Narrensprung in Donzdorf
: Umzug mit 3000 Hexen, Geistern und schrägen Gestalten

In Donzdorf beginnt am 11. und 12. Januar die schwäbisch-alemannische Fasnet. Der Freie Narrenring lädt zum Narrenwochenende ein. Party in der TG-Halle.
Von
Beate Schnabl
Donzdorf
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Schaurig schön: Die Mitteleschenbacher Woldschebberer stellen einen furchterregenden Geisterzug dar. Eine von vielen Zünften beim Donzdorfer Narrensprung.

Schaurig schön: Die Mitteleschenbacher Woldschebberer haben beim vorigen Mal einen furchterregenden Geisterzug dargestellt. Am Donzdorfer Narrensprung nehmen am Sonntag 90 Gruppen teil.

Staufenpress
  • Narrensprung in Donzdorf: 90 Gruppen und 3000 Teilnehmer am 11. und 12. Januar.
  • Start: Samstag 17:30 Uhr mit Narrenbaum auf Europaplatz, abends Party in TG-Halle.
  • Sonntag: 9 Uhr Narrenmesse, 13:30 Uhr Narrensprung, danach Feier in TG-Halle und Partyzelt.
  • Organisiert vom Freien Narrenring Donzdorf, bestehend aus fünf lokalen Zünften.
  • Ziel: Winter vertreiben, Gemeinschaft stärken.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Nach altem Brauch wird bei der schwäbisch-alemannischen Fasnet am Dreikönigstag das Narrenhäs abgestaubt – und von da an geht es los mit Umzügen und Veranstaltungen. So auch in Donzdorf. Der Freie Narrenring lädt ein zum großen Narrenwochenende am 11. und 12. Januar. Den Auftakt macht am Samstag um 17.30 Uhr das Stellen des Narrenbaums auf dem Europaplatz. Musikalisch umrahmt von Guggenmusik stemmen Mitglieder der Narrenzünfte den langen und geschmückten Baum in die Höhe – ein Anblick, der Fasnetsfreunde begeistert. Direkt im Anschluss geht es weiter in die TG-Halle, wo um 19.19 Uhr die große Narrenparty steigt. DJ Nico sorgt für die passende Stimmung, und alle Fasnetsbegeisterten, ob Hästräger oder nicht, sind willkommen.

Am Sonntag geht es um 9 Uhr mit der Narrenmesse in der Martinuskirche weiter. Der Gottesdienst unter der Leitung von Pfarrer Robert Lukaschek verbindet spirituelle Besinnung und den frohen Geist der Fasnet. Die Messe wird von Narrenzünften und Guggenmusikern umrahmt.

Großes Partyzelt bei der TSG-Halle

Das Herzstück des Narrenwochenendes ist der Narrensprung um 13.30 Uhr. „Neunzig Gruppen sind dieses Mal dabei“, verrät Andreas Koch, Vorsitzender des Freien Narrenrings. Rund 3000 Hästräger, darunter Hexen, Geister und viele andere schräge Gestalten ziehen, begleitet von Guggenmusik und lautstarken Rätschen und Schellen, vom westlichen Schlosshof durch die Poststraße bis zur TG-Halle. Ziel des Spektakels: den Winter mit Getöse zu vertreiben. Nach dem Umzug ist mit Feiern längst noch nicht Schluss. Die TG-Halle lädt mit Kaffee und Kuchen zum Verweilen ein und auf dem Hartplatz hinter der Halle steht ein großes Partyzelt. Foodtrucks sorgen zusätzlich für kulinarische Vielfalt.

Neuer Verein repräsentiert die schwäbisch-alemannische Fasnet

Bereits zum dritten Mal organisiert der Freie Narrenring Donzdorf, ein Zusammenschluss aus fünf Donzdorfer Zünften – Fleckle, Schlossgoischdr, Hexen, Winzinger Holzbrockeler und Reichenbacher Moschdschlozer – das Narrenwochenende. Erst vor kurzem haben die fünf Zünfte aus der bisher losen Zusammenarbeit einen Verein gemacht. „Das erleichtert vieles“, erklärt Andreas Koch. Klare Aufgabenverteilung, direkte Ansprechpartner, gemeinsamer Auftritt nach außen, nennt Koch die Vorteile und meint, „wir sind damit noch enger zusammengewachsen und repräsentieren nun als Einheit die schwäbisch-alemannische Fasnet in Donzdorf.“