NWZ-Aktion „Gute Taten“: Tanzen mit Eric Gauthier
In der großen EWS-Arena trainieren die Bundesliga-Profis von Frisch Auf Göppingen. An den Handballern hatte gestern Morgen aber niemand Interesse. Eric Gauthier steht im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit und schafft es sofort, die rund 400 Schülern aus sieben Göppinger Schulen zu gewinnen. Mit seiner Nachwuchs-Tanztruppe „Moves for Future“ begeistert der Choreograf und künstlerische Leiter der Tanzcompanie des Stuttgarter Theaterhauses die Grundschüler, die vielfach kaum oder gar nicht kulturelle Veranstaltungen besuchen.
Musik als „Futter für die Seele“
„Das ist meine Motivation, Kindern die Tanzkultur zu vermitteln. Die Bewegung zur Musik ist Futter für ihre Seelen. Viele bekommen davon viel zu wenig“, betont der Kanadier, der eben erst von einer längeren Auslandstournee zurückgekommen ist und regelmäßig zu seiner ganz besonderen Unterrichtsstunde einlädt. Es ist eines der Projekte, die mit Spenden aus der 50. NWZ-Aktion „Gute Taten“ finanziert werden konnten.
Eric Gauthier mit großer Ausstrahlungskraft
Die Kinder sind ungeduldig, können es kaum erwarten, in die Schulsporthalle der EWS-Arena zu kommen und schon hat sie nach der Begrüßung durch die „Gute-Taten“-Koordinatorin Karin Tutas - sie hatte den Kontakt zu Gauthier Dance hergestellt - der Choreograf mit seiner großen Ausstrahlung und Begeisterungsfähigkeit „eingefangen“.
Die berühmteste Ballettszene
Mucksmäuschenstill sehen sie Aida „die berühmteste Ballettszene aller Zeiten, den sterbenden Schwan“, tanzen, lassen sich aufmerksam die einzelnen Tanzschritte erklären. „Bourrée, der Spitzentanz, ist der Herzschlag des Schwans“, erklärt Gauthier seinem faszinierten jungen Publikum. Ebenso dramatisch ist der „Pas de deux“ von Rebecca und Juan, die zu Toto Bissainthes „Papa Danmbalah“ expressiv und leidenschaftlich tanzen. Stefano und Mathilde zeigen, dass Tanz durchaus humorvoll sein kann. Alle Augen und Ohren sind auf die Tänzer gerichtet, die jede Bewegung der Choreografie perfekt tanzen.
Und dann, scheinbar mühelos, demonstriert Gauthier seinem atemlos zuhörenden Publikum, wie er mit seinen Tänzern eine Choreografie erarbeitet, bezieht die Kinder mit ein und dann dürfen sie gar selbst tanzen. Der Tänzer war nämlich in der Wilhelma und ließ sich dort von einem Kaninchen inspirieren, einem zarten Schmetterling, vom Löwen nach einer aus Indien entliehenen Melodie. Die zahlreichen kleinen tanzenden Löwen duften ihre Lehrer bestürmen - und müssen „heute keine Hausaufgaben machen“.
Eric Gauthier hat sein „Moves for Future“ zu Papier gebracht und schenkt am Ende jedem Kind das kleine Heftchen. „Ich bin mir sicher, dass sie diesen Moment, dieses Glücksgefühl zur Bewegung mit Musik nie vergessen und sehr oft daran denken werden.“
Auch die Nachwuchstänzerinnen und -tänzer hatten an diesem Vormittag großen Spaß. Die Akteurinnen und Akteure freuten sich anschließend über von der Firma Wala aus Bad Boll gestiftete Kosmetik-Päckchen.




