Göppinger Maientag: Die Stadt fiebert dem Festwochenende entgegen

Er ist seit jeher „Stargast“ beim Maientags-Umzug. Kaiser Barbarossa hoch zu Ross.
Staufenpress- Göppinger Maientag startet am Freitag und dauert vier Tage.
- Höhepunkte: Drohnenshow statt Feuerwerk, neue Fahrgeschäfte wie „Swing Up“.
- Stadtwette: 156 rot-weiß gekleidete Sänger im Riesenrad am Freitag um 15 Uhr.
- Traditionelle Veranstaltungen: Turmblasen, Umzug, Platzkonzert.
- Sicherheitskonzept für unbeschwertes Feiern.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Vier Tage lang, von kommendem Freitag (30. Mai) bis Montag, steht Göppingen im Zeichen des Maientags, das Fest der Feste für die Hohenstaufenstadt. Das bedeutet solide Tradition mit reichlich innovativen Einsprengseln. Nicht nur im Vergnügungspark rund um die EWS-Arena gibt es allerhand Abwechslung. Es sei wieder gelungen, den 80 Meter hohen Freefall-Tower nach Göppingen zu lotsen, freut sich Mark Roschmann, der mit der gleichnamigen Schausteller-Familie als Generalpächter des Vergnügungsparks fungiert und in Absprache mit der Stadt die Attraktionen organisiert. Im freien Fall dürfte wieder sehr viel Adrenalin im Spiel sein, genauso wie bei Fahrgeschäftsneuheit „Swing Up“. Die Fahrgäste sitzen in Gondeln und werden an langen Armen nach oben geschleudert, erklärt Roschmann. Es gibt auf dem Rummel ein riesengroßes Geisterhaus und das Riesenrad ist mit 37 Meter vier Meter höher als im vergangenen Jahr, zählt der Schausteller auf.
Drohnenshow statt Feuerwerk
Auch der Festabschluss am späten Montagabend wird in diesem Jubiläumsjahr etwas Besonderes bieten. Denn statt des Feuerwerks hat die Stadt eine mit Musik untermalte Drohnenshow organisiert, freut sich auch Göppingen Oberbürgermeister Alex Maier. Die sei zwar ein gutes Stück teurer als ein Feuerwerk, es sei aber durch einen Sponsor möglich geworden. Maier ist überzeugt, dass sich das lohnt, die bilderreiche Show am Nachthimmel anzuschauen.
Überhaupt ist der Rathauschef voller Vorfreude auf den 375. Maientag. Er sagt, die Göppinger könnten stolz auf ihr Heimatfest sein, das 1650 erstmals gefeiert wurde und deshalb zu den ältesten im Land gehört. Trotz aller Höhen und Tiefen sei es über Jahrhunderte gefeiert worden, das zeige ja schon, welche Bedeutung der Maientag für die Göppinger habe. Es sei Symbol für den Frühling, die Lebensfreude, den Frieden und das Miteinander. Die Göppinger seien mit diesem Fest emotional tief verbunden, meint Maier, und angesichts der Weltlage könne man es auch als Zeichen der Sehnsucht nach Frieden und Zusammenhalt verstehen.
Überall Mitmachaktionen
Trotz des mittlerweile 375-jährigen Bestehens sei der Maientag „nie auf der Stelle stehen geblieben“, findet Maier. Die Göppinger hätten sich immer etwas Neues einfallen lassen. In diesem Jahr gehört dazu beispielsweise die Möglichkeit, an allen vier Festtagen jeweils um 19 Uhr mit dem Heißluftballon über das Festgelände und in den Sonnenuntergang zu starten. Neu und einzigartig ist auch die Aktion, bei der am Samstag um 13.55 Uhr möglichst viele Göppinger in den südlichen Schockensee-Anlagen mit Luftballons die Zahl 375 bilden sollen und aus der Luft fotografiert werden. Neu ist selbstredend auch die große Wette, die Stadtoberhaupt Maier mit dem Schausteller-Chef Roschmann abgeschlossen hat und bei dem ihm die Göppinger helfen müssen.
Die Wette: Ein Riesenrad voller rot-weißer Sänger
Oberbürgermeister Alex Maier ist sehr zuversichtlich, dass er zusammen mit den Göppingerinnen und Göppingern die Stadtwette gewinnen kann, die Mark Roschmann ihm stellvertretende für die Schausteller, angeboten hat. Sie steigt am Freitagnachmittag, 30. Mai, um 15 Uhr.
Mark Roschmann wettet, dass es dem Stadtoberhaupt nicht gelingt, das Riesenrad auf dem Festplatz vollständig zu besetzen – und zwar mit 156 Menschen, die gemeinsam das traditionelle Maientagslied singen („Geh aus mein Herz und suche Freud“). Damit nicht genug: Alle Teilnehmer sollen zudem in den Göppinger Stadtfarben Rot und Weiß gekleidet erscheinen. „Eine schöne Idee von den Schaustellern zum Jubiläumsfest“, sagt Maier.
Der Göppinger OB nimmt die Herausforderung an. Er hofft, dass viele Göppinger diesen Spaß mitmachen und verspricht eine attraktive Belohnung, sollte er die Wette gewinnen: Eine Freifahrt an einem beliebigen Fahrgeschäft des Maientags für die ersten 156 Mitwirkenden sowie eine Rote Wurst oder Pommes Frites. Wer der Stadt und ihrem OB helfen will, sollte in Rot-Weiß um 15 Uhr zum Riesenrad kommen.
Und wenn Maier verliert? Dann übernimmt der Oberbürgermeister für eine ganze Stunde die Moderation am Fahrgeschäft „Break Dance“– er gibt also ein bisschen den Marktschreier. „Das müsste er können, er war ja schließlich mal beim Radio“, sagt Roschmann schmunzelnd. „Ich bin Nulkommanull darauf vorbereitet“, flachst hingegen der Rathauschef, „aber ich bin sicher, dass ich fachkundig angeleitet werde“.
Tradition spielt beim Maientag eine große Rolle. Dazu gehört das Maientagsansingen am Freitagabend um 18 Uhr in der Stadthalle, bevor Alex Maier um 20 Uhr zum Hammer greift und im Festzelt das erste Fass ansticht. Dazu gehört auch das Turmblasen vom Rathaus am Samstag um 7 Uhr und das Platzkonzert um 9.30 Uhr auf dem Marktplatz. Um 10.10 Uhr nach der Festansprache von Alex Maier singt ein Jubiläums-Projektchor das Maientagslied, dann startet der große Umzug mit einem historischen Teil sowie die von den Göppinger Schulen und Vereinen gestalteten bunten Themenschlange durch die Stadt. Wenn am Samstagmorgen die Maientagskomission im Rathaus zusammentritt, dann stehen die Chancen gut, dass sie grünes Licht für den Umzug mit vielen hundert Teilnehmern geben wird. Denn die Wetteraussichten sind fürs Wochenende überwiegend gut.
Blasmusik-Festival diesmal sonntags
Seit Jahrzehnten Teil des Festprogramms sind die Kletterbäume (13.15 Uhr) und der Luftballonwettbewerb (14 Uhr), sowie die Vorführungen der Schulen in der sicher wieder sehr gut gefüllten EWS-Arena (ab 15 Uhr), das Café Maientag am Samstagnachmittag ebenfalls in der EWS-Arena. Fest dazu gehören auch der Maientagsball am Samstag um 20 Uhr in der Stadthalle und die Maientagsmotette am Sonntag um 18 Uhr in der Oberhofenkirche sowie mehrere Gottesdienste: am Freitag um 8.30 in der Uhlandschule, am Samstag um 8 Uhr in der Walther-Hensel-Schule, am Sonntag um 9.30 in der Neuapostolischen Kirche und um 11 Uhr in der Stadtkirche. Das alles ist für die Göppinger nicht wegzudenken.
In diesem Jahr lockt das NWZ-Blasmusikfestival bei freiem Eintritt am Sonntag von 12 bis 17 Uhr mit hochkarätiger Musik in das Göckelesmaier-Festzelt.
Unbeschwert feiern
Die Sicherheitsaspekte für den Maientag seien heute mit mehr Aufwand verbunden als früher, sagt Alex Maier. Zusammen mit der örtlichen Polizei habe man aber ein Sicherheitskonzept erarbeitet. Die Polizei habe auch zugesagt, beim Umzug am Samstag verstärkt Präsenz zu zeigen. „Ich bin sicher, dass alle unbeschwert feiern können.“
Am Vergnügungspark rund um das große Festzelt und die EWS-Arena war am Montag Begehung ebenfalls in Sachen Sicherheit, erzählt Mark Roschmann. Das Festgelände sei bis auf wenige Zufahrten schon von je her recht gut abgeriegelt, sei es durch die aufgebauten Fahrgeschäfte, Autos und Wohnwagen der Schausteller. An den wenigen Zufahrten, die auch für Rettungseinsätze offen bleiben müssen, arbeite man teils mit den Überfahrsperren, teils aber auch mit weiteren abgestellten Fahrzeugen.
