Heizsaison beginnt: Herbstzeit, Heizzeit: Warum jetzt viele auf die Wärmepumpe setzen

Handwerker stellen eine Wärmepumpe ein: Auch in älteren Häusern ist der Einbau einer Wärmepumpe unter bestimmten Voraussetzungen sinnvoll. (Symbolfoto)
Doreen Garud/dpa- Wärmepumpen im Kreis Göppingen stark nachgefragt – klimafreundlich und zukunftssicher.
- 139.500 Wärmepumpen in Deutschland im 1. Halbjahr 2025 installiert – Anstieg um 55 %.
- Auch für ältere Häuser geeignet, oft durch kleinere Anpassungen effizient nutzbar.
- Skandinavien führend bei Wärmepumpen: Norwegen mit 632 Anlagen pro 1.000 Haushalten.
- Online-Infoveranstaltung zur Wärmepumpe am 7. Oktober, Anmeldung unter klimaschutz-goeppingen.de.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Der Sommer ist gerade vorbei und schon bringt der Herbst spürbar kühlere Temperaturen. Zu Hause werden die Heizungen wieder aufgedreht – manchmal bleibt der Heizkörper jedoch kalt oder das vertraute Rauschen klingt ungewohnt. Ein Blick in die Unterlagen bringt Ernüchterung: Die Heizung ist längst in die Jahre gekommen. Spätestens jetzt stellt sich die Frage, wie es in Zukunft weitergehen soll – mit Öl, Gas oder doch mit einer neuen, klimafreundlichen Technik?
In dieser Situation klingelt das Telefon bei der Energieagentur Landkreis Göppingen besonders häufig, berichten die Experten der Energieagentur. Denn die Auswahl sei groß, die Investition sollte zukunftssicher sein, zudem seit der Förderdschungel schwer zu durchschauen. Besonders oft fragen die Anrufer, wenn es um eine neue Heizung geht, nach einer Wärmepumpe, so die Energieexperten weiter. Dabei werden oft die Frage gestellt, ob sie auch für das eigene Haus geeignet sei.
Wärmepumpe auf Platz 1 der Heizungsarten
Die Zahlen sprechen für sich: Noch nie war die Wärmepumpe so gefragt wie heute. Im ersten Halbjahr 2025 wurden in Deutschland 139.500 Anlagen installiert – ein Plus von 55 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Zum ersten Mal hat die Wärmepumpe damit die Gasheizung von Platz eins verdrängt. Immer mehr Menschen setzen also auf eine Technologie, die als klimafreundlich, effizient und zukunftssicher gilt. Die Gründe liegen auf der Hand: Der steigende CO₂-Preis, höhere Netzentgelte für Gas und geopolitische Unsicherheiten verstärken den Wunsch, unabhängiger von fossilen Brennstoffen zu werden, betonen die Experten der Energieagentur. Wer in eine Wärmepumpe investiert, sichere sich langfristig stabilere Heizkosten und leiste zugleich einen Beitrag zum Klimaschutz.
Auch für Bestandsgebäude geeignet
Das Vorurteil, Wärmepumpen seien nur für Neubauten oder in Gebäuden mit Flächenheizungen geeignet, hält sich hartnäckig. Doch die Praxis zeigt: Auch in Bestandsgebäuden mit Heizkörpern ist ein effizienter Betrieb möglich. Oft genügen schon kleinere Anpassungen, etwa der Einbau größerer Heizkörper oder einzelne Dämmmaßnahmen, um einen effizienten Betrieb der Wärmepumpe zu gewährleisten. Wird dann der benötigte Strom in der Übergangszeit noch anteilig durch die eigene PV-Anlage abgedeckt, verbessert sich die Wirtschaftlichkeit der Wärmepumpe weiter.
Trotz des starken Wachstums liegt Deutschland im europäischen Vergleich noch zurück. Hierzulande gibt es 54 Wärmepumpen pro 1000 Haushalte. In Skandinavien hingegen gehören sie längst zum Alltag: Norwegen ist Spitzenreiter mit 632 Anlagen pro 1000 Haushalten, Finnland und Schweden folgen dicht dahinter. Dass die Technik gerade dort so erfolgreich ist, wo die Winter besonders kalt sind, zeige eindrucksvoll ihre Zuverlässigkeit auch unter anspruchsvollen Bedingungen, heißt es in der Pressemitteilung.
Kostenlose Online-Veranstaltung zur Wärmepumpe
Wer sich fragt, ob die Wärmepumpe auch ins eigene Haus passt, erhält Antworten bei einer kostenlosen Online-Informationsveranstaltung der Energieagentur Landkreis Göppingen im Rahmen der Wärmewochen BW. Unter dem Titel „Passt die Wärmepumpe in mein Haus?“ erläutern Expertinnen und Experten der Energieagentur am Dienstag, 7. Oktober, von 18.30 bis 19.30 Uhr, welche Voraussetzungen wichtig sind, worauf beim Einbau geachtet werden muss und welche Fördermöglichkeiten zur Verfügung stehen. Weitere Informationen und Anmeldung erhält man unter (07161) 651-6500 oder online unter klimaschutz-goeppingen.de/veranstaltungen.
