Gebühren in Göppingen: Abwasserkosten für Haushalte steigen weiter

Für Abwasser aus Göppinger Privathaushalten ist die Entsorgungsgebühr seit 2022 um 29 Prozent gestiegen.
Franziska Gabbert/dpa- Abwassergebühren in Göppingen steigen 2024 erneut, trotz 1,1 Mio. Euro Überschuss der Stadtentwässerung.
- Gründe: Höhere Personalkosten, Instandhaltung, Investitionen in Kanäle und Klärwerk.
- Abwassergebühr steigt auf 2,15 €/m³, Niederschlagswassergebühr auf 58 Cent/m².
- Seit 2022 Plus von 29 % bei beiden Gebührenarten.
- Göppingen liegt gebührenmäßig teils über, teils unter anderen Städten der Region.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Die Stadtentwässerung Göppingen (SEG) hat im vergangenen Jahr einen Überschuss von fast 1,1 Millionen Euro erwirtschaftet. Und doch steigen die Abwassergebühren für Privathaushalte wohl auch im kommenden Jahr an. Die Zustimmung des Gemeinderats zur Gebührenkalkulation für 2026 gilt als sicher.
Personalkosten stark gestiegen
Wie kommt es zu den Steigerungen? Die SEG begründet die Bedarfsberechnung unter anderem mit stark gestiegenen Personalkosten durch den Tarifabschluss in diesem Jahr. SEG-Betriebsleiter Georg Gänzle sagte bei der Vorberatung im Ausschuss auf Nachfrage, man habe auch in geringem Umfang Personal eingestellt. Zudem seien die Instandhaltungskosten durch Fremdfirmen weiterhin hoch. Durch Investitionen in Kanäle und Klärwerk und die Inbetriebnahme der Anlagen erhöhen sich die Abschreibungen.
Seit 2022 ein Gebühren-Plus von 29 Prozent
Konkret heißt das: Die Abwassergebühr steigt um einen Cent von 2,14 auf 2,15 Euro pro Kubikmeter Wasser, der durch die heimischen Abwasserrohre rauscht. Die Niederschlagswassergebühr erhöht sich von 56 auf 58 Cent pro Quadratmeter versiegelter Fläche. Seit 2022 haben sich die beiden Gebührenanteile damit jeweils um 29 Prozent gesteigert. Göppingen liegt damit mit seinen Schmutzwassergebühren noch unter denen der Gemeinde Rechberghausen oder Städten wie Esslingen oder Uhingen, aber höher als die Gebühren in den Städten Geislingen, Eislingen, Ludwigsburg, Schwäbisch Gmünd, Schorndorf oder Stuttgart. Das zeigt eine Vergleichstabelle der SEG.
