OB-Wahl in Schwäbisch Gmünd
: Richard Arnold im ersten Wahlgang gewählt

Der bekannte Amtsinhaber in der Stauferstadt wird mit knapp 75 Prozent der Stimmen in seine dritte Amtszeit gewählt. Er musste sich zwei Gegenkandidaten stellen.
Von
Dirk Hülser,
dpa
Schwäbisch Gmünd
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Oberbürgermeister Richard Arnold

Oberbürgermeister Richard Arnold (CDU) geht in Schwäbisch Gmünd in seine dritte Amtszeit.

Stefan Puchner/dpa
  • OB-Wahl in Schwäbisch Gmünd: Richard Arnold tritt für dritte Amtszeit an.
  • Gegenkandidaten: Dario Thiem (Grüne) und Almaith Lyons (Die Partei).
  • Wahltag: Sonntag, 11. Mai, ab 19 Uhr Ergebnisse erwartet.
  • Falls keiner über 50%, Stichwahl am 25. Mai.
  • Hauptthema Arnolds: Wirtschaft, besonders Arbeitsplatzabbau bei Bosch.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Nach zwei Amtszeiten wollte es der Oberbürgermeister von Schwäbisch Gmünd, Richard Arnold (CDU), noch einmal wissen. Bei der OB-Wahl an diesem Sonntag, 11. Mai, traten zwei Personen in der rund 64.000 Einwohner zählenden Stadt gegen ihn an. Der für seine markigen und klaren Worte bekannte Arnold (66) galt als klarer Favorit – und wurde seiner Rolle gerecht. Mit 74,8 Prozent der abgegebenen Stimmen hat er bereits den ersten Wahlgang klar für sich entschieden. Dario Thiem (33), Geschäftsführer der Grünen in Stuttgart, kam auf 22,3 Prozent. Almaith Lyons (22), Auszubildende in Schwäbisch Gmünd und Kandidatin der Partei „Die Partei“, erreichte 2,6 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei 38,7 Prozent.

OB Richard Arnold

Arnold trat nach 16 Jahren für eine dritte Amtszeit an. Das wichtigste Thema für ihn ist die Wirtschaft. Heftig wettert er gegen den geplanten Arbeitsplatzabbau bei Bosch, dem größten Arbeitgeber im Ort. „Es geht nicht um Zahlen und Profite, sondern um Menschen und Schicksale.“ Doch Arnold ist auch über die Region Schwäbisch Gmünd hinaus bekannt. So hätte er im Jahr 2020 nach Einschätzung vieler bei der Stuttgarter OB-Wahl keine schlechten Karten gehabt. Er verzichtete auf eine Kandidatur.

Regelmäßig war er mit Tübingens OB Boris Palmer Mitunterzeichner von Briefen an die Bundes- und Landesregierung – etwa gegen zu viele Vorschriften und Normen oder gegen die Corona-Sperrstunde in der Gastronomie. Stocksauer reagierte er auf den Umzug des Spielwarenherstellers Schleich nach München: „Mit dem Wegzug wird mit einer alten Tradition gebrochen. Wir können nicht das Schickimicki-Umfeld wie München bieten.“

Dario Thiem

Der Kandidat der Grünen lebt in Schwäbisch Gmünd. Er setzte sich dafür ein, dass Gmünd bis 2035 klimaneutral wird. Außerdem wollte er Gmünds Wirtschaft stärken und die Stadt lebenswerter machen. „Ich setze mich für eine Stadt ein, in der Mobilität, Begegnung und Teilhabe für alle möglich sind – mit smartem Verkehr, lebendigen Räumen und einer Innenstadt, die verbindet“, sagte Thiem.

Oberbürgermeister-Kandidat Dario Thiem

Dario Thiem (Grüne) trat bei der OB-Wahl in Schwäbisch Gmünd an.

Stefan Puchner/dpa

Almaith Lyons

Die vor zweieinhalb Jahren aus Berlin nach Schwäbisch Gmünd gezogene junge Frau macht eine Ausbildung zur Holzmechanikerin. Sie ist Mitglied der Partei „Die Partei“. Sie setzte sich für mehr Bürgerbeteiligung ein. Die Ideen und Stimmen der Einwohner sollten in Bürgerforen und Podiumsdiskussionen präsentiert und direkt im Gemeinderat mit gewichtet werden.

Almaith Lyons (Die Partei), OB-Kandidatin Schwäbisch Gmünd

Almaith Lyons (Die Partei) war OB-Kandidatin Schwäbisch Gmünd.

Die Partei