Geburten im Kreis Göppingen: Im Landkreis bekommen die Frauen mehr Kinder als anderswo

Der Kreis Göppingen liegt bei der Geburtenrate landesweit auf dem zweiten Platz.
Hendrik Schmidt/dpa- Geburtenrate im Land sank: Durchschnitt lag 2025 bei 1,35 Kindern je Frau.
- Kreis Göppingen gehört zur Spitze – mit 1,53 zusammen mit Heilbronn und Main-Tauber.
- Rottweil führte mit 1,71; Heidelberg lag mit 0,97 am Ende der Skala.
- Im Kreis Göppingen kamen 2025 2241 Kinder zur Welt, Geburtendefizit betrug 657.
- Landesamt nennt Gründe: Kita-Personalmangel, höhere Wohn- und Kitakosten, Strukturanteile.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Erneut ist die Geburtenrate in Baden-Württemberg nach Angaben des Statistischen Landesamts gesunken, der Wert betrug 2025 demnach 1,35 Kinder je Frau, im Vorjahr waren es noch 1,39 gewesen. Innerhalb des Landes zeigen sich durchaus beachtliche Unterschiede bei der durchschnittlichen Kinderzahl je Frau: Spitzenreiter unter den 44 Stadt- und Landkreisen war im Jahr 2025 der Landkreis Rottweil mit einer Geburtenziffer von 1,71 Kindern je Frau. Die Landkreise Göppingen, Heilbronn und der Main-Tauber-Kreis teilten sich mit einer Geburtenziffer von jeweils 1,53 Kindern je Frau den Platz zwei. Am Ende der Skala rangierten die Stadtkreise Heidelberg (0,97), Freiburg im Breisgau (1,05), Karlsruhe (1,07) und Stuttgart (1,11).
Unterm Strich haben 657 Kinder gefehlt
Damit war die Geburtenrate auch im vergangenen Jahr sowohl im Land als auch im Kreis weiterhin unter dem sogenannten Bestandserhaltungsniveau, bei dem die Kinder zahlenmäßig die Elterngeneration ersetzen. Hierzu wäre eine Geburtenziffer von mindestens 2,1 Kindern je Frau notwendig. Dieser Wert wurde in Baden-Württemberg letztmals im Jahr 1970 erreicht.
In absoluten Zahlen haben 2025 im Kreis Göppingen 2241 Kinder das Licht der Welt erblickt. Unterm Strich ergibt sich ein Geburtendefizit von minus 657, so viele Kinder haben im Landkreis gefehlt, um Sterbefälle auszugleichen.
„Die Gründe für den Rückgang der Geburtenziffer sind wohl vielfältig“, schreibt das Landesamt. Zunächst sei zu beachten, dass dieser Wert zum Jahr 2021 auf das höchste Niveau der vergangenen 50 Jahre gestiegen sei. „Hierfür dürfte unter anderem die deutlich verbesserte Kinderbetreuung im Land ursächlich gewesen sein“, meinen die Statistiker. „Zuletzt hatte sich aber die Vereinbarkeit von Beruf und Familie wieder verschlechtert, weil der zunehmende Personalmangel bei Erzieherinnen und Erziehern zu Einschränkungen bei der Betreuung von Kindern in Kitas geführt hat. Auch finanzielle Aspekte wie die in den vergangenen Jahren gestiegenen Wohnungskosten und die in vielen Gemeinden vorgenommene oder geplante Gebührenerhöhung für Kitas könnten zu einem Rückgang beigetragen haben“, führt die Behörde als mögliche Gründe an.
Aber auch der regional unterschiedliche Anteil der ausländischen Frauen wirke sich auf die Geburtenziffer aus. „In Baden-Württemberg lag die Geburtenziffer bei ausländischen Frauen (1,68) im Jahr 2025 im Schnitt deutlich über der der deutschen Frauen (1,26)“, berichtet das Landesamt. „Im Vergleich zum Vorjahr sanken die Geburtenziffern sowohl bei den ausländischen (–0,05) als auch bei den deutschen Frauen (–0,04).“
Maßgeblich sind Frauen im Alter von 15 bis 49
Die zusammengefasste Geburtenziffer ist die Summe der für alle 35 Altersjahrgänge zwischen 15 und 49 Jahren berechneten altersspezifischen Geburtenziffern eines Jahres. Sie ist eine hypothetische Maßzahl.

