Nahversorgung im Dorf: Der Adelberger Einkaufsmarkt wird automatisch

Das Gruppenbild zeigt Vertreter der Betreiberfamilie Daiber, vom Adelberger Gemeinderat und von der Gemeindeverwaltung vor dem Einkaufsladen in Adelberg.
Gemeinde Adelberg- Adelberger Frischmarkt wird zum 24/7-Standort mit teil- bis vollautonomem Betrieb umgebaut.
- Ziel ist die langfristige Nahversorgung und ein wirtschaftlich tragfähiges Modell.
- Zugang per Bankkarte, Kameras, Selbstbedienungskassen, separater Bereich für Alkohol/Tabak.
- Vormittags sind Mitarbeitende vor Ort – danach läuft der Markt autonom weiter.
- Umbau kostet rund 500.000 Euro, Eröffnung wird im Herbst 2026 angestrebt.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Die Nahversorgung in Adelberg steht vor einem Umbruch. Der bestehende Einkaufsmarkt in der Ortsmitte wird zu einem an sieben Tagen pro Woche und rund um die Uhr geöffneten Markt mit kameragestütztem, teil- beziehungsweise vollautonomem Betrieb umgebaut. Das teilte die Gemeinde jetzt in einer Pressemitteilung mit. Ziel sei es, die Nahversorgung im Ort langfristig zu sichern und zugleich ein wirtschaftlich tragfähiges Modell zu schaffen. „Für uns war klar, dass wir für Adelberg eine Lösung brauchen, die den Standort dauerhaft erhält“, wird die Familie Daiber in der Pressemitteilung zitiert. „Das neue 24/7-Konzept ist für uns der richtige Weg, um die Nahversorgung im Ort zukunftsfähig aufzustellen.“
Der Markt ist seit drei Jahren defizitär. Vor diesem Hintergrund haben die Betreiber gemeinsam mit der Gemeinde Adelberg ein neues Betriebskonzept entwickelt, das längere Öffnungszeiten, moderne Zutrittslösungen und einen effizienteren Personaleinsatz verbindet. In der Mitteilung heißt es, die Gemeinde Adelberg unterstütze das Vorhaben ausdrücklich. Bürgermeisterin Carmen Marquardt sowie der Gemeinderat stünden geschlossen hinter der Weiterentwicklung.
Kameras und Selbstbedienungskassen
Künftig soll der Zugang zum Markt mit der Bankkarte funktionieren, es werde eine kameragestützte Überwachung, Selbstbedienungskassen und einen gesondert gesicherten Bereich für Alkohol und Tabakwaren geben. Künftig soll der Markt an sieben Tagen in der Woche geöffnet sein, sodass auch der Sonntag zu einem regulären Verkaufstag wird. „Auch im neuen Konzept bleibt das Sortiment in der gewohnten Vielfalt und zu den gewohnten Preisen erhalten“, versprechen die Betreiber. „Adelberg soll weiterhin auf die vertraute Nahversorgung zählen können – künftig jedoch deutlich flexibler in den Einkaufszeiten.“
Mit der Umstellung werde der Laden nicht unpersönlich: „In den Vormittagsstunden werden weiterhin Mitarbeitende vor Ort sein, um den Markt zu bestücken, Backwaren nachzufüllen und Kundinnen und Kunden bei Fragen oder technischen Abläufen zu unterstützen. So können sich die Menschen Schritt für Schritt an das neue Einkaufskonzept gewöhnen und wissen zugleich, dass sie bei Bedarf nicht allein gelassen werden“, heißt es. Im Anschluss laufe der Markt dann autonom weiter.
„Kleinere Standorte brauchen neue Antworten“
„Gerade kleinere Standorte brauchen neue Antworten, wenn man sie langfristig erhalten will“, sagt Daniel Daiber. „Uns war wichtig, dass die Menschen in Adelberg auch künftig das gewohnte Sortiment in verlässlicher Auswahl und zu fairen Preisen einkaufen können.“ Bis zur endgültigen Umstellung soll der Markt möglichst weiter geöffnet bleiben. Ziel ist es, notwendige Vorarbeiten im laufenden Betrieb umzusetzen und die eigentliche Schließphase für den Vollumbau auf etwa zwei Wochen zu begrenzen. Für diese Zeit werde eine Übergangslösung geprüft, etwa über einen Verkaufswagen mit Artikeln des Grundbedarfs.
Für die Umstellung ist ein technischer und baulicher Neustart mit einer Investition von rund 500.000 Euro verbunden, teilt die Gemeinde mit. Die Familie Daiber setze damit „ein klares Zeichen für den Standort und für die langfristige Nahversorgung in Adelberg“. Derzeit wird eine Eröffnung im Herbst 2026 angestrebt. „Wir setzen bewusst auf dieses Konzept, weil die Alternative keine tragfähige Zukunft für den Standort wäre“, sagt Gerhard Daiber. „Unser Ziel ist es, die Versorgung im Ort zu sichern und den Markt wirtschaftlich auf gesunde Beine zu stellen.“
Der Lebensmittelstandort hat für Adelberg seit Jahrzehnten eine wichtige Bedeutung. Die Geschichte des Marktes reicht bis in die 1980er Jahre zurück. Nach früheren Standorten im Ort wurde der heutige, größere Markt übernommen und in den Folgejahren weiterentwickelt. Heute befindet sich die Immobilie im Eigentum der Gemeinde Adelberg. „Der Standort ist über Jahrzehnte gewachsen und eng mit Adelberg verbunden“, sagt Andreas Daiber. „Mit dem neuen Marktmodell werden wir diese Geschichte nicht beenden, sondern in eine tragfähige Zukunft führen.“
Neue Entwicklung im Edeka-Verbund
Das Konzept in Adelberg ist Teil einer neuen Entwicklung innerhalb des Edeka-Verbunds: Mit modernen 24/7-Lösungen und teil- beziehungsweise vollautomatisierten Marktformaten entstehen zunehmend Modelle, die Nahversorgung auch an kleineren Standorten dauerhaft sichern sollen. Die Familie Daiber greift diesen Ansatz für Adelberg auf.
