Hochwasser im Kreis Göppingen
: Finanzspritze von FC Bayern München für Hochwasser-Betroffene im Kreis

Nach dem VfB Stuttgart hilft jetzt der zweite Bundesligist der Hochwasserhilfe. Noch immer kämpfen Privatpersonen und Betriebe mit den Folgen der Flut.
Von
Susann Schönfelder
Kreis Göppingen
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FC Bayern München: ARCHIV - 27.03.2023, Bayern, München: Das Logo vom FC Bayern München ist am Vereinsgelände an der Säbener Straße zu sehen. Der Verein hat nun 360 000 Mitglieder. (zu dpa: «FC Bayern München vermeldet Rekord von 360 000 Mitgliedern») Foto: dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Der FC Bayern München unterstützt die Betroffenen des Hochwassers vom Juni mit einer großzügigen Spende.

dpa

Mit 70.000 Euro unterstützt der FC Bayern München die Hochwasserhilfe im Kreis Göppingen. Die Großspende reiht sich ein in das große Spendenaufkommen, das der Landkreis gemeinsam mit drei weiteren vom Hochwasserereignis Anfang Juni besonders betroffenen Landkreisen schon generieren konnte, teilt das Landratsamt mit. Mitte Juni hatte bereits der VfB Stuttgart gemeinsam mit Mercedes-Benz/Mercedes-Benz Bank, Porsche und Jako eine Spende in Höhe von anteilig 125.000 Euro für den Kreis Göppingen bekannt gegeben.

Landrat dankt Spendern

Landrat Edgar Wolff dankte den Verantwortlichen des FC Bayern München sowie allen Spenderinnen und Spendern, die Beiträge zur Hochwasserhilfe geleistet haben. „Noch immer haben viele Menschen mit den an ihren Häusern oder Betrieben entstandenen Schäden zu kämpfen. Umso mehr bin ich dankbar für die Unterstützung, die wir weiterhin in Form von Spenden aus der Region und, wie in diesem Fall, auch von weit darüber hinaus erfahren“, so der Landrat.



Zahlreiche Einsaetze von Feuerwehr und THW im gesamten Kreisgebiet aufgrund extremer Wettersituation<br />
Pressemitteilung, 01.06.2024 - Seit Freitag, 31.05.2024, um 14:00 Uhr sind die Feuerwehren des Landkreises Goeppingen an zahlreichen Einsatzstellen im Einsatz. Der Einsatz dauert weiter an und aktuell sind nahezu alle Gemeindefeuerwehren im gesamten Kreisgebiet eingesetzt.<br />
Auch alle drei Ortsverbaende des Technischen Hilfswerks sind konzentriert an drei Einsatzschwerpunkten (Bad Ditzenbach, Deggingen und Gosbach) im Einsatz. „Unsere Arbeit konzentriert sich momentan darauf, mit Sandsaecken zahlreiche Gebaeude vor dem uebertretenden Wasser zu schuetzen“, berichtet Kreisbrandmeister Prof. Dr.-Ing. Michael Reick. Krankenhaeuser, medizinische oder Betreuungs-Einrichtungen mussten bisher nicht evakuiert werden. In einigen Strassenzuegen entlang der Fliessgewaesser mussten allerdings Personen aufgefordert werden, ihre Haeuser zu verlassen. Die Personen werden von Einheiten des Rettungsdienstes versorgt.<br />
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In den vergangenen Tagen wurden von den Einsatzkraeften tausende Sandsaecke eingesetzt, um Gebaeude zu schuetzen. Besondere Gefahrenstellen in Kellern waren auch durch aufgeschwemmte Oeltanks zu verzeichnen. Auch wurden zahlreiche Strassen aufgrund von Ueberflutungen und Erdrutschen gesperrt.<br />
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„Wir muessen momentan aufgrund der Wetterprognose damit rechnen, dass wir auch am Sonntag die Einsatzbereitschaft aufrechterhalten muessen und am morgigen Tag weiter im Einsatz sein werden“, so Kreisbrandmeister Reick weiter. „Wir stehen in staendigem Kontakt mit den Einsatzleitern vor Ort und koennen so stets auf die aktuelle Anforderung reagieren“.<br />
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Ueberlandhilfe in Form von Sandsaecken erhaelt der Landkreis Goeppingen aus Stuttgart, Heilbronn und Ludwigsburg sowie aus Esslingen mit einer Sandsackfuellmaschine plus Bedienpersonal.<br />
Seit Freitag-Nachmittag waren im Landkreis Goeppingen 35 Gemeindefeuerwehren mit insgesamt 793 Kraeften im Einsatz. Das THW unterstuetzte mit insgesamt 90 Einsatzkraeften. <br />
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Ein Fuehrungsstab der Feuerwehren, ergaenzt durch das THW, die Bundeswehr, den Rettungsdienst und Vertreter des Landratsamtes hatte die ueberoertliche Koordination der Einsatzkraefte uebernommen. Landrat Edgar Wolff und Ministerin Nicole Razavi machten sich vor Ort ein Bild der Lage und dankten den Einsatzkraeften fuer die geleistete Arbeit.<br />
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Aufgrund einer Ueberschwemmung des Trinkwassereinzugsbereiches in Wiesensteig wurde ein Abkochgebot erlassen.

Hochwasser Anfang Juni: Die Fils verwandelte sich binnen weniger Stunden in einen reißenden Fluss.

SDMG

Bis zum 31. Juli konnte der Landkreis Göppingen Spendengelder in Höhe von rund 388.500 Euro sammeln. Rund 235.000 Euro wurden bereits unmittelbar an Hochwasser-Betroffene weitergegeben. Es besteht weiterhin die Möglichkeit zu spenden. Betroffene Privathaushalte, Vereine, Gastwirte und Selbständige im Kreis Göppingen sind zudem weiterhin aufgerufen, einen Antrag für die Unterstützung zu stellen. Antragsformulare und weitere Informationen zur Spendenkampagne stehen unter www.lkgp.de/hochwasserhilfe bereit.

Das Landratsamt priorisiert eingehende Anträge insbesondere nach dem Ausmaß der Betroffenheit und sozialen Faktoren. Aufgrund des begrenzten Spendenbudgets kann keine Zusicherung zur Soforthilfe in jedem Fall gemacht werden.

Spendenkonten

Spendenkonten:

1. Spendenkonto des Landkreises Göppingen bei der Kreissparkasse Göppingen: Landkreis Göppingen, THK Spendenkonto Hochwasserhilfe LK Göppingen, DE67 6105 0000 0049 1497 57, Verwendungszweck: Hochwasserhilfe.

2.  Gemeinsame Spendenaktion des Landkreises Göppingen mit den Kreisen Rems-Murr, Ostalb und Ludwigsburg bei der Kreissparkasse Waiblingen: Spendenkonto Hochwasser, DE72 6025 0010 0015 2229 14, Verwendungszweck: Spende.

Im Verwendungszweck der gemeinsamen Spendenaktion kann der Landkreis angegeben werden, in den die Spende gehen soll. Ansonsten wird der Betrag zwischen den vier beteiligten Landkreisen aufgeteilt. Als Nachweis einer Spende, die bis zum 31. Januar 2025 zur Unterstützung von Betroffenen des Hochwassers auf einem der genannten Spendenkonten eingezahlt wird, genügt dem Finanzamt der Bareinzahlungsbeleg oder die Buchungsbestätigung eines Kreditinstitutes – unabhängig vom Betrag der Spende.