Insektenplage im Kreis Göppingen
: Neue Tigermückensaison mit neuer Gefahr

In der Schweiz sind bei Stechmücken die ersten Dengue-Viren nachgewiesen worden. Das Landratsamt Göppingen gibt Tipps im Umgang mit den Plagegeistern.
Von
SWP
Kreis Göppingen
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Chikungunya für Europa problematischer als gedacht: ARCHIV - 24.06.2010, Honduras, Tegucigalpa: Eine Asiatische Tigermücke: Sie überträgt Krankheiten wie Dengue-Fieber, Gelbfieber und Zika-Fieber. (zu dpa: «Experten: Chikungunya für Europa problematischer als gedacht») Foto: Gustavo Amador/epa/dpa-tmn +++ dpa-Bildfunk +++

Klein und getigert, aber nicht ungefährlich: Die Tigermücke ist hierzulande auf dem Vormarsch.

Gustavo Amador/epa/dpa-tmn/dpa
  • Tigermückensaison beginnt: Überwinterte Eier entwickeln sich bei stabiler Wärme zu Mücken.
  • Schweiz meldet erstmals Dengue-Viren in Mücken nördlich der Alpen.
  • Göppinger Landratsamt ruft auf, Brutstätten zu beseitigen – Dringlichkeit wird betont.
  • Gefäße reinigen, Innenwände schrubben, Wasser ausleeren und Regentonnen abdecken.
  • BTI-Tabletten nutzen, Funde mit Foto oder Exemplar dem Gesundheitsamt melden.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Sobald die Temperaturen über einen längeren Zeitraum stabil warm bleiben, beginnt die Entwicklung der Asiatischen Tigermücke. Die Eier, die den Winter überstanden haben, entwickeln sich weiter, bis schließlich geschlechtsreife Mücken schlüpfen.

Aktuelle Ergebnisse eines Stechmücken-Monitorings in der Schweiz zeigen erstmals den Nachweis von Dengue-Viren in Stechmücken nördlich der Alpen. Dieser Befund unterstreiche die Dringlichkeit, die weitere Ausbreitung der Asiatischen Tigermücke – einer der Hauptüberträger von Dengueviren – einzudämmen und potenzielle Brutstätten konsequent zu beseitigen, heißt es in einer Pressemitteilung des Landratsamtes Göppingen. Um die Entwicklung der überwinternden Eier zu verhindern und einer Ausbreitung der Tigermücke entgegenzuwirken, sollten bereits jetzt gezielte Maßnahmen ergriffen werden.

Einfache Maßnahmen bekämpfen die Mücke

Sofern dies nicht bereits im Herbst erfolgt ist, sollten alle Gefäße, die als mögliche Brutstätten dienen, gründlich von kälteresistenten Eiern gereinigt werden. Hierzu empfiehlt es sich, die Innenwände mit Wasser und einer Bürste kräftig zu schrubben, um anhaftende Eier zu entfernen. Das dabei verwendete Wasser kann anschließend unbedenklich auf eine Wiese gegossen werden.

Zur Vorbereitung des Gartens auf die Sommersaison sollten zudem alle Behälter entfernt oder gesichert werden, in denen sich Wasser ansammeln kann. Regentonnen und Wasserfässer sind vollständig abzudecken, beispielsweise mit engmaschigen Netzen, oder mit BTI-Tabletten zu behandeln. Verdächtige Mückenfunde können – wie bereits in den vergangenen Jahren – dem Gesundheitsamt Göppingen gemeldet werden. Sowohl eingesandte Exemplare als auch aussagekräftige Fotos leisten einen wichtigen Beitrag zur Überwachung, wird betont.

Für den Versand sollten die Mücken in einem kleinen, stabilen Behälter (z. B. einer Cremedose) oder in einem gepolsterten Umschlag verpackt werden, um Beschädigungen zu vermeiden. Alternativ können die Exemplare auch direkt beim Gesundheitsamt unter Angabe des Fundortes abgegeben werden.

Weiterführende Informationen sind unter www.lkgp.de/tigermuecke abrufbar.