NWZ-Aktion „Gute Taten“: Begeisterndes und berührendes Abschlusskonzert

Solistin Johanna Beier begeistert das Publikum beim Benefizkonzert des Rotary Clubs Göppingen-Stauferland zugunsten der NWZ-Aktion "Gute Taten" in der Göppinger Oberhofenkirche. Die musikalische Leitung hatte Gerald Buß (rechts).
Tilman Ehrcke- Benefizkonzert des Rotary Clubs Göppingen-Stauferland in der Oberhofenkirche.
- Aufgeführt: Marten Janssons „Requiem Novum“ (2019) mit Capella Nova und Concerto Festivo.
- Leitung: Gerald Buß; Solistin Johanna Beier begeisterte mit kraftvollem Sopran.
- Rotarier überreichten 3000 Euro für die NWZ-Aktion „Gute Taten“; großer Schlussapplaus.
- Stilmix aus Barock, Romantik und Filmmusik; dynamisch, berührend, mit gregorianischem Hymnus.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Als segensreiches Leuchtfeuer im Landkreis bezeichnete Dekan Hartmut Zweigle die NWZ-Aktion „Gute Taten“ beim Benefizkonzert des Rotary Clubs Göppingen-Stauferland am Sonntagabend in der Göppinger Oberhofenkirche. Er dankte der NWZ für die Aktion, den Rotariern für die großzügige finanzielle Unterstützung, und den Musikern – dem Chor Capella Nova und dem Orchester Concerto Festivo unter der Leitung von Kirchenmusikdirektor Gerald Buß – für das „spirituelle Erlebnis“, das sie sich mit dem „Requiem Novum“ des 1965 geborenen schwedischen Komponisten Marten Jansson ausgesucht hatten.
Musik und Lyrik miteinander verbunden
Christian Abt, Präsident der Rotarier, dankte dem Verein „kirchenmusik kreativ“ und Gerald Buß, den Anzeigenpartnern und Zuhörern, dass in „einer fantastischen Kirche“ das Benefizkonzert stattfinden könne. Helge Thiele, Redaktionsleiter der NWZ und Vorsitzender des Fördervereins „NWZ Gute Taten“, dankte für die langjährige Kooperation mit dem Rotary Club Göppingen-Stauferland sowie der Evangelischen Kirche und sagte, dass das Abschlusskonzert immer ein „Abend der guten Nachrichten“ sei. Auch bei der 52. Aktion hätten die Menschen ein großes Spenderherz gehabt, so dass insgesamt 61 ehrenamtliche Projekte gefördert werden könnten.
Die 2019 entstandene „neue“ Totenmesse von Jansson folgte weitgehend der lateinischen Form. Dazwischen waren zeitgenössische englisch-lyrische Texte des Amerikaners Charles Anthony Silvestri eingestreut. Sie lassen im Diesseits im Kontrast zur Bitte um Ruhe im ewigen Licht für die Toten sowie dem Ausmalen der Schreckensdramatik des Jüngsten Gerichts (dies irae) dann im Jenseits eine Verstorbene, gesunden von Johanna Beier, Trost spenden, wo Ewigkeit als Paradies spirituell fantasiert wird. Ob man sich allerdings von Worten in der „Landschaft der Ewigkeit“ (5.) wie „Es gibt kein Ich, da ist nur Wir“ berühren lassen möchte, sei dahingestellt.

Kirchenmusikdirektor Gerald Buß in seinem Element als Dirigent.
Tilman Ehrcke
Nach dem Konzert wurde auf der Empore der Göppinger Oberhofenkirche der Spendenscheck der Rotarier über 3000 Euro für die NWZ-Aktion „Gute Taten“ überreicht. Das Bild zeigt (von links nach rechts) Kirchenmusikdirektor Gerald Buß, Christian Abt, Präsident des Rotary Clubs Göppingen-Stauferland, NWZ-Redaktionsleiter Helge Thiele und Dekan Hartmut Zweigle.
Tilman Ehrcke
Die Göppinger Oberhofenkirche war gut besucht– und die Zuschauer spendeten am Schluss des Konzerts begeistert Beifall.
Tilman EhrckeEine berührende Aufführung
Der Komponist hatte stilistisch Zitate unter anderem aus dem Barock (Bach), der Romantik (Mendelssohn) und von Filmmusik verwendet und sie mit eigenen Einfällen modern-dissonanter Musik ohne Atonalität kombiniert und versetzt. Gleitende Übergänge, dynamische Kontraste, eindrückliche Verwendung des mittelalterlich-gregorianischen Hymnus beim Jüngsten Gericht sowie homophone und dialogische Strukturen fügten sich zu einem Ganzen. Den Musikern gelang eine begeisternde und berührende Aufführung unter der umsichtigen und unterstützenden Leitung von Gerald Buß. Der Chor musste sich jedoch manchmal gegen eine zu dominante Lautstärke eines gewandten Orchesters (Konzertmeister Joachim Ulbrich) mit einem prachtvoll erweiterten Schlagwerk mit Pauke, Gong und Röhrenglocken (Oliver Locherer und Rostislav Balciunas), reinen Hörnern und einer füllig-runden Oboe (Lina Feilhauer) behaupten.
Begleitet von einem zarten Engelsinstrument (Hannah Pfeiffer, Harfe) bot die 30-jährige Sopranistin Johanna Beier (Mannheim) eine exquisite Leistung. Kraftvoll, ausgeglichen-rund und mit wärmendem Timbre, sicher und ohne Schärfe in der exponierten Höhe wie dem dreigestrichenen C und ebenso klangvoll in der Tiefe, sang sie die große Partie. Die Zugabe mit nochmaliger Beschreibung der Ewigkeit (5.) durch Solistin und Chor im Wechsel gipfelte im „Sanctus/Heilig/Holy/Holy!“ und in einem nochmaligen großen Beifall.
Eine besondere Form der Musik
Das Requiem ist eine lateinische Totenmesse ohne Gloria und Credo mit festgelegter Form seit 1570. Der Name leitet sich vom ersten Wort „Requiem“ (Ruhe) ab. Viele Komponisten haben sich an diese Form angelehnt, darunter Dufay, Mozart, Verdi, Berlioz, Brahms, Bruckner, Liszt.
Der Rotary Club Göppingen-Stauferland, 1990 gegründet, unterstützt seit achtzehn Jahren mit einem Benefizkonzert die NWZ-Aktion „Gute Taten“.
