Neue Masche
: Falscher Mitarbeiter einer Softwarefirma fliegt auf

Ein Senior aus Ebersbach fiel am vergangenen Dienstag beinahe auf einen Betrüger rein. Ein Tankstellenmitarbeiter war misstrauisch geworden, als er eine Paysafe-Karte kaufen wollte.
Von
SWP
Ebersbach
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Programmiererin

Ein Senior in Ebersbach wurde vom vermeintlichen Störungsdienst einer Softwarefirma aufgefordert, 450 Euro für die Virenbeseitigung auf seinem Computer zu zahlen (Symbolbild).

Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa
  • Senior in Ebersbach fast Opfer eines Support-Betrugs über Pop-up und Telefon.
  • Betrüger erhielt Fernzugriff und forderte 450 Euro per Paysafe-Karte.
  • Tankstellenmitarbeiter wurde misstrauisch – Zahlung verhindert.
  • Senior erstattete Anzeige; Polizei ermittelt und warnt vor Datenweitergabe.
  • Tipps: keinen Zugriff gewähren, Passwörter ändern, Zahlungen prüfen, Anzeige erstatten.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Der Mann surfte am Vormittag im Internet. Er bekam mehrere Meldungen
und anschließend kam es zu unerwarteten Störungen auf seinem Computer, berichtet die Polizei. Ein
Pop-up-Fenster öffnete sich und er wurde aufgefordert, eine Telefonnummer des
Störungsdienstes anzurufen. Der Senior rief die Nummer an. Am anderen Ende der
Leitung meldete sich der vermeintliche Mitarbeiter eines Softwareunternehmens.
Der Mann schenkte dem Unbekannten Glauben und ermöglichte dem vermeintlichen
Softwaremitarbeiter einen Fernzugriff auf den PC.

Für die Virenbeseitigung auf dem PC verlangte der Betrüger 450 Euro. Er wies den Senior an, eine
Guthabenkarte zu kaufen. Der Senior ging zur nächsten Tankstelle und fragte dort
nach einer Paysafe-Karte. Der Tankstellenmitarbeiter wurde misstrauisch und
fragte den Mann nach dem Kaufgrund. Der Senior offenbarte sich zum Glück und
dadurch flog der vermeintliche Betrug gerade noch rechtzeitig auf. Zu einer
Zahlung kam es nicht. Der Mann erstattete Anzeige beim Polizeiposten Ebersbach.
Die Beamten haben nun die Ermittlungen aufgenommen.

Die Polizei rät,  auf keinen Fall private Daten herauszugeben, zum Beispiel
Bankkonto- oder Kreditkartendaten, oder Zugangsdaten zu Kundenkonten.
Weitere Tipps der Polizei für den Fall des Falles: Gewähren Sie einem Unbekannten niemals Zugriff auf Ihren Rechner, wie beispielsweise mit der Installation einer „Fernwartungs-Software“. Wenn Sie bereits Opfer wurden: Trennen Sie Ihren Rechner vom Internet und fahren Sie ihn herunter. Ändern Sie über einen „nicht infizierten“ Rechner unverzüglich möglicherweise bekanntgewordene Passwörter. Lassen Sie Ihren Rechner überprüfen und das „Fernwartungs-Programm“ auf Ihrem Rechner löschen. Nehmen Sie Kontakt zu den Zahlungsdiensten und Unternehmen auf, deren Zugangsdaten in den Besitz der Täter gelangt sein können. Lassen Sie sich von Ihrem Geldinstitut beraten, ob Sie bereits durch Betrüger getätigte Zahlungen zurückholen können. Erstatten Sie Anzeige bei der Polizei.
Sollten Sie im Zusammenhang mit dem Firmennamen „Microsoft“ betrogen worden sein, können Sie den Betrug oder den Versuch des Betrugs zusätzlich bei Microsoft melden: www.microsoft.com/de-DE/concern/scam