Großbrand in Schorndorf
: War der Täter ein Hausbewohner?

Die Kriminalpolizei fand nach einer Explosion und einem Großbrand in einem Mehrfamilienhaus in Schorndorf Spuren, die darauf hindeuten, dass ein 57-jähriger Bewohner den Brand gelegt haben könnte. Was bisher bekannt ist.
Von
SWP
Schorndorf
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Schorndorf: Explosion und Folgeband - mehrere Verletzte v2: Um 7:15 Uhr wurden unsere Einsatzkraefte  zu einer Explosion mit darauffolgendem Brand in der Gmuender Strasse alarmiert. <br />
Bereits auf der Anfahrt der ersten Kraefte zeigte sich eine starke Rauchentwicklung, das Gebaeude stand beim Eintreffen Feuerwehr in Vollbrand. <br />
Aufgrund der Lage wurden unmittelbar weitere Kraefte aus den Teilorten Schorndorfs sowie der Feuerwehren aus Urbach, Weinstadt und Waiblingen angefordert. <br />
Weiterhin sind der Rettungsdienst mit starken Kraeften aus Haupt- und Ehrenamt im Einsatz. <br />
 Es gab mehrere Verletzte. <br />
Die Hilfskraefte von Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst sind mit einem Grossaufgebot von ueber 100 Einsatzkraeften vor Ort. <br />
Ein Rettungshubschrauber war im Einsatz. Momentan befindet sich noch ein Polizeihubschrauber vor Ort, der die Lage von oben beobachtet und dokumentiert.<br />
Die Gmuender Strasse ist im Bereich Lutherstrasse / Kaufland weiterhin voll gesperrt - wir bitten darum, den Bereich zu meiden. Anwohner der Stadt Schorndorf werden gebeten Fenster und Tueren geschlossen zu halten.

Beim Großbrand in Schorndorf im Januar waren zahlreiche Kräfte im Einsatz.

SDMG / Kaczor
  • Explosion und Großbrand in Schorndorf, Spuren deuten auf Brandstiftung durch 57-jährigen Bewohner hin.
  • Großbrand ereignete sich am 19.1.2025 in der Gmünder Straße, Untersuchung durch Landeskriminalamt und Kripo.
  • Tatverdächtiger schwer verletzt, aber außer Lebensgefahr; Haftbefehl erlassen.
  • Sachschaden durch Feuer und Löschwasser auf mehrere Millionen Euro geschätzt.
  • Ermittlungen zum Hintergrund und Tatmotiv dauern an.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Nachdem es am Sonntag, 19.1.2025 in der Gmünder Straße zu einem Großbrand eines Gebäudekomplexes kam, führten Brandermittler des Landeskriminalamtes Baden-Württemberg und der Kriminalpolizei Waiblingen umfangreiche Spurensicherungen am Brandort durch. Nach erfolgter Auswertung der Spuren konnten deutliche Hinweise gewonnen werden, dass der Brand durch Brandlegungsmittel und somit vorsätzlich herbeigeführt wurde. Das geben die Staatsanwaltschaft Stuttgart und das Polizeipräsidium Aalen in einer gemeinsamen Pressemitteilung bekannt.

Tatverdächtiger befindet sich außer Lebensgefahr

Im Rahmen der weiteren Ermittlungen erhärtete sich der Tatverdacht gegen einen 57-jährigen Bewohner des Gebäudekomplexes. Dieser wurde durch den Brand selbst schwerverletzt und zur weiteren Behandlung in eine Spezialklinik verbracht. Zwischenzeitlich befindet sich der 57-Jährige außer Lebensgefahr.

Aufgrund des dringenden Tatverdachts beantragte die Staatsanwaltschaft Stuttgart beim zuständigen Amtsgericht Haftbefehl gegen den 57-Jährigen. Dieser wurde dem Tatverdächtigen am Dienstag, 11. Februar, durch eine Haftrichterin eröffnet und in Vollzug gesetzt.

Sachverständige schätzen den durch das Feuer und Löschwasser entstandenen Sachschaden zwischenzeitlich auf mehrere Millionen Euro. Die Kriminalpolizei ermittelt weiterhin mit Hochdruck zu den Hintergründen und insbesondere zum Tatmotiv.