Maischerz in Schlierbach
: Organisatoren fragen, wer Wasser aus Brunnen gestohlen hat

In der Mainacht haben Unbekannte den Schlierbacher Brunnen an der Gaiserstraße dekoriert. Thema des Maischerzes ist das Brunnenwasser, das abgezapft worden sei. Von wem nur?
Von
SWP
Schlierbach
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Maischerz in Schlierbach am Brunnen

Der Maischerz wurde rund um den Brunnen inszeniert.

privat
  • In der Mainacht wurde der Schlierbacher Brunnen an der Gaiserstraße als Maischerz dekoriert.
  • Ein Zeugenaufruf behauptet, es sei einmaliges Brunnenwasser abgezapft worden.
  • Verdacht richtete sich augenzwinkernd gegen die „große Kreisstadt K. unter Teck“ – wegen Hallenbadplänen.
  • Ein Plakat und Materialien blieben am Brunnen zurück, die Bürgerschaft soll Hinweise melden.
  • Gerücht wird als Fakt präsentiert: Schlierbacher Wasser gehe tröpfchenweise nach Gruibingen zur Bierveredelung.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Der Schlierbacher Brunnen an der Gaiserstraße ist in der Mainacht im Zuge eines Maischerzes dekoriert worden. Ein Zeugenaufruf sucht vermeintliche Täter, die das in der „gesamten Region einmalige Wasser, das nicht nur immer trüb und leicht grünlich“ sei, sondern auch Eigenschaften, die für bestimmte technische Prozesse unverzichtbar seien, abgezapft hätten. „Die Polizei und Gemeindeverwaltung bitten um Mithilfe“, heißt es von den Scherz-Organisatoren.

Der Anfangsverdacht habe sich gegen Mitarbeitende der Bäderverwaltung einer benachbarten Stadt, die aus Gründen der regionalen Diplomatie nur als „große Kreisstadt K. unter Teck“ bezeichnet wird, gerichtet. Diese Stadt versuche seit Jahren, ein neues Hallenbad zu bauen.

Schlierbach Maischerz am Brunnen

Auch ein Plakat haben die Scherz-Macher entworfen.

privat

Gleichzeitig halte sich nicht nur ein Gerücht, sondern ein inzwischen bestätigter Fakt: Schlierbach liefere weiterhin – allerdings nur tröpfchenweise, und zwar nach Gruibingen. Dort werde das Spezialwasser zur Bierveredelung eingesetzt, und ein einziger Tropfen soll ausreichen, um ein ganzes Fass zu veredeln. Die Braumeister schwärmten von „Schlierbacher Tiefe“ und „aromatischer Klarheit“, und manche behaupten sogar, dass ein berühmtes bayerisches Kultgetränk namens „Edelstoff“ ursprünglich auf Schlierbacher Wasser basiere.

Bürgerschaft soll den Tatort gerne aufsuchen

„Während also in Schlierbach Kinder lachend durch die Fontänen rennen und in Gruibingen Fässer veredelt werden, sitzt die Nachbarstadt weiterhin auf dem Trockenen“, schreiben die Scherz-Initiatoren weiter. In der Nachbarstadt diskutiere man darüber, ob man das geplante Bad vielleicht als „Mehrzweckhalle mit optionalem Wasser – ab 2035“ deklarieren könnte.

Die Täterschaft habe am Brunnen in der Gaiserstraße Materialien zurückgelassen, heißt es von den Organisatoren des Scherzes weiter. Die Bevölkerung werde außerdem gebeten, Hinweise an die Gemeindeverwaltung zu melden und den Tatort in der Gaiserstraße aufzusuchen.