• In Schorndorf, (Rems-Murr-Kreis) sind drei Menschen durch Schüsse ums Leben gekommen
  • Ein bisher lebensgefährlich verletzter Mann erlag jetzt in der Klinik seinen Verletzungen.
  • Die Polizei war am Mittwoch in der Schorndorfer Lederstraße mit 28 Streifenwagen im Großeinsatz, auch ein Hubschrauber wurde angefordert
  • Die Ermittler arbeiten intensiv daran, die Hintergründe der Tat zu klären
Bluttat in Schorndorf: Im Bereich der Lederstraße wurden am Mittwochmittag, 21.12., zwei Menschen erschossen aufgefunden. Wie die Polizei mitteilte, lag neben den beiden Toten eine Schusswaffe. Es folgte ein Großeinsatz von Polizei und Rettungskräften. Zeugen hatten zuvor beobachtet, dass die Polizei das Gebiet weiträumig absperrte. Weitere Tatbeteiligte traf die Polizei in Schorndorf nicht an. Stattdessen fanden die Ermittler am frühen Nachmittag einen zunächst lebensgefährlich verletzten Mann in Fellbach, der mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik geflogen wurde.

Schüsse auf Bruder und dessen Ehefrau

Die Ermittlungsbehörden gehen nach derzeitigem Stand der Ermittlungen davon aus, dass der 60 Jahre alte Täter am Mittwochvormittag erst seinen 57 Jahre alten Bruder in Fellbach aufsuchte und auf diesen schoss. Der 57-Jährige schwebte in Lebensgefahr, erlag am Freitag jedoch seinen schweren Verletzungen. Das teilten Staatsanwaltschaft Stuttgart und Polizeipräsidium Aalen am Freitagnachmittag gemeinsam mit.
Der Täter begab sich anschließend zum Wohnort des 57-Jährigen in Schorndorf und erschoss dessen 48 Jahre alte Ehefrau. Danach richtete sich der Täter selbst.

Töchter am Tatort

Weitere Personen sollen nicht beteiligt gewesen sein. Zum Zeitpunkt der Tat in Schorndorf waren jedoch noch zwei Töchter der Eheleute in der Wohnung, die sich im Jugendlichen- bis Erwachsenenalter befinden. Sie wurden vom Täter nicht bedroht und konnten die Wohnung unversehrt verlassen, heißt es in der Mitteilung. Die Töchter wandten sich an Dritte, die die Rettungsleitstelle verständigten und von dort aus die Polizei um 11.34 Uhr informierten.
Der Täter war der Polizei nach bisherigen Erkenntnissen noch nicht bekannt gewesen. Das Tatmotiv war offensichtlich Streit in der türkischen Familie. Die gemeinsamen Ermittlungen von Staatsanwaltschaft und Polizei dauern an.
Die Polizei hatte das Haus in Schorndorf weiträumig abgesperrt. Es liegt in einem Gebiet, in dem teils Industrie, teils Wohnhäuser stehen. Beamte befragten unter anderem in einer gegenüberliegenden Tankstelle und an einem Autohaus mögliche Zeugen. In der Nacht zu Donnerstag sei die Lage in Schorndorf ruhig geblieben.