Gemeinderatswahl 2024: So haben die Aichelberger gewählt

Am 9. Juni wurden auch die neuen Gemeinderäte gewählt.
Giacinto CarlucciDas sind die Namen der Gewählten:
Wir für Aichelberg
Andreas Moll
Anja Weißinger
Manuel Reß
Steffen Hirche
Freie Wählervereinigung Aichelberg
Holger Walter
Susanne Bizer
Marco Herrmann
Unabhängige Liste Aichelberg
Stefanie Bidlingmaier
Bürgerentscheid stand Pate
In Aichelberg gibt es jetzt drei Listen im Gemeinderat – die neue Unabhängige Liste bekam eines von acht Mandate. Diese Liste resultiert aus der großen Streitfrage, ob Aichelberg ein 13 Hektar großes und interkommunales Gewerbegebiet anstreben soll oder nicht. Das wurde im vorigen Jahr bei einem Bürgerentscheid mit Nein beantwortet. Aus den Reihen der Gegner war daraufhin die Bereitschaft zu hören, sie wollten nach Möglichkeit im Gemeinderat dazu beitragen, wie die finanzschwache Gemeinde ohne einen zukünftigen Gewerbepark klarkommen kann. Daraus ist nun ein Mandat für Stefanie Bidlingmaier geworden. Die Liste war mit drei Kandidaten angetreten.
Immer noch hoher Frauenteil
Von den beiden etablierten Listen ist die jüngere, „Wir für Aichelberg“, die vor fünf Jahren erstmals antrat, jetzt die stärkste mit vier Sitzen. Sie stellt auch wieder den Stimmenkönig mit Andreas Moll, der sein Ergebnis vom letzten Mal (624) noch verbesserte auf 675 Stimmen. Die Freie Wählervereinigung Aichelberg kommt auf drei Sitze, auf ihrer Seite verliert Benjamin Kaiser seinen Sitz. Aichelberg hat immer einen hohen Frauenanteil im Gemeinderat. Zur Parität mit vier Rätinnen reicht es diesmal nicht mehr, es sind drei.
Auch die jetzt stärkste Liste geht mindestens zum Teil auf einen kommunalpolitischen Streit zurück. Vor mehr als fünf Jahren wollte die Mehrheit im damaligen Rat den Kompostplatz ersatzlos schließen – der damals erste Bürgerentscheid in der Gemeinde verlangte es anders. Die Nutzung beim Kompostplatz Zell wurde so durchgesetzt.
