Handball-Bundesliga
: Göppingen kassiert bittere Derbypleite nach aufopferungsvollem Kampf

Nach einem dramatischen Spiel mit drei roten Karten für die Gäste verliert Frisch Auf in der ausverkauften EWS-Arena gegen Nachbar TVB Stuttgart mit 32:33 (14:16).
Von
Wolfgang Karczewski
Göppingen
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Elias Newel (Frisch Auf Goeppingen, #40) am Ball, Frisch Auf Goeppingen vs. TVB Stuttgart, Handball, 1. Bundesliga, Herren, Spielzeit 2025/2026, 03.06.2026,

Foto: Eibner-Pressefoto/Michael Schmidt

Frisch-Auf-Regisseur Elias Newel wurde als bester Nachwuchsspieler der Saison geehrt.

Eibner-Pressefoto/Michael Schmidt
  • Derby in Göppingen: TVB Stuttgart siegt in der EWS-Arena mit 33:32 in letzter Sekunde.
  • Linus Schmid trifft ins lange Eck zum entscheidenden Tor – 5600 Zuschauer sind dabei.
  • Frisch Auf holt nach 10:14 auf, führt durch Marcel Schiller 29:28, verliert aber knapp.
  • Drei Stuttgarter sehen Rot: Samuel Röthlisberger, Max Häfner und Lenny Rubin.
  • Bei Göppingen fehlen David Schmidt, Ole Pregler und Rutger ten Velde; Gislason und Schiller spielen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Spannung und Dramatik bis in die Schlusssekunden: Das Derby zwischen Frisch Auf und dem TVB Stuttgart am vorletzten Spieltag der Handball-Bundesliga war nichts für schwache Nerven. Am Ende waren die Gäste die glücklichere Mannschaft, gewannen durch ein Tor von Linus Schmid ins lange Eck in der Schlusssekunde mit 33:32.

Bei Frisch Auf konnten im Gegensatz zum 34:28-Sieg beim HSV Hamburg wieder Ymir Gislason und Marcel Schiller mitwirken. Dagegen fielen David Schmidt, Ole Pregler und Rutger ten Velde aus. In einem zunächst zerfahrenen, aber stets spannenden Derby gab nach einer 2:0-Führung der Gastgeber durch Schiller und Elias Newel der TVB den Ton an, der den Rückstand schnell in einer knappe Führung ummünzte (3:2/7.). Bei den Göppingern bekamen die Torhüter Kristian Saeveras, der begann, und Julian Buchele, der in der 18. Minute eingewechselt wurde, in den 30 Minuten nur einen Ball zu fassen. Auf der anderen Seite kam Mateusz Kornecki immerhin auf vier Paraden. Bis zur 22. Minute konnten sich die Gäste vor 5600 Zuschauern in der ausverkauften EWS-Arena auf vier Tore absetzen (14:10).

Doch Frisch Auf fightete, schaffte mit dem 13:14 den Anschlusstreffer. Zur Pause betrug der Vorsprung der Stuttgarter, die stets ohne Kreisläufer und mit vier Rückraumspielern agierten – so wie es Trainer Misha Kaufmann schon beim ThSV Eisenach erfolgreich praktiziert hat – zwei Treffer (16:14).

Drei Mal gegen Stuttgart

Im zweiten Abschnitt das gleiche Bild: Die Landeshauptstädter, die in dieser Saison noch kein Auswärtsspiel gewonnen hatten, legten vor, Frisch Auf schaffte den Anschluss. In der 39. Minute gelang den nie aufsteckenden Göppingern durch Oskar Sunnefeldt erstmals wieder der Ausgleich (19:19). Schiller war es vorbehalten, mit dem 29:28 für die erste Führung für Frisch Auf seit dem 2:0 zu erzielen (52.). Danach entwickelte sich ein Krimi, in dem gleich drei Stuttgarter nach roten Karten vom Platz flogen (Samuel Röthlisberger/51.; Max Häfner/53. und Lenny Rubin/58.). Das bessere Ende hatten dennoch die Gäste für sich.

Elias Newel und Marcel Schiller geehrt

Das letzte Frisch-Auf-Heimspiel war auch der Tag der Ehrungen und Verabschiedungen. Spielmacher Elias Newel wurde von der Handball-Bundesliga als bester Nachwuchsspieler der Saison geehrt. Gerhard Grill wurde in die Hall of Fame des Traditionsklubs aufgenommen. Grill, der vor zwölf Jahren starb, wurde mit Frisch Auf in den 50er und 60er Jahren sieben Mal Deutscher Meister und gewann zwei Mal den Europapokal der Landesmeister.

Zum Spieler des Jahres wurde Marcel Schiller von den Fans der Grün-Weißen gewählt. Er erhielt 641 Stimmen. Zweiter wurde Elias Newel (571) vor Victor Klöve (339). Ex-Nationalspieler David Schmidt wurde verabschiedet. Der 32-jährige Linkshänder verlässt den Verein nach vier Jahren. Sein Nachfolger auf der rechten Halbposition steht bereits seit längerem fest: Max Beneke (23), gemeinsam mit Frisch-Auf-Regisseur Ole Pregler U21-Weltmeister von 2023, kommt vom Bundesliga-Konkurrenten ThSV Eisenach unter den Hohenstaufen. Außerdem wurde Videowart Reiner Keller für seine 25-jährige ehrenamtliche Tätlichkeit verabschiedet.