In Deutschland ist die giftige Spinnenart eigentlich nicht heimisch. Seit knapp 20 Jahren breitet sich die Nosferatu-Spinne jedoch auch hier in Deutschland aus, NWZ-Leser Alexander Tretter hat ein Exemplar in Albershausen entdeckt und fotografiert (siehe Artikelbild).

Nosferatu-Spinne breitet sich in BW aus

Durch die steigenden Temperaturen kommen immer mehr Insekten und andere Tierarten aus wärmeren Regionen nach Europa. So wie die Kalifornische Kettennatter und die Tigermücke wird auch die Nosferatu-Spinne zu diesen sogenannten invasiven Arten gezählt.
Naturschützer wollen jetzt mehr über die Ausbreitung der Art in Baden-Württemberg erfahren und sammeln Daten zu einzelnen Sichtungen auf ihrem Online-Portal.

So sieht die Nosferatu-Spinne aus

Sie hat kräftige, behaarte Beine und einen schwarzen Fleck auf dem Hinterleib, bei dem es sich um das typische Merkmal handelt, das der Spinne ihren Namen gibt. Der Fleck soll aussehen wie der Vampir „Nosferatu“. Ein weibliches Exemplar kann fast 2 Zentimeter groß werden, die Männchen sind einige Zentimeter kleiner. Übrigens spinnt diese Art kein Netz, sondern bewegt sich schnell auf jeder Oberfläche fort.
Die giftige Nosferatu-Spinne in Albershausen bei Göppingen.
Die giftige Nosferatu-Spinne in Albershausen bei Göppingen.
© Foto: Alexander Tretter

Biss der Nosferatu-Spinne gleicht Bienen- oder Wespenstich

Ihren Namen verdankt die Spinne der charakteristischen Zeichnung auf ihrem Rücken, die an die Figur „Nosferatu“ aus der ersten großen Verfilmung des Schauerromans „Dracula“ erinnert. Eine übermäßige Angst vor der Spinne muss man laut Nabu aber nicht haben. „Nähert sich etwas so Großes wie ein Mensch, wird auch die Nosferatu-Spinne nicht angreifen, sondern versuchen zu fliehen“, sagt Pfeifle. „Wird sie in die Enge getrieben, kann es vorkommen, dass sie zu beißen versucht.“ Beiße sie, sei das bei Menschen in der Regel mit einem Bienen- oder Wespenstich zu vergleichen.