NWZ-Aktion „Gute Taten“: Ein Hörerlebnis der Extraklasse

Beim Konzert spielten (von links): Uwe Arlt (Barockpauken, Perkussion), Joachim Jung, Johannes Knoblauch, Christian Nägele (jeweils Trompete / Corno da caccia) und Peter Schleicher an der Orgel.
Tilman Ehrcke- Konzert in der Stiftskirche Bad Boll: Trompetenensemble Stuttgart begeisterte das Publikum.
- Erlöse des Konzerts teils zugunsten der NWZ-Aktion „Gute Taten“.
- Werke von Händel, Scarlatti, Bach und Humperdinck hochkarätig präsentiert.
- Organist Peter Schleicher beeindruckte mit Orgel-Improvisationen und Musikwünschen des Publikums.
- Bitte, erst am Ende zu applaudieren, sorgte für besondere Konzertatmosphäre.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Nach und nach füllen sich die Kirchenbänke und Stuhlreihen, vor, hinter und seitlich zum Altar. Das neue Jahr ist gerade mal drei Tage alt und etwa 80 Minuten später wird sich herausstellen: Mit dem Konzert „Tönet, ihr Pauken! Erschallet, Trompeten!“ hat das Trompetenensemble Stuttgart die Messlatte ganz nach oben gelegt. „Wir freuen uns, dass Sie sich so zahlreich eingefunden haben“, begrüßt Trompeter und Sprecher Joachim Jung das Publikum. Zum siebten Mal folge er in Bad Boll dieser gepflegten Tradition. „Heute zum ersten Mal ohne den Freund und Unterstützer der Kultur, Pfarrer Tobias Schart, und ebenso neu, zugunsten der NWZ-Spendenaktion Gute Taten“, verrät das Ensemble-Mitglied und bedankt sich beim langjährigen Organisten und Kirchenmusiker Michael Vollmer für dessen Einsatz.
Musikauswahl vom Feinsten
Eröffnet wurde mit Georg Friedrich Händels patriotischem Werk „Occasional Oratorio HWV 62“ (Ouvertüre, Adagio, Marche), das in allen Klangebenen und Melodiesequenzen vom ersten bis zum letzten Stück offenbarte, dass in der Stiftskirche St. Cyriakus von fünf exzellenten Musikern ein fulminantes Feuerwerk präsentiert wird. Bis ins kleinste Detail aufeinander eingespielt, agieren Joachim Jung, Johannes Knoblauch und Christian Nägele auf ihren Trompeten oder Diskanthörnern (Corno da caccias), Uwe Arlt auf seiner Barockpauke oder dem Glockenspiel und Peter Schleicher auf der Orgel. Die Musikauswahl – vom Feinsten. Alessandro Scarlattis „Toccata“, das sich zwischen Allegro, Adagio und abermals Allegro nicht entscheiden konnte, Johann Sebastian Bachs friedlich-behutsame Arie „Schafe können sicher weiden“ sowie Engelbert Humperdincks „Abendsegen aus Hänsel und Gretel“ oder die äußerst bewegende „Suite D-Dur“ (Prelude, Sybelle, Bourrée, Rondeau) von Jeremiah Clarke.
Musikwünsche erfüllt
Nicht zuletzt Peter Schleichers grandiose Orgel-Improvisationen, die aufgrund der klangvollen Vielfalt den Anschein erweckte, dass sich hinter der „Königin der Instrumente“ ein ganzes Orchester versteckt. Nicht nur die Qualität des Konzerts war besonders, auch die zum Wohle aller dienenden von Joachim Jung ausgesprochene Bitte, erst am Ende zu klatschen. Und: Die Konzertgäste konnten bereits zu Beginn ihre christlichen Lieblingslieder nennen, der Organist entschied sich für „Vom Himmel hoch, da komm ich her“ und „Ach mein herzliebes Jesulein“.
