NWZ-Blasmusik-Festival in Göppingen: Musikalische Genussbotschafter

Für tolle Stimmung sorgten die sieben Kapellen, die bei der 17. Auflage des NWZ-Blasmusik-Festivals am Donnerstagabend (11. Juni 2026) im gut gefüllten Göppinger Maientagsfestzelt aufspielten. Unser Bild zeigt den Musikverein Faurndau.
Giacinto Carlucci- NWZ-Blasmusik-Festival füllte das Maientagszelt in Göppingen mit 3000 Besuchern.
- Sieben Musikvereine aus dem Kreis spielten ein fünfstündiges Programm mit Moderator Hansy Vogt.
- OB Alex Maier eröffnete den Maientag mit dem Fassanstich, Ehrengäste zogen festlich ein.
- Auftritte u. a.: Wäschenbeuren, Schnittlingen, Gruibingen (Premiere), Gammelshausen, Eislingen, Albershausen.
- Finale mit dem Musikverein Faurndau – der „Böhmische Traum“ erklang zum Schluss.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
„Nur strahlende Gesichter, das brauchen wir in diesen schwierigen Zeiten“, meinte Moderator Hansy Vogt am Donnerstagabend (11. Juni 2026) mit Blick von der Bühne in das mit 3000 Besuchern gut gefüllte Festzelt beim NWZ-Blasmusik-Festival. Mit viel Wortwitz, Charme und pfiffigen Einlagen führte der Entertainer durch das fünfstündige Programm mit sieben Orchestern aus dem Blasmusik-Kreisverband.
Abschalten vom Alltag
Den Veranstaltern von NWZ und Blasmusik-Kreisverband sowie den Sponsoren, Festwirt Karl Maier und Christoph Kumpf von der Kaiserbrauerei Geislingen, war die Freude anzusehen. Die 17. Auflage der Blasmusik-Großveranstaltung, mit der auch der Göppinger Maientag eingeläutet wurde, garantierte ein Abschalten vom Alltag und das Landen auf einer Insel der Leichtigkeit. Den musikalischen Auftakt übernahm der Musikverein Wäschenbeuren unter Leitung von Reinhard Langer. Schwungvoll ging es mit bekannten Titeln zurück in die 1980er Jahre.
Ein farbenprächtiges Bild bot sich beim Einzug der Ehrengäste, darunter – an der Spitze – die Bläser der Kreisjägervereinigung, die Trachtengruppe Dürnau-Bad Boll-Gammelshausen, der Blasmusik-Kreisverbandsvorsitzende Roland Ströhm, Festwirt Karl Maier, Brauereichef Christoph Kumpf, die Bürgermeister aus den Gemeinden der teilnehmenden Kapellen, NWZ-Redaktionsleiter Helge Thiele und der Schirmherr der Veranstaltung, der Göppinger Oberbürgermeister Alex Maier, der wie der Erste Bürgermeister der Stadt, Johannes Heberle, in der neuen rot-weißen Göppinger Tracht erschienen war.
Maientags-Fassanstich mit zwei Schlägen
Mit zwei satten Schlägen setzte OB Alex Maier den Hahn ins Fass mit dem eigens für den Maientag gebrauten Bier. Kreisjägermeisterin Sarah Schweizer, seit wenigen Wochen Staatssekretärin in der neuen Landesregierung, gab den Startschuss für die Jagdhornbläsergruppe, die mit zwei Musikstücken erfreute, bevor die 60 Instrumentalisten vom Musikverein „Eintracht“ Schnittlingen unter Leitung von Klaus Geiger auf der Bühne Platz nahmen. Was die Musikanten von der Alb draufhaben, ließen sie in toller Manier hören. Der Funke sprang über, nicht nur mit dem „Bozner Bergsteigermarsch“ eroberte die Kapelle im Handumdrehen die Gunst des Publikums. Da freute sich auch Böhmenkirchs Rathauschef Matthias Nägele: „Ich bin stolz auf meine Kapelle“, sagte er im Interview mit Moderator Hansy Vogt.
Premiere für den Musikverein Gruibingen
Sein Debüt beim NWZ-Blasmusik-Festival gab der Musikverein Gruibingen. Dirigent Kai Volz führte seine 20 Musikerinnen und Musiker zu einer, wie Hansy Vogt bemerkte, „großartigen Leistung“. Mit spanischen Klängen eröffnete der Musikverein Gammelshausen seinen Part. Am Taktstock feuerte Andreas Böhringer sein Orchester mit hohem Frauenanteil an. Ein besonderes Schmankerl krönte den Auftritt: Gammelshausens Bürgermeister Daniel Kohl, einst als Schlagersänger bekannt, schmetterte zur Gaudi des Publikums „Trara es brennt“ und fragte augenzwinkernd mit der schmissigen Polka „Kannst du Knödel kochen?“. Als sich der Musikverein aus dem Voralbgebiet mit „An Tagen wie diesen“ verabschiedete, waren die Besucher im Festzelt in bester Stimmung. Das überwiegend in alpenländischem Outfit gekleidete Publikum aller Altersklassen war beeindruckt von der engagierten Spielfreude und Leistung der Musikanten, klatschte und sang mit. Und es gab „Gute Laune vorn, gute Laune hinten“, eben wie im Ohrwurm „Gute Laune“. Der Musikverein Stadtkapelle Eislingen unter dem Dirigat von Marc Pöthing feiert im kommenden Jahr sein 100-jähriges Bestehen, ließ vorab „Sweet Caroline“ hochleben und überreichte eine ausgezeichnete Visitenkarte seines Leistungsstands.
Wo ist der Böhmische Traum?
Wie sehr die böhmisch-mährischen Weisen ankommen, zeigte der Musikverein „Frohsinn“ Albershausen, der mit der „Böhmischen Liebe“ bei dem mit den Füßen wippenden und mitsingenden Publikum voll ins Schwarze traf. Das Orchester aus dem unteren Filstal unter Stabführung von Matthias Grünenwald heizte abschließend mit „Dem Land Tirol die Treue“ ein. Ja, und wo war denn der „Böhmische Traum?“ Endlich, der Musikverein Faurndau hatte ihn im Repertoire und spielte in seinem Jubiläumsjahr unter Leitung von Wolfgang Bihr mit viel Leidenschaft und Können auf.























