NWZ-Aktion „Gute Taten“
: Das Stichwort heißt „Bewegung“

Der Bewegungsparcours „Fünf Esslinger“ in Salach ist eröffnet. Rund 16.000 Euro kostet das öffentliche Angebot, komplett über Förder- und Sponsorengelder finanziert. Auch die „Guten Taten“ der NWZ haben unterstützt.
Von
Iris Ruoss
Salach
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Bürgermeister Dennis Eberle, Heimleiterin Bettina Arlt und Seniorenreferentin Carolin Bahr haben mit dem feierlichen Durchschnitt des Bandes den Bewegungsparcours eröffnet (von links).

Iris Ruoss
  • In Salach wurde der Bewegungsparcours „Fünf Esslinger“ im Außenbereich von St. Josef eröffnet.
  • Die Anlage kostet rund 16.000 Euro und ist vollständig durch Förder- und Sponsorengelder finanziert.
  • Ziel ist Bewegung im Alltag: Stationen mit Infoschildern trainieren Kraft, Ausdauer und Koordination.
  • Einmal wöchentlich unterstützen ehrenamtliche Übungsleiter – Training ist aber auch alleine möglich.
  • Der Parcours ist öffentlich und als Begegnungsort für Jung und Alt gedacht; die Eröffnung war gut besucht.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Im Außenbereich des Salacher Pflegeheims Sankt Josef, das zur Stiftung Haus Lindenhof gehört, steht jetzt der Bewegungsparcours und der Andrang bei der Eröffnung am Sonntag war sehr groß. Nicht nur die Bewohner waren zur Einweihung gekommen, sondern auch viele Salacher. Von der Idee bis zur Umsetzung sind fast zwei Jahre ins Land gegangen. „Bewegung ist ein zentraler Baustein, um fit und gesund zu bleiben“, sagte Bürgermeister Dennis Eberle. Lebensqualität und selbstbestimmtes Leben sei auch im höheren Alter möglich. Bewegung und Sport im Alltag zu integrieren, ist das Stichwort, und die „Fünf Esslinger“ seien ein erprobtes Konzept, um Beweglichkeit, Ausdauer und Kraft zu trainieren. Gemeinsam mit der Stiftung Haus Lindenhof habe man einen zentralen Platz in der Gemeinde gefunden, der ab sofort nicht nur Bewegung, sondern auch Begegnung ermögliche.

Erklärungen für Interessierte zur Übungsdurchführung gibt es an jeder Station auf einer eigenen Informationstafel.

Iris Ruoss

„Ein sozialer Zugewinn“

Dass Salach ein umfangreiches Seniorenprogramm mit vielen Angeboten habe, betonte Eberle ausdrücklich, und mit dem Bewegungsparcours füge sich ein weiteres Puzzleteil ein. Ideengeberin ist die Salacher Seniorenreferentin Carolin Bahr, die den Stein ins Rollen brachte und alle Hebel in Bewegung gesetzt hat, um aus der Idee ein fertiges Projekt werden zu lassen. Sie kannte die „Fünf Esslinger“ bereits und war überzeugt vom Nutzen. Schnell nach dem Einkauf noch eine kleine Sportrunde einlegen, dabei auch Koordination und Reaktionsschnelligkeit trainieren – das bieten etwa Balancierbalken, Handläufe und Geräte zur Kräftigung. Wer möchte, kann alleine trainieren, aber mittlerweile stehen auch ehrenamtliche Übungsleiter für gezielt unterstütztes Training zur Verfügung, die einmal wöchentlich vor Ort sein werden. „Ein sozialer Zugewinn“, sagte Carolin Bahr, denn der öffentliche Parcours fördere die Gemeinschaft generationenübergreifend, da er sich für Jung und Alt eigne.

Eine Übungsleiterin erklärt den interessierten Besuchern, wie diese Station funktioniert.

Iris Ruoss

Jung und Alt testen die Fünf Esslinger. Auch Kinder können sich schon auf dem Parcours ausprobieren.

Iris Ruoss

Ein Begegnungsort für alle

Dass in Salach viele Fäden zusammenlaufen, zeigte auch das Engagement der Pop-Up-Gemeinschaft, die bei der Eröffnung mit Bewirtung und Musik mit im Boot war. Bettina Arlt, Heimleiterin von Sankt Josef, kennt den jetzigen Standort der Fünf Esslinger schon von Kindesbeinen an, habe dort schon gespielt und Enten gefüttert. Das Pflegeheim und die Seniorenwohnanlage wurden gebaut und mit Leben gefüllt. „Nur der Platz dazwischen war ungenutzt“, sagte Arlt, und deshalb sei es so schön, dass hier wieder ein Begegnungsort geschaffen wurde. Auch Bettina Arlt bedankte sich bei Ideengeberin Carolin Bahr. „Es war ein langes, herausforderndes Projekt, jetzt sind wir am Ziel angekommen“, sagte Bahr.

Und mit den „Fünf Esslingern“ konnte sie ihren Herzenswunsch in die Tat umsetzen und ein Bewegungsangebot schaffen, das bisher gefehlt habe. „Wir werden alle alt“, sagte Bahr und zentraler Baustein für ein selbstbestimmtes Leben sei Bewegung, um möglichst lange fit und beweglich zu bleiben. Kaum war das rote Band zur Eröffnung durchgeschnitten, strömten die Interessierten zum sportlichen Rundgang durch den Parcours und probierten die Geräte aus.