermitteln. Ebenso den eingetretenen Schaden durch die erfolgten Abbuchungen.
Die Polizei gibt Tipps
Die Polizei warnt davor, Kennwörter, PINs oder TANs am Telefon oder online weiterzugeben. Dies sind persönliche Daten, die dem Schutz dienen. Nutzer sollten ihre Rechner mit einer aktuellen Virensoftware schützen und sich über Vorsichtsmaßnahmen im Umgang mit E-Mails oder dem Surfen im Internet informieren.
Die Polizei rät:
- Geben Sie auf keinen Fall private Daten heraus. Zum Beispiel Bankkonto- oder Kreditkartendaten, oder Zugangsdaten zu Kundenkonten.
- Gewähren Sie einem Unbekannten niemals Zugriff auf Ihren Rechner, wie beispielsweise mit der Installation einer „Fernwartungs-Software“.
Wenn Sie bereits Opfer wurden:
- Trennen Sie Ihren Rechner vom Internet und fahren Sie ihn herunter.
- Ändern Sie über einen „nicht infizierten“ Rechner unverzüglich möglicherweise bekanntgewordene Passwörter.
- Lassen Sie Ihren Rechner überprüfen und das „Fernwartungs-Programm“ auf Ihrem Rechner löschen
- Nehmen Sie Kontakt zu den Zahlungsdiensten und Unternehmen auf, deren Zugangsdaten in den Besitz der Täter gelangt sein können.
- Lassen Sie sich von Ihrem Geldinstitut beraten, ob Sie bereits durch Betrüger getätigte Zahlungen zurückholen können.
- Erstatten Sie Anzeige bei der Polizei.
Sollten Sie im Zusammenhang mit dem Firmennamen „Microsoft“ betrogen worden sein, können Sie den Betrug oder den Versuch des Betrugs zusätzlich bei Microsoft melden: www.microsoft.com/de-DE/concern/scam
