Legionellen im Kreis Göppingen: Kein gemeinsamer Ursprung der Legionellose-Fälle nachweisbar

Die Auswertung zeigt, dass die Erkrankungsfälle in keinem Zusammenhang miteinander stehen. (Symbolbild)
Federico Gambarini/dpa-mag/dpa- Legionellose-Fälle im Kreis Göppingen haben keinen gemeinsamen Ursprung, so das Gesundheitsamt.
- Untersuchungen fanden keine Übereinstimmung zwischen Wasserproben und Patientenproben.
- Gesundheitsamt mahnt zur Eigenvorsorge: Regelmäßige Wartung und Hygiene im Haushalt wichtig.
- Vorbeugung: Warmwasser über 60 °C, Leitungen spülen, Duschköpfe reinigen, stehendes Wasser vermeiden.
- Ansteckung durch Einatmen von Aerosolen – vor allem ältere und immungeschwächte Personen gefährdet.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Nach den Legionellose-Fällen im Landkreis Göppingen kommt das Gesundheitsamt zum Schluss, dass kein gemeinsamer Ursprung der Erkrankungen nachweisbar ist. Das teilt die Behörde mit. Das Gesundheitsamt des Landkreises ruft unterdessen weiterhin zur Aufmerksamkeit und Eigenvorsorge auf.
Nach dem im August und September registrierten Anstieg von Legionellose-Fällen im Landkreis Göppingen liegen nun die Ergebnisse der weiterführenden Untersuchungen des Landesgesundheitsamts Baden-Württemberg vor.
Amt bewertet es als „diffuses Geschehen“
„Die Auswertung zeigt, dass die Erkrankungsfälle in keinem Zusammenhang miteinander stehen“, teilt das Gesundheitsamt mit. Auch die mikrobiologischen Untersuchungen von Wasserproben aus möglicherweise relevanten technischen Anlagen hätten keine Übereinstimmung mit den Patientenproben ergeben. Damit handele es sich nach aktuellem Erkenntnisstand um ein diffuses, nicht auf eine gemeinsame Quelle zurückzuführendes Geschehen. Aktuell liege auch keine Häufung von Erkrankungen mehr vor.
„Trotz umfangreicher Recherchen ließ sich keine Quelle oder Anlage als Ursache identifizieren“, so das Gesundheitsamt des Landkreises Göppingen. „Der Fall zeigt daher, wie wichtig es ist, die regelmäßige Wartung und Hygiene gerade auch im eigenen häuslichen Bereich ernst zu nehmen.“
Hinweise zur Vorbeugung:
Das Gesundheitsamt gibt den Bürgern Tipps, wie sie sich vor einer Erkrankung schützen können. Da sich Legionellen insbesondere in warmem, stehendem Wasser vermehren, sollten Eigentümerinnen und Eigentümer sowie Mieterinnen und Mieter auf folgende Maßnahmen achten:
Wasser regelmäßig durchfließen lassen: Nach längerer Abwesenheit (z. B. Urlaub) alle Wasserhähne und Duschen einige Minuten laufen lassen. Warmwasser ausreichend erhitzen: Warmwasserspeicher sollten dauerhaft auf mindestens 60 °C eingestellt sein. Duschköpfe und Perlatoren reinigen: Regelmäßiges Entkalken und Säubern verhindert Biofilmbildung. Vor dem Duschen spülen: Vor allem nach Stillstand des Wassers in den Leitungen zunächst heißes Wasser laufen lassen, ohne direkt darunter zu stehen. Regelmäßige Nutzung: Möglichst alle Wasserentnahmestellen regelmäßig benutzen, um stehendes Wasser zu vermeiden.
„Legionellen sind Bakterien, die im Wasser vorkommen und sich dort vor allem in warmem Wasser vermehren können“, teilt die Behörde weiter mit. Eine Ansteckung erfolge nicht durch das Trinken von Wasser, sondern durch das Einatmen feinster Wassertröpfchen (Aerosole), etwa beim Duschen. Gefährdet seien vor allem ältere Personen und Menschen mit geschwächtem Immunsystem oder Vorerkrankungen der Lunge.
Weiter heißt es: „Das Gesundheitsamt wird die weitere Entwicklung aufmerksam verfolgen und steht für Rückfragen der Bevölkerung zur Verfügung.“