Kreissparkasse in Göppingen
: Hariolf Teufel mit „Familienfest“ verabschiedet

Der langjährige Vorstandsvorsitzende der Kreissparkasse Göppingen ist in der Stadthalle in den Ruhestand verabschiedet worden. Viele Weggefährten aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft waren dabei.
Von
Helge Thiele
Göppingen
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Göppingen Stadthalle: Verabschiedung Dr. Teufel und Stabsübergabe an Meissner

Eine Stabübergabe von Hariolf Teufel an Klaus Meissner gab es in der Göppinger Stadthalle auch im wortwörtlichen Sinn.

Giacinto Carlucci
  • Hariolf Teufel, langjähriger Chef der Kreissparkasse Göppingen, wurde in den Ruhestand verabschiedet.
  • Klaus Meissner übernimmt den Vorstand, arbeitet künftig mit Cindy Berend.
  • 250 Gäste aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft nahmen an der Feier teil.
  • Teufel erhielt die Große Baden-Württembergische Sparkassenmedaille.
  • Spendenaktion für den Waldeckhof sammelte rund 15.000 Euro.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

„Zu einem guten Familienfest kommen alle“, sagte Dr. Matthias Neth, Präsident des Sparkassenverbands Baden-Württemberg in seiner Rede. Die Familie, damit meinte Neth die Sparkasse, das Fest wurde für Dr. Hariolf Teufel gegeben, der 15 Jahre lang die Kreissparkasse Göppingen als Vorstandsvorsitzender geleitet hat. Zum Jahreswechsel geht er in den Ruhestand. Am Mittwoch wurde er in der Göppinger Stadthalle verabschiedet und der Stab an seinen Nachfolger Klaus Meissner übergeben, der bereits Mitglied im Vorstand des Geldinstituts ist. Meissner arbeitet dort künftig mit Cindy Berend zusammen, die neu in den Vorstand kommt.

Lob für Weitsicht und Innovationsfreude

250 geladene Gäste aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft waren in die Stadthalle gekommen. Ursprünglich sollte in der Kulturhalle in Süßen gefeiert werden. Doch weil es so viele Anmeldungen gegeben hatte, war der Veranstaltungsort verlegt worden.

In seiner Abschiedsrede blickte Dr. Hariolf Teufel auf die wichtigsten Stationen seiner Vorstandszeit zurück: „Als die Digitalisierung Fahrt aufnahm, gab es viele Experten, die das Geschäftsmodell der Sparkassen mit dem ausgeprägt stationären Charakter als nicht mehr zukunftsfähig bezeichnet haben. Heute kann man sagen: Wir sind die führende Multikanalbank in Deutschland, die alles anbietet und richtig gut kann“, lautete ein Fazit, wie aus der am Tag nach der Verabschiedung verschickten Pressemitteilung der Kreissparkasse hervorgeht.

In Göppingen habe die Sparkasse von vielen weiteren Stärken Teufels profitiert, betonte Sparkassenverbandschef Neth. Die Entwicklung einer erfolgreichen und zukunftsfähigen Sparkasse fordere Kraft und vollen Einsatz. Dazu Weitsicht und Innovationsfreude. Das habe Hariolf Teufel immer ausgezeichnet, sagte Neth.  Für Teufels Verdienste verlieh Neth ihm die höchste Auszeichnung des Sparkassenverbands, die Große Baden-Württembergische Sparkassenmedaille.

Hariolf Teufel zum „Schlossherren“ ernannt

Landrat Edgar Wolff, der Verwaltungsratsvorsitzende der Kreissparkasse Göppingen, sagte in seiner Begrüßungsrede in der Stadthalle, Teufel habe stets dafür gesorgt, dass die Sparkasse entsprechend ihrem Auftrag „die Wirtschaft in der Region stärkt und für die finanzielle und gesellschaftliche Teilhabe aller am gesellschaftlichen Leben sorgt“. Der Landrat betonte auch den engen Draht zwischen der Kreissparkasse und den Kommunen.

Für seine Verdienste um den Erhalt und die Weiterentwicklung von Schloss Filseck, das sich als Naherholungsziel im Landkreis etabliert habe und ein wahrer Besuchermagnet sei, ernannte Edgar Wolff den scheidenden Vorstandsvorsitzenden zum „Schlossherren ehrenhalber“.

Teufel hatte sich zu seinem Abschied neben Reden auch einen Fachvortrag gewünscht. Professor Pero Mićić, Gründer der Future Management Group AG, sprach am Mittwochabend über das Thema „Zukunftsfreude“ als Schlüssel zum Erfolg.

Spenden für den Waldeckhof

Anstelle von Geschenken hatte der scheidende Kreissparkassen-Chef um Spenden für den Waldeckhof in Jebenhausen gebeten. Im Namen der Sparkasse überreichte Meissner dem künftigen Ruheständler eine Spende in Höhe von 5000 Euro zugunsten dieser Einrichtung. Klaus Meissner sagte zu Teufel: „Ein weiterer Beweis dafür, wie wichtig es Dir ist, allen Menschen die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen – gepaart mit Natur- und Umweltschutz bewirkt der Waldeckhof viel Gutes für die Region.“ Für den Waldeckhof sind durch die Verabschiedung von Teufel bis jetzt Spenden von insgesamt rund 15.000 Euro zusammengekommen, wie aus der Pressemitteilung des Geldinstituts hervorgeht. Für die musikalische Umrahmung des Abends sorgten die Sängerin Pauline Ruhe und der Pianist Martin Schrack.