Kinderkulturtage in Uhingen: 1000 Kinder erleben ein Märchenland

Das Puppentheater hat in Uhingen bei den Kinderkulturtagen die kleinen Zuschauer verzaubert.
Stadt Uhingen- Kinderkulturtage in Uhingen: 1000 Kinder erleben Puppentheater im Uditorium.
- Theater en Miniature zeigte „Das Glückskind“ und „Der Froschkönig“ an vier Tagen.
- 545 Schüler und 455 Kindergartenkinder nahmen teil – organisiert von der Stadt.
- Schüssler Escher Stiftung ermöglichte das Projekt und wurde mit Bastelgeschenken geehrt.
- Ellen Heese und Andrej Uri Garin begeisterten mit Stimmenvielfalt, Puppen und Effekten.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
„Er kann nicht nur lesen, sondern auch schreiben?!“, staunt ein Räuber auf der Bühne des Uditoriums über die Fähigkeiten seines Räuberhauptmanns. Und diese Skills sowie das gute Herz der beiden Banditen sorgen dafür, dass ein unschuldiger Knabe nicht auf Befehl des Königs umgebracht wird, sondern die Prinzessin heiraten darf.
Szenenwechsel: gleicher Ort, andere Puppen: Vor Ekel und Wut wirft eine Prinzessin einen sprechenden Frosch gegen eine Wand, der bewusstlos liegenbleibt. Und plötzlich sorgt sich die Prinzessin um den Frosch, der aber verschwunden ist. Stattdessen steht ein Prinz vor ihr.
Was da kürzlich im Uditorium zu erleben war, war mehr als nur ein Puppentheater. Es waren die von der Stadt organisierten Kinderkulturtage, die laut Mitteilung der Stadt erstmals in dieser Dimension stattfanden. Für 1000 Kinder aus Uhinger Schulen und Kindergärten zeigte das Theater en Miniature aus dem Rhein-Neckar-Kreis an vier Tagen a zwei Vorstellungen die beiden Stücke „Das Glückskind“ (für Schüler) und „Der Froschkönig“ (für die Vorschüler und Kindergartenkinder).
Werte mit Puppentheater vermitteln
Möglich wurde das durch die Schüssler Escher Stiftung aus Stuttgart, die sich zur kindlichen Förderung in den Bereichen „Kultur & Kunst“, Sport sowie „Handwerk und Bildung“ schon mehrfach in Uhingen engagiert hat. 545 Schüler, 455 Kindergartenkinder: „So ein Puppentheater schafft so vieles: Es vermittelt Werte, fördert die Konzentration, regt das Sprachgefühl an und schafft während einer Vorstellung unzählige zauberhafte, kostbar-fantasievolle Momente, die kein Film und kein Spiel am Computer ersetzen kann“, betont Anette Epping, Leiterin der Abteilung Kindergarten-/ Schulbetreuung in der Stadtverwaltung. Sie organisierte in enger Absprache mit den Schulen, Kindergärten und der Schüssler Escher Stiftung das Großprojekt.
Von der Grundschule am Lindach in Holzhausen fieberten alle Kinder mit dem Glückskind mit. Aus Sparwiesen waren dies die Klassen 1a und 1b sowie die Zweitklässler. Alle Grundschulkinder der Hieberschule sowie der Vorbereitungsklassen und die Grundschüler der Filseckschule verfolgten das Puppentheater. Gleiches galt für die Fünftklässler der Hieberschule und der Filseckschule sowie für die Klassen 5a und 6a der Haldenberg-Realschule. Insgesamt 545 Schülerinnen und Schüler.
455 Mädchen und Jungen ab 3 Jahren, aus allen 13 Uhinger Kindergärten (elf städtische und zwei kirchliche Einrichtungen), sahen die hunderte Jahre alte Lovestory des Froschkönigs, der um die Gunst der Prinzessin buhlte.
Kinder schauen gebannt zu
Ellen Heese vom Theater en Miniature zog mit ihrer Stimmenvielfalt, den liebevoll gefertigten Puppen und der detaillierten Bühnendekoration auch erwachsene Begleiter und Pädagogen in ihren Bann. Andrej Uri Garin half dabei, die Fantasie der Kinder zu beflügeln. Beim „Glückskind“ schlüpfte er in die Rolle des Teufels und eines Räubers, sorgte für Soundeffekte wie Gewittergrollen und fungierte als Erzähler. „Man muss sich das einmal vorstellen: Die Märchen der Gebrüder Grimm begeistern schon seit mehr als 100 Jahren Generationen von Menschen und können auch heute noch – trotz Handy, Fernseher und Co. – dank ihrer Magie Kinder und Junggebliebene verzaubern“, schwärmt Ellen Heese.
„Aber was nützt die Magie ohne jemanden, der sie beherrscht?“, fragt Thomas Escher, Vorstand der Schüssler Escher Stiftung, und hebt dabei das Wirken von Ellen Heese hervor. „Es erfüllt uns mit enorm viel Freude, zu sehen, wie gebannt die Kinder das Geschehen der Puppen verfolgen.“ Er und sein Vorstandskollege Andreas Henning sahen nicht nur magische Puppenspiel-Momente, sie wurden auch mit Geschenken verzaubert: In jeder Schule und jedem Kindergarten entstanden kunterbunte Schmetterlinge aus Papier, die einen Bilderrahmen verzierten, als wären sie darauf gelandet. Im Rahmen stehen Zeilen voller Wertschätzung. „Wie ein Schmetterling seine Flügel entfaltet und die Welt entdeckt, schenken Sie unseren Kindern die Möglichkeit, ihre Fantasie, Kreativität und ihr Selbstvertrauen wachsen zu lassen“, lautet einer der Sätze.
